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	<title>Deli Dauerdienst &#187; Pasta</title>
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	<description>Berliner Hausmannskost</description>
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		<title>Ragù alla Bolognese</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Jan 2011 08:45:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Berchem</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezepte]]></category>
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		<category><![CDATA[Hackfleisch]]></category>
		<category><![CDATA[Kräuter]]></category>
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		<description><![CDATA[[inspic=183,right,thumb]Noch so ein untersch&#228;tzter Klassiker. Vergesst <em>Spaghetti Bolognese</em> und denkt an ein saftiges Ragout, duftend und aromatisch, dank Lorbeer, Tomaten, guten Kr&#228;utern. Dieses Essen geht einfach immer, von 6-99 sozusagen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<img src="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/uploads/2010/09/ragu_alla_bolognese.png"  title="Ragù alla Bolognese" width="430" height="263" class="aligncenter size-full wp-image-1315" alt="Ragù alla Bolognese"/></p>
<h6>Bild DD</h6>
<h1>Ragù alla Bolognese</h1>
<p><strong>Noch so ein untersch&#228;tzter Klassiker. Vergesst <em>Spaghetti Bolognese</em> und denkt an ein saftiges Ragout, duftend und aromatisch, dank Lorbeer, Tomaten, guten Kr&#228;utern. Dieses Essen geht einfach immer, von 6-99 sozusagen.</strong></p>
<p><dc>D</dc>ie italienische K&#252;che ist eine dogmatische K&#252;che. Entsprechend gibt es f&#252;r diese Speise genau zwei Bezeichnungen – die richtige und die falsche. Als <em>Spaghetti Bolognese</em> wurde das Gericht international zu einem Klassiker. In Italien kommt die Pasta mit <em>Ragù alla Bolognese</em> auf den Tisch. Es ist das Nudelgericht schlechthin, ein Essen f&#252;r Kinder und all diejenigen, die sich nicht trauen in der Ferienanlage im exotischen Ausland frischen Fisch zu bestellen. Man isst es, wenn man eine Sorge weniger haben will, <em>Soulfood</em> sozusagen.</p>
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<p>So oder so ist dieses Rezept kein Beispiel f&#252;r Raffinesse. Selbst die vornehmere Variante mit Wildschwein ist so unaufgeregt wie ein Donnerstagvormittag. Und trotzdem gibt es wenige Gerichte, die so liebensw&#252;rdig sind. Die Zubereitung ist ein Vergn&#252;gen und verlangt dem Koch gleichzeitig viel Verst&#228;ndnis ab. Wie so oft f&#228;ngt die Zubereitung mit einer Zwiebel an. Sie wird grob gew&#252;rfelt und in &#214;l glasig angeschwitzt. Dasgleiche geschieht mit einer gro&#223;en M&#246;hre. In den Topf kommen au&#223;erdem zwei angedr&#252;ckte Knoblauchzehen und ein frisches Lorbeerblatt.</p>
<p>Wenn es im Topf sch&#246;n zischt und brutzelt, gibt man ein Pfund Hackfleisch in dazu, am besten vom Schwein. Man r&#252;hrt und stampft mit einem Holzl&#246;ffel alles kr&#228;ftig durch, w&#228;hrend man dem Herd seine Maximalleistung abverlangt. Wenn nach zwei Minuten ein graubrauner Sud im Topf steht, dann ist entweder die Flamme nicht hei&#223; genug oder man hat ungl&#252;cklicherweise minderwertiges Hackfleisch erwischt. Die Mischung muss <em>braten</em>, nicht d&#252;nsten.</p>
