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	<title>DeliDauerDienst &#187; TV</title>
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	<description>Delikat essen in Berlin und anderswo</description>
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		<title>We feed the world</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Sep 2007 07:42:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[inspic=52,right,thumb]Ich bin mal wieder sp&#228;t dran, klar. Ich bespreche den Film trotzdem, denn hier geht es nicht um aktuelle Unterhaltung. “We Feed The World” erz&#228;hlt von den Merkw&#252;rdigkeiten der globalen Lebensmittelindustrie. Was der Film in 93 Minuten beschreibt, macht …]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<img src="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/uploads/2007/10/nestle.jpg" alt="We Feed The World" />
<p style="text-align: right"> Bild: <a href="http://www.allegrofilm.at/">allegrofilm</a></p>
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Ich bin mal wieder sp&#228;t dran, klar. Ich bespreche den Film trotzdem, denn hier geht es nicht um aktuelle Unterhaltung. “We Feed The World” erz&#228;hlt von den Merkw&#252;rdigkeiten der globalen Lebensmittelindustrie. Was der Film in 93 Minuten beschreibt, macht stutzig, treibt den Appetit aus und f&#252;hrt leider trotzdem nicht dazu, dass wir unsere Essgewohnheiten sofort sp&#252;rbar &#228;ndern. Langsam, ganz langsam – aber daf&#252;r dauerhaft – wandelt sich das Bewusstsein der Konsumenten.
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Weltweit sieht die Nahrungsmittelproduktion nach wie vor alles andere als idyllisch aus. Fisch-Trawler r&#228;umen die Weltmeere leer, von der irischen See, bis zu den K&#252;sten Afrikas und der Antarktis; in Brasilien wird der Regenwald abgeholzt, damit Soya-Felder angelegt werden; in Spanien wird das Wasser knapp, damit wir geschmacklose Einheitstomaten kaufen k&#246;nnen; in den Schwellenl&#228;ndern vernichtet die Saatgut-Industrie traditionelle Strukturen und treibt die lokalen Bauern in die wirtschaftliche Abh&#228;ngigkeit. Das alles sieht man gut belegt in dem Film des &#246;sterreichischen Erwin Wagenhofer.
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Am Ende l&#228;cheln Menschen wie der Nestlé-Chef Peter Brabeck-Letmathe und weisen die Verantwortung f&#252;r soziale Konflikte weit von sich. Trinkwasser m&#252;sse zum Wirtschaftsgut werden, sagt er. Menschen, die es sich nicht leisten k&#246;nnen, sollten vom Staat in die Lage versetzt werden, es zu kaufen. Mit den Feinheiten seiner Idee besch&#228;ftigt er sich nicht und ein Menschenrecht auf Trinkwasser h&#228;lt er f&#252;r abwegig.
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<p>
All das, was die Industrien mit minimalem Menschen-Aufwand produzieren, hat l&#228;ngst sein Aroma und seine Eigenheit verloren. Alles schmeckt gleich. Gleich fad. Die Tomaten sehnen sich nach Erde, statt nach Steinwolle, die industrielle Befischung zerst&#246;rt den Fisch, den wir essen, noch bevor er an Bord gehievt wird, das Gem&#252;se, das wir heute kaufen und f&#252;r unser Schweinefutter hungern Brasilianer.
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<p>
Doch der Samen f&#252;r eine Ver&#228;nderung ist gesetzt. Es gibt Bio-Fleisch und Slow-Food, den Manufactum-Wurst-Versand und den Gem&#252;sebauern auf dem Markt. Es gibt Terroir-Weine und Vollkornbrot aus dem Holzofen. Es geht nicht nur um Politik, sondern auch um den Genuss einer heilen Welt, um den Geschmack des gesunden Menschenverstandes.</p>
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		<title>Schmutzige Schnitzelk&#252;che</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Sep 2007 23:40:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Außer Haus]]></category>
		<category><![CDATA[Schnitzel]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich gebe es gerne zu, ich schaue nachts bis in die Puppen Fernsehen. Mir ist bewusst, dass das Medium einen schlechten Leumund hat, doch das schreckt mich nicht. Andere Leute kommen nicht von den Zigaretten los, auch zu dieser Gruppe geh&#246;re ich leider, doch mein wahres Laster ist die Glotze.


Weil ich mich nicht gerne sch&#228;me, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>
Ich gebe es gerne zu, ich schaue nachts bis in die Puppen Fernsehen. Mir ist bewusst, dass das Medium einen schlechten Leumund hat, doch das schreckt mich nicht. Andere Leute kommen nicht von den Zigaretten los, auch zu dieser Gruppe geh&#246;re ich leider, doch mein wahres Laster ist die Glotze.
</p>
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Weil ich mich nicht gerne sch&#228;me, fallen f&#252;r mich Gerichts-Sendungen, Partnertausch-Shows und Big-Brother-Formate in der Regel aus. Anders heute Nacht: Es ist ungef&#228;hr 3 Uhr. W&#228;hrend ich mich hin und her w&#228;lze erwische ich pl&#246;tzlich auf RTL die Wiederholung einer Wiederholung von &#8220;Der Restaurant-Tester&#8221;. Hier konfrontiert der Hamburger Koch Thomas Rach Gastst&#228;ttenbesitzer mit der der bitteren Pille Wahrheit. &#8220;Das ist ja ekelerregend&#8221; sagt Rach zum Beispiel, ganz zurecht. Ich sch&#228;me mich f&#252;r mit.
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Der Wirt hat es nicht anders gewollt. Er hat Rach gerufen um das Restaurant auf Vordermann zu bringen. Keine leichte Aufgabe: Er schwitzt beim kochen, als ginge es um sein Leben. Im Gastraum gibt es weder Tageslicht noch frische Luft. Der Kellner ist des interessiert, genervt und &#252;berfordert, und auf den Tischen liegen Kr&#252;mmel vom letzten Jahr. Die Gastst&#228;tte ist die altdeutsche H&#246;lle: H&#228;sslichkeit hat hier System, begleitet von Lieblosigkeit, Ahnungslosigkeit, Furcht vor Ver&#228;nderung, Morbidit&#228;t und Dosenfra&#223;.
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Durch einen gemeinsamen Kurz-Besuch in Wien gelingt es Rach, dem Wirt zu zeigen, wie gute Schnitzel schmecken k&#246;nnen. Und obwohl man zun&#228;chst nichts bemerkt, geht ihm Wirt doch ein Licht auf. Es folgen noch Menge R&#252;ckschl&#228;ge, doch der Wirt beginnt langsam zu verstehen, was kochen bedeutet, dass der Gast Qualit&#228;t und Frische sp&#252;rt, ob er etwas vom Essen versteht oder nicht.
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Am Ende sieht die Pinte zwar immer noch unheimlich aus, doch hat sich etwas ver&#228;ndert. Der Wirt hat verstanden, worum es geht. Die Schnitzel werden geklopft, von Hand paniert und kurz ausgebacken, der Salat auf dem Buffet ist frisch, und der Wirt tr&#228;gt mit Stolz eine Kochjacke statt eines versifften T-Shirts. Vielleicht schaut er jetzt auch mal in ein Kochbuch. Mutig, was Rach da macht. Das ist Arbeit an der Basis. Der Mann leistet was, wenn auch mit Hilfe eines traurigen Reality-Formats.</p>
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