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	<title>Deli Dauerdienst &#187; Kochbuch</title>
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	<description>Berliner Hausmannskost</description>
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		<title>Gourmetspitzen</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Dec 2010 07:37:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Berchem</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Übersicht]]></category>
		<category><![CDATA[Kochbuch]]></category>

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		<description><![CDATA[[inspic=182,right,thumb]Ein neuer Restaurantf&#252;hrer hat sich 100 Berliner Gastst&#228;tten vorgenommen. Das B&#252;chlein bietet einen n&#252;tzlichen &#220;berblick. Dar&#252;ber ob es wirklich nur die <em>besten</em> Restaurants abhandelt, l&#228;sst sich inzwischen erfreulicherweise sehr gut streiten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<img src="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/uploads/2010/12/heinz_horrmann.jpg" alt="Restaurant-Kritiker Heinz Horrmann" title="Heinz Horrmann" width="430" class="aligncenter size-full wp-image-3317" /></p>
<h6>Bild Horrmann</h6>
<h1>Jeden Tag eine gute Tarte</h1>
<p>
<strong>Ein neuer Restaurantf&#252;hrer hat sich 100 Berliner Gastst&#228;tten vorgenommen. Das B&#252;chlein bietet einen n&#252;tzlichen &#220;berblick. Dar&#252;ber ob es wirklich nur die <em>besten</em> Restaurants abhandelt, l&#228;sst sich inzwischen erfreulicherweise sehr gut streiten.</strong>
</p>
<p>
<dc>E</dc>s ist nicht so lange her, da w&#228;re ein solcher Auftrag vielleicht als anma&#223;end empfunden worden: Hundert Mal essen gehen und das in Berlin. Die geteilte Stadt war von den kulinarischen Errungenschaften im Westen so weit entfernt wie Julian Assange von einem b&#252;rgerlichen Beruf. Auch nach der Wende ging es in den besseren Restaurants lange Jahre mehr um gro&#223;e Portionen, als um die gr&#246;&#223;tm&#246;gliche Verfeinerung. Inzwischen weht ein anderer Wind. Der kreative Geist der Stadt hat sich auch in den K&#252;chen ausgebreitet. Um sich einen &#220;berblick zu verschaffen, kommt das kleine Buch von Heinz Horrmann gerade recht.
</p>
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<p>
Sage und schreibe 13 Michelin-Sterne gibt es inzwischen in Berlin, und Horrmann hat an allen geknabbert. Seit Jahrzehnten ist er der Mann f&#252;rs Leibliche im Axel-Springer-Verlag. Aus seiner Kolumne <em>Gourmetspitzen</em>, die in der Berliner Morgenpost erscheint, hat er 100 Beitr&#228;ge zu einem Nachschlagewerk zusammengefasst. Ob es sich dabei wirklich um eine Auswahl „besten 100 Restaurants“ handelt, ist allerdings zweifelhaft, denn neben Hochkar&#228;tern wie dem Margaux oder Fischers Fritz finden sich auch Besprechungen des kurvenbetonten Hamburgerfilialisten Hooters, sowie eines abgehalfterten griechischen Lokals mit „Brandflecken in der blauwei&#223;en Kunststoffdecke“.
</p>
<p>
Horrmann ist ein Gastro-Kritiker der alten Garde. Ein Atlantik-Hummer ist ihm n&#228;her als eine Brandenburger Kalbszunge. Er liebt Tr&#252;ffel, Garnelen und Kaviar. Die „spanische Schule&#8221;, immerhin pr&#228;gend f&#252;r eine ganze Generation von K&#246;chen, verurteilt er pauschal als „grausam“. Das w&#228;re nicht weiter verwerflich, w&#252;rden sich zu seinem altmodischen Verst&#228;ndnis der gehobenen K&#252;che nicht auch noch gewisse stilistische Unsicherheiten hinzugesellen. Einmal bem&#228;ngelt Horrmann, dass in jedem zweiten Restaurant eine Apfeltarte serviert wird, ein andermal liest sich derselbe Kuchen schon auf der Karte “wahrlich gro&#223;artig“. Das gleiche passiert ihm mit dem Iberico-Schwein, dass er bei einem Besuch im h.h.m&#252;ller als „vielleicht bestes Fleisch der Welt” lobt, w&#228;hrend er f&#252;r das gleiche Produkt im Cochon Bourgeois nur noch bittere Verachtung empfindet.
