Wild noch immer radioaktiv verseucht

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Hier in Berlin hat man das ja kaum auf dem Radar, aber selbst dreißig Jahre nach Tschernobyl sind die Wildbestände in Baden-Württemberg noch immer stark radioaktiv belastet. Fleisch von Wildschweinen im Kreis Biberach weist mehr als das zwanzigfache der erlaubten Strahlung auf. Zulässig sind 600 Becquerel pro Kilogramm Fleisch. In Südwestdeutschland überschritten durchschnittlich 30 Prozent der Proben diesen Wert. Im Schwarzwald-Baar-Kreis waren es sogar 70 Prozent der Proben.

Über ihr natürliches Futter wie Waldfrüchte und Pilze nehmen die Tiere Cäsium-137 auf, dessen Strahlung auch für den Menschen gefährlich ist. Seine Halbwertzeit beträgt rund 30 Jahre, so dass die Schweine noch lange in den Sondermüll statt auf den Teller kommen werden. In Japan spielt sich seit Fukushima das Gleiche ab.

Bild Algy o’Connell

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