<p>Wenn kein St&#252;ck mehr roh ist und man keine gr&#246;&#223;eren Brocken mehr sieht, kann man sich eigentlich schon entspannen. Nun kommt das Tomatenmark dazu, fast eine halbe Tube. Bitte nicht an der billigsten Zutat sparen. Tomatenmark kostet nur ein paar Cents, aber die schlechteren Sorten haben einen gro&#223;en Mangel: Sie sind nur einfach konzentriert. Gutes Tomatenmark hingegen ist dreifach konzentriert. Denn die Konzentration ist ein Hitzeprozess, und je l&#228;nger Tomaten erhitzt werden, desto weniger S&#228;ure bleibt zur&#252;ck und desto aromatischer ist das Tomatenmark. Auf <em>passierte Tomaten</em> sollte man ganz verzichten, denn sie werden nur kurz pasteurisiert und sind damit fast roh. Ihre S&#228;ure richtet jede So&#223;e in Sekunden zugrunde. Nur mit viel Oliven&#246;l und genug Zeit bek&#228;me man den Geschmack wieder in den Griff.</p>
<p>Weiter mit dem Ragù: Auf kleinerer Flamme d&#252;nste man nun alles gr&#252;ndlich durch. Etwas Muskatnuss, eine Prise Salz, schwarzer Pfeffer und gek&#246;rnte Biobr&#252;he kommen dazu. Mit getrocknetem Oregano bin ich jedoch vorsichtig. Dann gebe ich auch gerne noch ein oder zwei gew&#252;rfelte Tomaten hinein. Das gibt dem Ragout eine gewisse Frische. Doch sollte man darauf achten, dass sie vollst&#228;ndig zerkochen. Damit die Mischung eine So&#223;e wird, muss nun nur noch Wasser dazu, ein halbes Glas vielleicht. Nun kann man beobachten, wie aus dem roten, festen Brei pl&#246;tzlich das Ragù wird. Mit einem Schluck Rotwein wird das Ragout etwas wuchtiger und nicht weniger schmackhaft.</p>
<p>Nun muss das alles eine Weile leise simmern. Ich schmecke es ein weiteres Mal ab. Ist die So&#223;e vielleicht zu fest? Dann gebe ich noch ein bisschen Fl&#252;ssigkeit dazu. Ist sie zu fl&#252;ssig, hilft mir das gute Tomatenmark. Jetzt kann man eine Viertelstunde warten oder auch eine ganze. Zu lange kochen kann so ein Ragù n&#228;mlich gar nicht. Aber die treibende Kraft ist ja der Hunger, also r&#228;ume ich meine Werkzeuge auf, mache Ordnung, decke den Tisch und k&#252;mmere mich um die Nudeln. Zwanzig Minuten sp&#228;ter wird es pl&#246;tzlich still, denn das Essen kommt auf den Tisch. Neben dem Klappern von Besteck und Gl&#228;sern sind nur leise Seufzer zu h&#246;ren. F&#252;r einen Augenblick f&#228;llt alle Last ab.</p>
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		<title>Gr&#252;nes Pesto</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Dec 2007 10:00:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Berchem</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezepte]]></category>
		<category><![CDATA[Vegetarisch]]></category>
		<category><![CDATA[Übersicht]]></category>
		<category><![CDATA[Basilikum]]></category>
		<category><![CDATA[Parmesan]]></category>
		<category><![CDATA[Pasta]]></category>
		<category><![CDATA[Pesto]]></category>
		<category><![CDATA[Soße]]></category>

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		<description><![CDATA[[inspic=55,right,thumb]Menschen die Pasta nicht m&#246;gen sind eine seltene und liebenswerte Spezies. Ich sch&#228;tze sie, denn sie wollen Hauptgerichte, Desserts und Vorspeisen, keine Studentenk&#252;che, keine Kompromisse. Mein heutiges Pesto ist jedoch ein Kompromiss, denn ich musste …]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<img src="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/uploads/2007/12/pesto-verde.jpg" alt="Gr&#252;nes Pesto" /></p>
