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	<title>Deli Dauerdienst &#187; Wein</title>
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	<description>Berliner Hausmannskost</description>
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		<title>K&#228;sefondue</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Nov 2009 11:44:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Berchem</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezepte]]></category>
		<category><![CDATA[Vegetarisch]]></category>
		<category><![CDATA[Übersicht]]></category>
		<category><![CDATA[Käse]]></category>
		<category><![CDATA[Wein]]></category>

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		<description><![CDATA[[inspic=124,right,thumb]Auf den Pf&#252;tzen perlt der Regen. Autos rauschen durch das fahle Licht kurzer Tage. Es ist fast Winter in Berlin. Um von dieser leblosen Tristesse nicht vollends niedergestreckt  zu werden, muss man sich zu helfen wissen. Die einen fahren nach Bad Saarow…]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<img src="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/uploads/2009/11/kaesefondue.jpg" alt="Fondue" title="Fondue" width="430" height="283" class="alignleft size-full wp-image-991" /></p>
<h6>Bild DD</h6>
<h1>K&#228;sefondue</h1>
<p><strong>In den See, mit einem Gewicht an den F&#252;&#223;en! K&#228;sefondue ist die klebrige, alkoholhaltige Ausgleich f&#252;r dunkle Winterabende und kalte F&#252;&#223;e. Aber Vorsicht, bei der Bedienung gibt es T&#252;cken!</strong></p>
<p><dc>A</dc>uf den Pf&#252;tzen perlt der Regen. Autos rauschen durch das fahle Licht kurzer Tage. Es ist fast Winter in Berlin. Um von dieser leblosen Tristesse nicht vollends niedergestreckt  zu werden, muss man sich zu helfen wissen. Die einen fahren nach <a href="http://www.bad-saarow.de/">Bad Saarow</a> in die Therme, andere gehen aufs <a href="http://www.arena-berlin.de/badeschiff.aspx">Badeschiff</a>, wo es jetzt auch wieder eine Sauna gibt. Unsere eigene Antwort besteht aus einer geballten Portion Schweizer Gem&#252;tlichkeit, die uns durch den Sp&#228;therbst helfen wird.</p>
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<p>Die Idee ist schlicht und deshalb umso bestechender. Man nehme eine ordentliche Portion K&#228;se, zerkleinere ihn und versetze ihn mit einem feinherben Wei&#223;wein (und etwas St&#228;rke, damit die Konsistenz stimmt), bringe das Ganze zum Schmelzen und tauche dann mit einer langen Gabel frische Wei&#223;brotw&#252;rfel hinein. Dabei trinkt und redet es sich wie von allein. Das w&#228;rmt die Seele und liefert Energie (und Kalorien) f&#252;r viele kalte Tage.</p>
<p><em>La Fondue</em> hat sich in kurzer Zeit zu einem schweizerischen Nationalgericht entwickelt. &#220;ber die Urheberschaft streiten sich die Eidgenossen mit den Franzosen, doch seit das Rezept in den 50er-Jahren in einem Truppenkochbuch auftauchte, gibt es in jedem Haushalt neben dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sturmgewehr_90">Sturmgewehr</a> auch ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Caquelon">Caquelon</a>, den typischen Steinguttopf, in dem die Fondue zubereitet wird. Je nach Region benutzt man heute verschiedene K&#228;sesorten, vom echten Emmentaler, &#252;ber Comté und Beaufort bis zum Appenzeller reichen die Rezepte.</p>
<p>Die Grundlage f&#252;r unsere Fondue ist die klassische Mischung <em>moitié-moitié</em>, bei der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vacherin_Fribourgeois">Freiburger Vacherin</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Greyerzer">Greyerzer</a> zu gleichen Teilen vermischt werden. Pro Esser rechnet man mit 200 Gramm K&#228;se. Er wird ohne Rinde fein zerkleinert und mit Wei&#223;wein und Speisest&#228;rke vermischt. Es empfiehlt sich ein trockener, mineralischer Wein, wie der schweizerische Fendant oder ein fr&#228;nkischer Silvaner. Auf je 200 Gramm K&#228;se kommen 150ml Wein und ein geh&#228;ufter Teel&#246;ffel St&#228;rke f&#252;r die Bindung. Die Mischung wird im Topf mit schwarzem Pfeffer und einer feingehackten Knoblauchzehe erg&#228;nzt und auf dem Herd zum Schmelzen gebracht. Auf dem Tisch steht ein Rechaud oder St&#246;vchen, auf die Mischung danach warm und fl&#252;ssig gehalten wird. </p>
