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	<title>DeliDauerDienst &#187; Oregano</title>
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	<description>Delikat essen in Berlin und anderswo</description>
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		<title>Improvisation in der K&#252;che</title>
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		<pubDate>Wed, 14 May 2008 10:14:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezepte]]></category>
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		<description><![CDATA[[inspic=85,right,thumb]Mein Umzug liegt inzwischen schon sechs Wochen zur&#252;ck, und ich nehme wieder Fahrt auf. Ich habe in der neuen K&#252;che inzwischen oft gekocht, aber bis ich mich richtig wohl f&#252;hle vergeht gerne Mal ein Weilchen. Es sind die kleinen Essen …]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<img src="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/uploads/2008/05/omelette.jpg" alt="Omelette" /></p>
<p>
Mein Umzug liegt inzwischen schon sechs Wochen zur&#252;ck, und ich nehme wieder Fahrt auf. Bis ich mich in neunen K&#252;chen richtig wohl f&#252;hle vergeht gerne Mal ein Weilchen. Es sind die kleinen Essen wie das heutige Omelette, die mir beweisen, dass ich angekommen bin. Omelette ist f&#252;r mich das Reste-Essen schlechthin, und ich wundere mich, dass ich es hier nicht h&#228;ufiger erw&#228;hne.
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&#8220;Reste-Essen&#8221; sage ich deshalb, weil es nur ein paar Eier braucht, um den Grundstock zu legen. In jeder mittelm&#228;&#223;ig ausgestatteten K&#252;che wird es die eine oder andere Zutat geben, die man f&#252;r die gef&#252;llten Eierkuchen verwenden kann. Zwei Tomaten oder eine Dose Pilze, gekochter Schinken oder kalter Braten, eine Zwiebel, Kr&#228;uter oder Speck, Gem&#252;se vom Vortag oder Erbsen aus dem Tiefk&#252;hlfach, Oliven&#246;l oder ein bisschen Sahne – etwas davon ist fast immer im Haus.
</p>
<p>
Wer schon immer Wert auf eine gehobene Grundausstattung legte, der wird jetzt die Fr&#252;chte ernten: denn frische Kr&#228;uter, ein guter K&#228;se oder s&#252;&#223;e Butter kommen hier ganz nebenbei besonders zur Geltung. Heu wanderten bei mir die folgenden Zutaten in die F&#252;llung: eine Zwiebel, eine Knoblauchzehe, einige Kochschinken-Streifen, eine Handvoll gefrorener Erbsen, einige gefrorene Krebsschw&#228;nze, ein Schluck Sahne, ein Spritzer Austernsauce, frischer Oregano, sowie Salz und Pfeffer.
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Die Austernsauce ist eine ungew&#246;hnliche Zutat, und man sollte sich nicht mit den Details ihrer Zubereitung behelligen lassen, denn die Fabrikation l&#228;uft unseren Frische-Vorstellungen extrem zuwider. Haken wir den zugrunde liegenden Prozess als &#8220;Fermentation&#8221; ab und z&#252;geln wir unsere Neugier, doch der Geschmack ist fantastisch: ein volles, w&#252;rzig-fleischiges Aroma, das jeder So&#223;e eine wunderbare Substanz verleiht.
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<p>
W&#228;hrend die fertige Farce im kleinen Topf ein wenig zieht, verquirle ich zwei Eier und lasse sie in eine hei&#223;e Pfanne mit Oliven&#246;l flie&#223;en. Es dauert auf der ersten Seite vielleicht drei bis vier Minuten, bis das Omelette gar ist. Ich w&#252;rze es sanft, wende es, und lasse auch die andere Seite noch kurz garen. Dann gebe ich es auf den Teller, wo ich das Omelette mit der F&#252;llung arrangiere.