<h6>Bild DD</h6>
<h1>Gr&#252;nes Pesto</h1>
<p><strong>Ein frisches Pesto ist schnell gemacht, aber trotzdem Hohe Schule. Denn die Zutaten sind edel und aromatisch. Diese feine So&#223;e adelt jede Nudel.</strong></p>
<p><dc>M</dc>enschen die Pasta nicht m&#246;gen sind eine seltene und liebenswerte Spezies. Ich sch&#228;tze sie, denn sie wollen Hauptgerichte, Desserts und Vorspeisen, keine Studentenk&#252;che, keine Kompromisse. Mein heutiges Pesto ist jedoch ein Kompromiss, denn ich musste ein bisschen tricksen, um es auf die Beine zu stellen. Dar&#252;ber werde ich hier jedoch nicht berichten, sondern allein davon, wie man es im Idealfall machen sollte. Auf dem Teller findet sich am Ende eine Portion Linguine, die nicht nur den Appetit stillt, sondern auch den Hunger nach Kr&#228;utern, Sommer und Energie. Eine sch&#246;ne Portion Aroma!</p>
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<p>Das Nudelwasser habe ich schon aufgesetzt, wenn ich das Pesto vorbereite. Ich brauche Basilikum, ein sch&#246;nes St&#252;ck Parmesan, ein gutes, sanftes Oliven&#246;l (also nicht das Zeug, das ich zum Braten benutze), Pinienkerne und eine Zitrone. Dies ist wie gesagt die Idealform, viele Abwandlungen sind denkbar: andere Kr&#228;uter, anderer K&#228;se, anderes &#214;l …</p>
<p>Die Pinienkerne habe ich aus einem t&#252;rkischen Supermarkt, wo ein Glas 2,99 Euro kostet. An anderer Stelle zahlt man oft das doppelte, selbst f&#252;r kleinere Mengen. Dass sie so teuer sind, liegt daran, dass man Pinien nur alle zwei Jahre ernten kann. In der Industrie werden h&#228;ufig Sonnenblumenkerne verwendet. Die Werbestrategen begr&#252;nden das mit dem &#8220;besseren&#8221; Aroma, in Wirklichkeit geht es dabei jedoch einzig und allein um den Preis, denn Sonnenblumenkerne kosten nur ein Zehntel.</p>
<p>Zu den Kr&#228;utern: Basilikum ist eine sensible Pflanze, und vielleicht ist das auch der Grund, warum sie oft im Pflanztopf angeboten wird. Ich kaufe, wenn es geht nur die eingeschwei&#223;ten frischen Bl&#228;tter, denn ich frage mich, warum ich all diesen M&#252;ll mit nach Hause schleppen sollte. Ich als Stadtbewohner habe keinerlei Verwendung f&#252;r Pflanzt&#246;pfe und Blumenerde. Also m&#252;sste ich sie wegschmei&#223;en und das erscheint mir als v&#246;lliger Unsinn.</p>
<p>Ich gebe alle Zutaten in eine Sch&#252;ssel: den gewaschenen Basilikum, je mehr desto besser, drei streichholzschachtelgro&#223;e St&#252;cke K&#228;se, ein kleines Glas &#214;l, einen Spritzer Zitronensaft, eine sch&#246;ne Prise Salz und etwas Pfeffer, sowie eine Handvoll Pinienkerne. Das Ganze p&#252;riere ich nun gr&#252;ndlich und gebe noch einen Schluck &#214;l dazu, falls die Masse zu dick ist. Und das war es schon! Peng! Einfacher geht es nicht.</p>
<p>Nun gie&#223;e ich die fertigen Nudeln ab und vermische sie portionsweise auf den Tellern mit jeweils zwei L&#246;ffeln der gr&#252;nen So&#223;e. Oben drauf gebe ich noch ein paar Kerne und etwas geriebenen K&#228;se. F&#252;r meine verehrten Pastafeinde w&#252;rde ich das Pesto auf ein ged&#252;nstetes wei&#223;es Fischfilet streichen. Auch durch ein St&#252;ck Lammfleisch mit diesem Pesto w&#228;re mir ihre Liebe sicher. Vielleicht in einem anderen Leben.</p>
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