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	<title>DeliDauerDienst &#187; Pasta</title>
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	<description>Delikat essen in Berlin und anderswo</description>
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		<title>Ravioli Selbstgemacht</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Apr 2009 11:36:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[inspic=109,right,thumb]Auch Atheisten sollen an Ostern das Fasten brechen. Nach elf Tagen Gem&#252;sebr&#252;he und mit f&#252;nf Kilo verbranntem K&#246;rperfett war meine erste vorsichtige Mahlzeit kein Festmahl, sondern nur eine bescheidene Sch&#252;ssel Reis mit Joghurt und etwas Salz. Das war trotzdem …]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<img src="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/uploads/2009/04/ravioli.jpg" alt="Ravioli" title="Ravioli" width="430" height="302" class="alignnone size-full wp-image-422" /></p>
<p style="text-align: right"><font size="-2">Foto DDD</font></p>
<p>
Auch Atheisten sollen an Ostern das Fasten brechen. Nach elf Tagen Gem&#252;sebr&#252;he und mit f&#252;nf Kilo verbranntem K&#246;rperfett war meine erste vorsichtige Mahlzeit kein Festmahl, sondern nur eine bescheidene Sch&#252;ssel Reis mit Joghurt und etwas Salz. Das war trotzdem ein guter Einstand und der Verdauungstrakt bewies VW-K&#228;fer-Qualit&#228;ten.
</p>
<p>
Nach dem ersten Hei&#223;hunger, widme ich mich inzwischen wieder der Kochkunst. Und obwohl ich zwei Wochen lang fast ausschlie&#223;lich Minestrone essen musste, geht es jetzt schon wieder um ein italienisches Gericht. Und zwar Ravioli, die ich mit verschiedenen Farcen f&#252;llen werde. Im Nachbarhaus im f&#252;nften Stock steht eine Nudelmaschine und ich leihe sie mir, um das endlich einmal ausprobieren.
</p>
<p>
&#8220;Total einfach&#8221;, sagen sie. &#8220;Nudeln selbst zu machen ist total einfach.&#8221; Das kommt mir komisch vor. Total einfach und total lecker kann es nicht sein, denn sonst w&#252;rden es die Leute ja jeden Tag machen. Tun sie aber nicht. Also woran liegt&#8217;s? Es liegt daran, dass es Arbeit ist. Zwei Stunden braucht man daf&#252;r schon. Und der Beauftragte f&#252;r Arbeitsschutz  in der Betriebskantine w&#252;rde die H&#228;nde &#252;berm Kopf zusammenschlagen, denn der Fu&#223;boden wird durch Mehl und Teigreste ziemlich rutschig.
</p>
<p>
Doch die Ferkelei lohnt sich. Nicht zuletzt, weil man mit einem simplen Grundrezept hunderte von Gerichten zubereiten kann. Fangen wir also mit dem Teig an. F&#252;r drei bis vier Personen brauche ich drei Eier, 350 Gramm Mehl, zwei Prisen Salz und einen Spritzer Oliven&#246;l. Die Zutaten sollen sich zu einem geschmeidigen und festen Teig verbinden, das kann schonmal zwanzig Minuten dauern und geht in die Handgelenke. Falls der Teig sich auch nach geduldigem Kneten nicht verbinden will, mache ich meine H&#228;nde nass und knete weiter. Am Ende habe ich so vielleicht 50 ml Wasser hinzugegeben.
</p>
<p>
Ist der Teig fertig, lagere ich ihn unter einem feuchten Tuch und k&#252;mmere mich um die F&#252;llungen f&#252;r meine Raviolis. Daf&#252;r r&#246;ste ich Sonnenblumenkerne vorsichtig in einer Pfanne, bis sie langsam braun werden. Dann hacke ich einige getrocknete Tomaten, die ich vorher lange in warmes Wasser gelegt habe und gebe sie dazu. Diese Tomaten sind vorher so trocken wie Bananenchips. Man findet sie von Zeit zu Zeit im Supermarkt. Sie sind fast ungenie&#223;bar, wenn man sie vor dem Gebrauch nicht w&#228;ssert.