</p>
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Was im Band-Proberaum funktioniert, geht also auch am Herd: aus minimalen Vorgaben ein Genusserlebnis zu kreieren, das den Ergebnissen der exakten K&#252;che nicht nachsteht. Doch auch in der K&#252;che gilt: je besser man sein Instrument beherrscht, desto besser wird das Gesamt-Werk.</p>
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		<title>Aromanudeln und Spinatsalat</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Feb 2008 08:07:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[inspic=32,right,thumb]Diesmal gab es Streit, und ich bin Schuld. Auf den Tisch kamen aromatisierte Tagliatelle mit Garnelen und gebratenen Erbsen und Spinat-Salat mit Parmesansp&#228;nen – ein kleines aromatisches Highlight, mehr ein Snack als ein Essen. Diese Kreation ist noch jung, kaum 24 Stunden …]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<img src="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/uploads/2008/02/aromanudeln.jpg" alt="Aromanudeln" /></p>
<p style="text-align: right"> Bild: <a href="http://www.kosmos-happa-happa.de">KHH</a></p>
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Diesmal gab es Streit, und ich bin Schuld. Auf den Tisch kamen aromatisierte Tagliatelle mit Garnelen und gebratenen Erbsen und Spinat-Salat mit Parmesansp&#228;nen – ein kleines aromatisches Highlight, mehr ein Snack als ein Essen. Diese Kreation ist noch jung, kaum 24 Stunden alt. Und leider hatte ich wiederum keine Gelegenheit, angemessene Fotos zu machen.
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Ich musste mich sputen, um das Essen rechtzeitig auf den Tisch zu bringen, denn eine Freundin musste zum Zug. Doch das Gericht ist schnell zubereitet. Es kommt vor allem auf die Zutaten an: frischer Oregano, guter Parmesan, Zitronenabrieb, schwarzer Pfeffer, gesalzene Kapern, frischer Knoblauch, Zitronenw&#252;rfel und nat&#252;rlich die Garnelen, die man auch gut gefroren kaufen kann. Allerdings sollte man dann zum Markenprodukt greifen, denn oft werden Garnelen unter ungewissen Umst&#228;nden in S&#252;d-Asien produziert
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Zun&#228;chst muss ich das Nudel-Wasser aufsetzen. Wie immer salze ich es kr&#228;ftig, denn wenn es bei den Nudeln am Ende an Grundw&#252;rze fehlt, dann kann man kaum noch korrigieren. Derweil bereite ich die anderen Zutaten vor. Ich w&#252;rfele zwei Knoblauchzehen, reibe d&#252;nn die Schale einer unbehandelten Zitrone ab und filetiere die Frucht danach, hacke eine halbe rote Chilischote in winzige W&#252;rfelchen und wasche den Babyspinat, den ich fertig abgepackt gekauft habe.
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Den abgetropften Salat gebe ich in eine Sch&#252;ssel, salze ihn schonmal vor und gebe einige Spritzer Zitronensaft dazu. Dazu kommt au&#223;erdem noch eine Handvoll Oregano, den ich abzupfe und gr&#252;ndlich hacke. In einer Pfanne erhitze ich Oliven&#246;l und gebe sofort wenn das &#214;l zu rauchen an f&#228;ngt die gefrorenen Garnelen hinein. Nachdem sie Fahrt auf genommen haben, gebe ich den Knoblauch und die Chili-W&#252;rfel hinzu. Danach kommt noch ein Essl&#246;ffel gesalzene Kapern und die zweite H&#228;lfte des Zitronenabriebs in die Pfanne, sowie zwei Essl&#246;ffel gew&#252;rfelte Zitronenfilets.
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Nun drehe ich schnell die Hitze herunter und lasse den Sud ein wenig ziehen. Inzwischen muss ich den Salat zum Abschluss bringen. Ich schmecke ihn mit schwarzem Pfeffer, Salz, Zitronensaft und einer Prise Zucker ab und gebe zuletzt zwei Handvoll geraspelten Parmesan dar&#252;ber. In einer zweiten Pfanne brate ich nun in hei&#223;em Sonnenblumen&#246;l gefrorene Erbsen, die ich vorher mit Mehl best&#228;ubt habe. W&#228;hrend sie langsam eine braune Farbe annehmen, salze ich sie ein wenig und schwenke die Pfanne mehrmals kr&#228;ftig damit sie nicht zusammen backen.
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Schlie&#223;lich sind die Nudeln fertig. Ich vermische sie portionsweise gr&#252;ndlich auf den Tellern mit einigen L&#246;ffeln der Garnelen und des Suds und gebe gebratene Erbsen dar&#252;ber, die w&#252;rzig-knusprig geraten sind. Auf kleinere Teller gebe ich den Salat. Die K&#252;che duftet nun wie ein Kr&#228;utergarten und in weniger als zehn Minuten sind die Teller leer und die B&#228;uche voll. Gestritten wurde zuletzt (ein bisschen theatralisch), weil nichts mehr f&#252;r die Nachz&#252;gler &#252;brig blieb. Ich nehme es als Kompliment.</p>
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