<p>Wer m&#246;chte, tunkt seine Wei&#223;brotw&#252;rfel in ein Gl&#228;schen mit Obstler, bevor er es in den K&#228;se taucht. Doch man sollte sich vorsehen: Der Alkohol im K&#228;se gelangt zu einem gro&#223;en Anteil ins Blut, statt wie bei vielen anderen Speisen schon beim Kochen zu verdunsten. Im Comic f&#252;hrt das immerhin dazu, dass Obelix im Vollrausch &#252;ber die Alpen getragen werden muss. Aus dem Band <a href="http://www.hotzesworld.de/FLO/BA-Alpen/in-den-See.jpg">Asterix bei den Schweizern</a> stammt auch das Reglement f&#252;r die Fondue-S&#252;nde schlechthin: Wer zum ersten Mal sein Brot im K&#228;se verliert, riskiert f&#252;nf Stockschl&#228;ge, beim zweiten Mal setzt es zwanzig Peitschenhiebe und beim dritten Mal geht es mit einem Gewicht an den F&#252;&#223;en in den Genfer See. Im Gegensatz zum Kochrezept werden diese Anweisungen heute nicht mehr angewendet.</p>
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		<title>Alter Rotwein</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Nov 2009 08:04:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Berchem</dc:creator>
				<category><![CDATA[Produkte]]></category>
		<category><![CDATA[Übersicht]]></category>
		<category><![CDATA[Rotwein]]></category>
		<category><![CDATA[Wein]]></category>

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		<description><![CDATA[[inspic=117,right,thumb]m Gegensatz zu Long Island Ice Tea, Apfelsaft oder Mezzo Mix, wird Wein h&#228;ufig besungen, und daf&#252;r gibt es gute Gr&#252;nde. Wein ist sanft und aromatisch, er klebt nicht und er sagt auch nicht "Du h&#228;ttest es besser wissen m&#252;ssen" – wie der letzte J&#228;germeister vor dem Nachhauseweg. Man …]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<img src="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/uploads/2009/11/rotwein.jpg" alt="rotwein" title="rotwein" width="430" height="318" class="alignnone size-full wp-image-866" /></p>
<h6>Bild ddd</h6>
<h1>Alter Rotwein</h1>
<p>
<strong>Auch die sp&#228;ten Jahre halten manche Freude f&#252;r uns bereit. Andererseits ist auch beim Rotwein alt nicht gleichbedeutend mit gut. Es kommt darauf an, wie er sich gehalten hat.</strong>
</p>
<p>
<dc>I</dc>m Gegensatz zu Long Island Ice Tea, Apfelsaft oder Mezzo Mix, wird Wein h&#228;ufig besungen, und daf&#252;r gibt es gute Gr&#252;nde. Wein ist sanft und aromatisch, er klebt nicht und er sagt auch nicht &#8220;Du h&#228;ttest es besser wissen m&#252;ssen&#8221; – wie der letzte J&#228;germeister vor dem Nachhauseweg. Man muss nicht Wilhelm Busch sein, um zu wissen, dass ein sch&#246;nes Fl&#228;schchen f&#252;r viele irdische Unzul&#228;nglichkeiten durch Wirkung und Geschmack entsch&#228;digt.
</p>
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<p>
Bei der Wahl des Getr&#228;nks spielt es zun&#228;chst keine Rolle, ob ein italienischer Tischwein oder ein feiner Tropfen aus dem Burgund auf dem Tisch steht. Solange die Weine ehrlich hergestellt werden und trinkbar sind, ist alles in Ordnung. Leider gilt das f&#252;r viele Weine nicht, allen voran die g&#252;nstigen Flaschen aus dem Discounter. Man merkt das oft daran, dass ein Wein eine Woche ge&#246;ffnet in der WG herumsteht und danach immer noch o.k. ist. Jeder richtige Wein w&#228;re l&#228;ngst sauer geworden, aber in der Industrie gelten andere Gesetze.
</p>
<p>
In vielen Gro&#223;kellereien wird, wie in einer Erd&#246;lraffinerie, solange gepanscht, verschnitten, geschwefelt und gezuckert, bis der Wein die popul&#228;re S&#252;ffigkeit und zus&#228;tzlich ein, zwei pr&#228;gnante Aromen inne hat. Das f&#228;llt bei der ersten Verkostung vielleicht noch angenehm auf, doch wer die gleiche Sorte ein weiteres Mal nach Hause tr&#228;gt, wird feststellen, dass es sich mit diesen Weinen verh&#228;lt, wie mit Nescafé: Egal, was man damit anstellt, wo, wann und wie man ihn zu sich nimmt – er schmeckt immer gleich. Dass damit nichts von dem &#252;brig bleibt, woraus der Wein gewachsen ist, aus dem Klima, dem Boden, der Traube und der Tradition des Winzers, ist dabei sogar gew&#252;nscht. Am Ende trinkt man einen langweiligen Micky-Maus-Wein, der ein bisschen nach Kirschen oder Brombeeren duftet.
</p>
<p>
Billiger Wein wird billig schmecken, aber auch Wasser kostet wenig, und die meisten Menschen trinken es t&#228;glich. Also muss man schauen, was man da zu sich nimmt und auch f&#252;r den billigen Wein nach kleinen Gesch&#228;ften suchen. Dort wird man vielleicht eine Vorstellung davon bekommen, was einen Wein wirklich ausmacht. Um einen leckeren und harmonischen Wein herzustellen, braucht es das Handwerk des Kellermeisters und seine besten Trauben. Je teurer der Wein, desto raffinierter die Strukturen, der Duft, der Trinkgeschmack und der Nachhall, der sich noch im Mund bewegt, w&#228;hrend der Wein selbst l&#228;ngst die Kehle hinter sich hat. Guter Wein kann die gleiche tiefe Freude bereiten, wie eine Ausstellung von Richard Avedon oder ein Konzert von The Whitest Boy Alive.