</p>
<p>
Beides knistert und dampft jetzt f&#252;r ein paar Minuten in der Pfanne. Derweil zerbr&#246;sele ich etwas Schafs-Feta in einer Sch&#252;ssel. Die Sonnenblumenkerne mit den Tomaten hacke ich noch gr&#252;ndlich durch, bevor ich sie dazu gebe und dann kommt der P&#252;rierstab zum Einsatz. Es ist f&#252;r ihn harte Arbeit, und nun freut man sich dar&#252;ber, dass man Qualit&#228;t gekauft hat. Schluckweise gebe ich noch etwas Wasser dazu, und schmecke dabei mit Salz, schwarzem Pfeffer und Chilipfeffer ab und stelle das ganze dann bei Seite.
</p>
<p>
Die zweite Farce ich wesentlich einfacher. Daf&#252;r mische ich 250 Gramm Ricotta mit sechs gehackten Sardellen und zwei Handvoll getrockneten Pilzen, die ich – genau wie die Tomaten – vor dem Gebrauch ausgiebig gew&#228;ssert und anschlie&#223;end sehr fein gehackt habe. Diese wenigen Zutaten ergeben mit etwas Salz und Pfeffer eine herrlich aromatische Creme, die ich am liebsten sofort auf einer Scheibe Toast verteilen w&#252;rde, um sie sofort zu essen.
</p>
<p>
Mit Hilfe der Nudelmaschine muss nun noch der Teig gewalzt werden, was leichter ist als man denkt. Man f&#228;ngt auf der gr&#246;bsten Stufe an und steigert sich schrittweise bis zur vorletzten. Der Teig darf nicht zu d&#252;nn sein, damit er bei der Verarbeitung zu den Raviolis nicht rei&#223;t. Die langen Teigmatten legt man in &#252;ber die Ravioliform und f&#252;llt die Einkerbungen mit den Farcen. Zuletzt kommt eine zweite Teigschicht oben dr&#252;ber und mit Hilfe eins Nudelholzes werden die Taschen nun verschlossen.
</p>
<p>
Im kochenden Salzwasser sind sie nach drei bis vier Minuten gar. Viel mehr als ein bisschen zerlassene Butter braucht es dazu nicht, denn alles andere w&#252;rde den Ravioli die Schau stehlen.</p>
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		<title>Kein Kinderkram</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Apr 2008 16:46:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[inspic=83,right,thumb]Wer "Nudeln mit Tomatenso&#223;e" als Lieblingsgericht angibt, outet sich mitunter Gastro-Banause, als einer, der eine G&#228;nseleber oder einen frischen Fisch ignoriert und Currywurst vorzieht. Banaler geht es nicht. Nudeln mit Tomatenso&#223;e  …]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<img src='http://www.delidauerdienst.de/wp-content/uploads/2008/04/tomatensosse.jpg' alt='Nudeln mit Tomatensosse' /></p>
<p>
Wer &#8220;Nudeln mit Tomatenso&#223;e&#8221; als Lieblingsgericht angibt, outet sich mitunter Gastro-Banause, als einer, der eine G&#228;nseleber oder einen frischen Fisch ignoriert und Currywurst vorzieht. Banaler geht es nicht. Nudeln mit Tomatenso&#223;e sind synonym f&#252;r Sattmacher,  Billigessen, T&#252;tenfra&#223; oder &#8220;Mama ist nicht zuhause, aber irgendwie m&#252;ssen wir die Kinder satt kriegen&#8221;.
</p>
<p>
Nun, es geht auch anders. Die Neapolitaner hatten sicherlich nicht unser Prollofutter im Sinn, als sie ihre Spaghetti Napoli erdachten. Die Variation, die es bei mir heute gibt, ist wiederum nicht mit der s&#252;ditalienischen Spezialit&#228;t identisch, aber durchaus lecker. Und allemal besser als all das, was es unter diesem Titel sonst so gibt.
</p>
<p>
F&#252;r die So&#223;e beginne ich mit der obligatorischen Zwiebel, die ich sch&#228;le und in kleine W&#252;rfel hacke und zusammen mit einer gehackten Knoblauchzehe in Oliven&#246;l and&#252;nste. Dazu gebe ich au&#223;erdem schon zwei Lorbeerbl&#228;tter. Je fr&#252;her sie im Essen sind, desto besser, denn sie brauchen eine Weile, bis sie ihr duftig-fruchtiges Aroma abgeben.
</p>
<p>
Nun sch&#228;le ich einige Tomaten mit einem Sparsch&#228;ler. Das setzt voraus, dass die Tomaten drall und frisch sind, und der Sch&#228;ler sehr scharf (also neu) ist. Wenn das nicht geht, muss man die Tomaten mit kochendem Wasser &#252;berbr&#252;hen und dann die Haut abziehen. Das Ergebnis ist das gleiche, n&#228;mlich das pure Tomatenfleisch. Den Kernsaft lasse ich drin, denn er ist meiner So&#223;e nicht abtr&#228;glich.
</p>
<p>
Ich w&#252;rfele die gesch&#228;lten Tomaten und gebe sie in den Topf zu den Zwiebeln. Nun mache ich etwas, dass ich bisher noch nirgends gelesen habe: Ich m&#246;rsere einige Wacholderbeeren und gebe sie auch hinein. Wie der Lorbeer geben sie der So&#223;e eine sch&#246;ne Fruchtigkeit. Das ganze muss nun einige Minuten k&#246;cheln. W&#228;hrenddessen gebe ich etwas Zucker, Tomatenmark, schwarzen Pfeffer aus der M&#252;hle und einen guten Schluck Wasser dazu.
</p>
<p>
Man sieht schon, dass das eine gute So&#223;e ist. Die Konsistenz stimmt und die Farbe ist super. So thront sie leuchtend auf den Nudeln. Der Geschmack setzt dem ganzen die Krone auf. Die So&#223;e ist nicht zu sauer, nicht zu lasch, nicht zu w&#228;ssrig, und auch nicht zu w&#252;rzig, sondern ausgewogen und fruchtig. Sie schmeckt so gut, dass ich den geriebenen Parmesan eigentlich gar nicht brauche. Ich streue nur noch etwas frischen Pfeffer aus der M&#252;hle dar&#252;ber, dann ist das Essen fertig. Einfach yummie, Kinder.</p>
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		<title>Pasta Saltimbocca</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Mar 2008 07:07:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezepte]]></category>
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		<description><![CDATA[[inspic=74,right,thumb]Salbei kennt jeder als Hustenmedizin und &#252;berall, wo gro&#223;e Chorwerke wie die Johannespassion oder Mozarts Requiem zum Besten gegeben werden, steckt in mindestens einer Tasche eine T&#252;te Salbeibonbons von der alle S&#228;nger dankbar naschen. Salbei hat eine …]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<img src="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/uploads/2008/03/pasta-saltimbocca.jpg" alt="Pasta Saltimbocca" /></p>
<p>
&#220;berall dort, wo die Johannespassion oder Mozarts Requiem zum Besten gegeben werden, steckt in mindestens einer Tasche eine T&#252;te Salbeibonbons aus der die S&#228;nger dankbar naschen. Salbei hat eine heilende Wirkung, wie auch der Wortstamm verr&#228;t: Salve, Heil. Dass man dieses pelzige Kraut auch zum Kochen benutzen kann, weiss man in Italien schon lange. Hier jedoch hat sich diese Erkenntnis noch nicht so recht durchgesetzt.
</p>
<p>
Wer &#8220;Saltimbocca&#8221; kennt, die zarten Rouladen aus Kalbfleisch mit Schinken und Zitrone, der wei&#223; welch herrlichen Geschmack der Salbei entwickeln kann – voraus gesetzt, man geht vorsichtig mit ihm um und stellt ihm ein paar Begleiter zur Seite. Da ich heute den Aufwand scheute und auch das Geld f&#252;r Kalbsschnitzel nicht ausgeben wollte, habe ich mich f&#252;r eine Abwandlung entschieden, die aber kaum weniger schmackhaft ist, wenn auch weniger anspruchsvoll bei der Zubereitung und beim Verzehr. Es gibt Pasta Saltimbocca.