</p>
<p>
Und dann ist da noch das Spiel mit dem Alter. W&#228;hrend die meisten Weine besser fr&#252;her als sp&#228;ter getrunken werden sollten, gibt es doch Perlen, denen zwanzig und mehr Jahre nichts auszumachen scheinen. Der Wein auf dem Foto war ein Argentinier von 1972. Dass er noch trinkbar war, ist bei diesem Alter nicht selbstverst&#228;ndlich. Der erste Geschmack war m&#228;&#223;ig. Sein R&#252;cken war schon leicht gebeugt und die jugendliche Frische hatte er l&#228;ngst verloren. Doch die alten Anekdoten kannte er noch, und einen Tag sp&#228;ter, bei der zweiten Ann&#228;herung, hatte er sich pl&#246;tzlich ver&#228;ndert. An der Luft war er noch einmal zur&#252;ckgekommen und schmeckte jetzt leicht, w&#252;rzig und angenehm. Ein echtes Geschenk f&#252;r mich und eine wahre Freude.</p>
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		<title>Der Wein zum Fest</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Jan 2008 10:55:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Berchem</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Übersicht]]></category>
		<category><![CDATA[Wein]]></category>

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		<description><![CDATA[[inspic=45,right,thumb]Die Feiertage liegen nun hinter uns. F&#252;r die meisten Leser, und so auch f&#252;r mich selbst, sind sie das gro&#223;e Jahresfest des Fressens. Nicht umsonst steigen die Preise f&#252;r Delikatessen auf den Wochenm&#228;rkten ab Mitte Dezember deutlich an. Stopfleber, Tr&#252;ffel, feiner Schinken, Rinderfilet, Austern …]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<img src="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/uploads/2008/01/giscours_1964.jpg" alt="Chateau Giscours 1964" /></p>
<p style="text-align: right"> Bild: <a href="http://www.kosmos-happa-happa.de">KHH</a></p>
<p>
Die Feiertage liegen nun hinter uns. F&#252;r die meisten Leser, und so auch f&#252;r mich selbst, sind sie das gro&#223;e Jahresfest des Fressens. Nicht umsonst steigen die Preise f&#252;r Delikatessen auf den Wochenm&#228;rkten ab Mitte Dezember deutlich an. Stopfleber, Tr&#252;ffel, feiner Schinken, Rinderfilet, Austern und Bresseh&#252;hner werden so begierig aufgekauft, wie sonst nie im Jahresverlauf.
</p>
<p>
Es ist eine Freude, zu dieser Gelegenheit auf einen gro&#223;en Weinkeller zugreifen zu k&#246;nnen, in dem Bordeaux&#8217; aus vier Jahrzehnten liegen. An Heiligabend sch&#246;pften wir aus dem Vollen: Chateau Giscours 1964. Die Fachliteratur bereitete uns auf einen Hochgenuss vor, doch die Spannung, beim &#214;ffnen von so alten Weinen l&#228;sst sich auch durch die Lekt&#252;re von Parker und Co. nicht mindern.
</p>
<p>
Der erste Augenblick beim &#214;ffnen der Flasche war ein Schock. Der Korken zerbr&#246;selte schon beim vorsichtigen Versuch ihn heraus zu ziehen. In der Mitte klaffte ein Loch, und drum herum sa&#223; der Verschluss so fest wie eh und je. Doch auch wenn es sich um edle, feinf&#252;hlige Tropfen handelt, sind sie doch robuster als man gemeinhin annimmt. Schlimm w&#228;re es gewesen, wenn der Korken schon w&#228;hrend der Lagerung seinen Dienst versagt h&#228;tte – dann w&#228;re Sauerstoff an die Flasche gekommen, der Wein w&#228;re zu Essig geworden.
</p>
<p>
Was nun folgte wird man sicher in keinem Handbuch f&#252;r Sommeliers entdecken, es hat uns aber eine kostbare Flasche gerettet. Ich fummelte zun&#228;chst den Korken ganz heraus und goss dann den gesamten Inhalt in ein Literma&#223;. Dann sp&#252;lte ich die Flasche gut aus und lie&#223; sie abtropfen. Als das geschehen war, goss ich den Wein, der inzwischen sicherlich mehr als genug Zeit zum Atmen hatte, mittels eines Trichters und eines Siebs in die alte Flasche zur&#252;ck.
</p>
<p>
Der Duft, den der Wein bei dieser Aktion verstr&#246;mte, stimmte hoffnungsfroh – eine frische Weinnote, als w&#228;re es ein junger Italiener und eine s&#252;&#223;e Tiefe, wie von einem frischen Obstkorb. Ein Volltreffer. Wir stellten den Wein beiseite und lie&#223;en ihn noch einmal zur Ruhe kommen, bis er nach der Bescherung seinen gro&#223;en Auftritt hatte. Dazu gab es &#252;brigens eine gemischtes Fondue, von dem ich vielleicht sp&#228;ter berichten werde.</p>
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