</p>
<p>
Zun&#228;chst bereite ich alles vor, w&#228;hrend hinten auf dem Herd schon das gesalzene Nudelwasser hei&#223; wird. Zwei ordentliche H&#252;hnerbr&#252;ste schneide ich quer in m&#246;glichst d&#252;nne Scheiben. Guten luftgetrockneten Schinken, vier oder f&#252;nf Scheiben, schneide ich in Streifen. Eine Knoblauchzehe w&#252;rfele ich in stecknadelkopfgro&#223;e St&#252;cke und etwa ein Dutzend frische Salbei-Bl&#228;tter hacke ich grob. Das alles bewahre ich in kleinen H&#228;ufchen auf meinem gro&#223;en Holzbrett auf.
</p>
<p>
Als das Nudelwasser kocht gebe ich einen Spritzer &#214;l und die Pasta hinein. Das k&#246;nnen Linguine oder Spaghetti sein, also nicht zu grobe und nicht zu feine Nudeln. In einem weiteren Topf habe ich inzwischen auf 3/4 Hitze einen ordentlichen Stich Butter zerlassen und gebe das H&#252;hnchenfleisch in das schaumige Fett. Ich wende es schnell und passe vielleicht die Temperatur an: Wenn das Fleisch und die Butter braun werden, dann ziehe ich den Topf kurz von der Flamme und warte einen Augenblick, bis sich das Schauspiel beruhigt hat. Das Fleisch soll eher gar ziehen als zu braten.
</p>
<p>
Nach ein oder zwei Minuten geben ich alle anderen Zutaten hinzu: den Knoblauch, die Salbeibl&#228;tter und den Schinken, au&#223;erdem einen kr&#228;ftigen Spritzer Zitronensaft, schwarzen Pfeffer aus der M&#252;hle und etwas Salz. Ich vermische alles gr&#252;ndlich bis es Fahrt aufgenommen hat. Dann schalte ich die Platte ab, verschlie&#223;e den Topf mit einem Deckel und lasse den Sud solange ziehen bis die Nudeln soweit sind. Am Ende sollten die d&#252;nnen Fleischscheiben gar aber butterzart sein. Der Schinken ist nun tr&#252;b geworden, hat aber nicht so lange gekocht als das er seinen Charakter verloren h&#228;tte. Am Topfboden hat sich ein wunderbarer Sud gebildet, den ich nun noch mit einem ordentlichen Schuss Oliven&#246;l aufwerte.
</p>
<p>
Die Nudeln sind inzwischen fertig. Dass ich sie abgie&#223;e und zur&#252;ck in den Topf verfrachte, muss ich niemandem sagen. Von dort heben ich so viel davon wie meine So&#223;e vertragen kann in den anderen Topf und vermische alles einmal gr&#252;ndlich. In meinem Fall hei&#223;t das, dass ich einige Nudeln unbeachtet f&#252;r sp&#228;ter stehen lasse, denn es w&#228;re zu schade, wenn man die So&#223;e vor lauter Nudeln auf dem Teller nicht mehr finden w&#252;rde. Dann richte ich die Portionen an und achte darauf, dass die Mischung stimmt. Genug Fleisch? Genug Schinken? Ein Raunen geht durch die Wohnung. Saltimbocca hei&#223;t auf italienisch &#8220;Spring in den Mund&#8221;. Hopp hopp. Etwas Parmesan dar&#252;ber und rein damit.</p>
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		<title>Pappa E Ciccia, Berlin</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Feb 2008 09:49:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Außer Haus]]></category>
		<category><![CDATA[Antipasti]]></category>
		<category><![CDATA[Pasta]]></category>

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		<description><![CDATA[[inspic=54,right,thumb]"Schmeckt besser als es aussieht!" Es ist nicht das erste Mal an diesem Abend, dass uns die Kellnerin mit einer spr&#246;den Ansage &#252;berrascht. Diesmal ist der Grund, dass die "Panna Cotta zusammengefallen ist" – "weil zuviel Sahne drin ist". Die Kellnerin …]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<img src="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/uploads/2008/02/pappa.jpg" alt="Pappa E Ciccia, Berlin" /></p>
<p style="text-align: right"> Bild: <a href="http://www.flickr.com/photos/timlawrenz/">Tim Lawrenz</a>
</p>
<p>&#8220;Schmeckt besser als es aussieht!&#8221; Es ist nicht das erste Mal an diesem Abend, dass uns die Kellnerin mit einer spr&#246;den Ansage &#252;berrascht. Diesmal ist der Grund, dass die &#8220;Panna Cotta zusammengefallen ist&#8221; – &#8220;weil zuviel Sahne drin ist&#8221;. Die Kellnerin hat Recht behalten, und trotzdem denken wir uns, dass es h&#228;tte anders laufen m&#252;ssen.</p>
<p>
Wir wurden mit einem Grappa entsch&#228;digt, der schlechtesten aller Alternativen. Da h&#228;tte sie uns lieber ein anderes Dessert anbieten sollen, uns ein wenig warten lassen k&#246;nnen, bis das Problem mit der Panna Cotta behoben ist oder mit ein paar freundlichen Worten die Schuld auf den Azubi schieben. So war es wie in einer WG-K&#252;che, wo die Pfannkuchen missgl&#252;ckt sind.
</p>
<p>
Das Pappa e Ciccia ist an sich kein schlechtes Restaurant. Als ich zum ersten Mal dort war, im Fr&#252;hsommer zur Mittagszeit, probierte ich Tortelloni mit einer wunderbar leichten Minzso&#223;e und eine anst&#228;ndige Minestrone mit Parmesan. Beides stellte mich zufrieden und erleichterte mir die Entscheidung, beizeiten nach Berlin zu ziehen. Gutes Essen, kreative K&#252;che aus einfachen Zutaten.
</p>
<p>
Diesmal bestellten wir ein bisschen ausgiebiger, denn mit dem Abendessen wollten wir nebenbei die Zusage f&#252;r meine neue Wohnung feiern. Dem Umzug steht nichts mehr im Wege. Zuerst gab es Antipasti, die durch gute Qualit&#228;t auffielen, aber ansonsten weitgehend das Bekannte abdeckten: ein wenig Wurst, getrocknete Tomaten (die eindeutig besser waren als die &#252;blichen Supermarktprodukte), eine undefinierbare aber schmackhafte Koriander-Rolle, ein wenig Mozzarella, eingekochte Schalotten, etwas Salat…
</p>
<p>
Als Hauptgang a&#223;en wir hausgemachte Pasta: Bandnudeln mit Muscheln und Nudeltaschen, die mit einer Pistazienmasse gef&#252;llt waren. Beides war nicht schlecht, aber auch kein herausragendes Geschmackserlebnis, wie es die Minzso&#223;e damals f&#252;r mich gewesen ist. Solide gekocht, aber keine Sensation.
</p>
<p>
Das Pappa e Ciccia ist ein guter Ort f&#252;r ein launiges Abendessen unter Freunden – ein kulinarischer H&#246;hepunkt der jungen Berliner K&#252;che, in der aus Mangel an zahlungskr&#228;ftigen Kunden so oft fantastische Gerichte aus einfachen Produkten entstehen, ist es leider nicht mehr. Gut, dass es in der Berliner Gastro-Landschaft noch viel zu entdecken gibt. Die Vorfreude steigt, trotz kleiner Entt&#228;uschungen.</p>
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		<title>Gr&#252;nes Pesto</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Dec 2007 10:00:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezepte]]></category>
		<category><![CDATA[Basilikum]]></category>
		<category><![CDATA[Parmesan]]></category>
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		<category><![CDATA[Soße]]></category>

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		<description><![CDATA[[inspic=55,right,thumb]Menschen die Pasta nicht m&#246;gen sind eine seltene und liebenswerte Spezies. Ich sch&#228;tze sie, denn sie wollen Hauptgerichte, Desserts und Vorspeisen, keine Studentenk&#252;che, keine Kompromisse. Mein heutiges Pesto ist jedoch ein Kompromiss, denn ich musste …]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<img src="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/uploads/2007/12/pesto-verde.jpg" alt="Gr&#252;nes Pesto" />
<p style="text-align: right"> Bild: <a href="http://www.kosmos-happa-happa.de">KHH</a></p>
<p>
Menschen die Pasta nicht m&#246;gen sind eine seltene und liebenswerte Spezies. Ich sch&#228;tze sie, denn sie wollen Hauptgerichte, Desserts und Vorspeisen, keine Studentenk&#252;che, keine Kompromisse. Mein heutiges Pesto ist jedoch ein Kompromiss, denn ich musste ein bisschen tricksen, um es auf die Beine zu stellen. Dar&#252;ber werde ich hier jedoch nicht berichten, sondern allein davon, wie man es im Idealfall machen sollte. Auf dem Teller findet sich am Ende eine Portion Linguine, die nicht nur den Appetit stillt, sondern auch den Hunger nach Kr&#228;utern, Sommer und Energie. Eine sch&#246;ne Portion Aroma!
</p>
<p>
Das Nudelwasser habe ich schon aufgesetzt, wenn ich das Pesto vorbereite. Ich brauche Basilikum, ein sch&#246;nes St&#252;ck Parmesan, ein gutes, sanftes Oliven&#246;l (also nicht das Zeug, dass ich zum braten benutze), Pinienkerne und eine Zitrone. Dies ist wie gesagt die Idealform, viele Abwandlungen sind denkbar: andere Kr&#228;uter, anderer K&#228;se, anderes &#214;l …
</p>
<p>
Die Pinienkerne habe ich aus einem t&#252;rkischen Supermarkt, wo ein Glas 2,99 Euro kostet. An anderer Stelle zahlt man oft das doppelte, selbst f&#252;r kleinere Mengen. Dass sie so teuer sind, liegt daran, dass man Pinien nur alle zwei Jahre ernten kann. In der Industrie werden h&#228;ufig Sonnenblumenkerne verwendet. Die Werbestrategen begr&#252;nden das mit dem &#8220;besseren&#8221; Aroma, in Wirklichkeit geht es dabei jedoch einzig und allein um den Preis, denn Sonnenblumenkerne kosten nur ein Zehntel.
</p>
<p>
Zu den Kr&#228;utern: Basilikum ist eine sensible Pflanze, und vielleicht ist das auch der Grund, warum sie oft im Pflanztopf angeboten wird. Ich kaufe wenn es geht nur die eingeschwei&#223;ten frischen Bl&#228;tter, denn ich frage mich, warum ich all diesen M&#252;ll mit nach Hause schleppen sollte. Ich als Stadtbewohner habe keinerlei Verwendung f&#252;r Pflanzt&#246;pfe und Blumenerde. Also m&#252;sste ich sie wegschmei&#223;en und das erscheint mir als v&#246;lliger Unsinn.
</p>
<p>
Ich gebe alle Zutaten in eine Sch&#252;ssel: den gewaschenen Basilikum, je mehr desto besser, drei streichholzschachtelgro&#223;e St&#252;cke K&#228;se, ein kleines Glas &#214;l, einen Spritzer Zitronensaft, eine sch&#246;ne Prise Salz und etwas Pfeffer, sowie eine Handvoll Pinienkerne. Das ganze p&#252;riere ich nun gr&#252;ndlich und gebe noch einen Schluck &#214;l dazu, falls die Masse zu dick ist. Und das war es schon! Peng! Einfacher geht es nicht.
</p>
<p>
Nun gie&#223;e ich die fertigen Nudeln ab und vermische sie portionsweise auf den Tellern mit jeweils zwei L&#246;ffeln der gr&#252;nen So&#223;e. Oben drauf gebe ich noch ein paar Kerne und etwas geriebenen K&#228;se. F&#252;r meine verehrten Pastafeinde w&#252;rde ich das Pesto auf ein ged&#252;nstetes wei&#223;es Fischfilet streichen. Auch durch ein St&#252;ck Lammfleisch mit diesem Pesto w&#228;re mir ihre Liebe sicher. Vielleicht in einem anderen Leben.</p>
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