</p>
<p>
Dabei wird deutlich, wie verw&#246;hnt und ungeduldig sich mancher Kritiker den Launen der Zeit hingibt. Anstatt dem Koch Gelegenheit zu geben, sich langsam und mit wachsendem Verst&#228;ndnis an ein Produkt heranzutasten, muss es einmal dies sein und einmal jenes. Tats&#228;chlich gilt f&#252;r einen Koch dasgleiche wie f&#252;r jeden anderen Kreativen: Er muss seinen Stil finden und ihm folgen. Erst durch die eigene Sprache wird der Meisterkoch zum K&#252;nstler. Wenn dazu die Perfektionierung eines Apfelkuchens geh&#246;rt, ist diese Aufgabe anspruchsvoll genug. Daf&#252;r braucht es allerdings den Kritiker, der diesen Weg begleitet.
</p>
<p>
Dank des beachtlichen Umfangs hat Heinz Horrmann mit „Gourmetspitzen“ dennoch eine Sammlung  vorgelegt, die Berliner Gerneessern n&#252;tzen wird. Denn gerade in einer so lebhaften Umgebung kann man solche Orientierung sehr gut gebrauchen. Kaum jemand bietet daf&#252;r bessere Vorraussetzungen als der Herr mit dem Einstecktuch. Dass man inzwischen &#252;ber die 100 besten Restaurants der Stadt streiten kann, und dabei sogar noch einige vergisst, wie zum Beispiel das Cantamaggio an der Volksb&#252;hne, den Bieberbau in Sch&#246;neberg oder das Papá Pane in Mitte, ist eine sehr erfreuliche Entwicklung.
</p>
</p>
<p><div class="myinlinepictureleft" style="width:59px">
<div class="myinlineborder"  style="width:59px"><img class="myinlinepictureimg" src="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/myfotos/09/gourmetspitzen-cover.jpg" alt="" title="" width="59" height="80"  /></div>
</div>
<p><b>GOURMETSPITZEN</b><br />
Heinz Horrmann<br />
Verlag Berliner Morgenpost<br />
320 Seiten, 16,90 €</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Italienische K&#252;che</title>
		<link>http://www.delidauerdienst.de/italienische-kueche/</link>
		<comments>http://www.delidauerdienst.de/italienische-kueche/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 27 Sep 2010 09:40:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Berchem</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Übersicht]]></category>
		<category><![CDATA[Italien]]></category>
		<category><![CDATA[Kochbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[[inspic=133,right,thumb]Wie jedes Handwerk ist das Kochen den Launen des Zeitgeistes unterworfen. In den vergangenen hundert Jahren entwickelte sich die Mode von der fr&#252;hen b&#252;rgerlichen K&#252;che, in der noch Kilos von Butter und Fleisch …]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<img src="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/uploads/2010/09/DELIZIA.jpg" alt="" title="DELIZIA!" width="430" height="277" class="aligncenter size-full wp-image-1259" /></p>
<h6>Bild Poppy Berry</h6>
<h1>Italienische K&#252;che</h1>
<p><strong>Sie ist die Gro&#223;mutter der Kochkunst, die Grande Dame am Herd. Ohne sie w&#252;rde man in Europa noch immer Gr&#252;tze essen. Zwei B&#252;cher n&#228;hern sich ihrer gro&#223;en Tradition – das eine theoretisch, das andere  praktisch.</strong></p>
<p><dc>W</dc>ie jedes Handwerk ist das Kochen den Launen des Zeitgeistes unterworfen. In den vergangenen hundert Jahren entwickelte sich die Mode von der fr&#252;hen b&#252;rgerlichen K&#252;che, in der noch Kilos von Butter und Fleisch verbraucht wurden, &#252;ber den Eintopfsonntag und die Nouvelle Cuisine bis hin zur Molekulark&#252;che, die in den vergangenen Jahren die Entwicklung bestimmte. Nun geht schlie&#223;lich auch die Zeit der Stickstoff-Wolken und Schweinebraten-Gelees zu Ende, denn die molekulare K&#252;che war ein wagnisreiches und <a href="http://www.morgenpost.de/brandenburg/article1131079/Koch_verliert_eine_Hand_bei_Kuechen_Experiment.html">aufregendes Experiment</a>, aber am Ende sitzt man eben doch lieber am warmen Kamin und nicht im Physiksaal, wenn man der Seele etwas Gutes tun will.</p>
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<p>Die gro&#223;en Avantgardisten <a href="http://dinersjournal.blogs.nytimes.com/2010/02/12/el-bulli-to-close-permanently/">schlie&#223;en ihre K&#252;chen</a>, um sich neu zu orientieren. An ihre Stelle treten besonnenere K&#246;che, wie zum Beispiel der D&#228;ne René Redzepi, der sich in den vergangenen drei Jahren mit seinem Kopenhagener Restaurant <a href="http://www.noma.dk/main.php?lang=en">NOMA</a> nach ganz oben gekocht hat. Vieles, was er und seine Mannschaft zubereiten, steht f&#252;r eine R&#252;ckkehr zum Produkt und seiner Herkunft. Damit verbreitet er ein un&#252;berh&#246;rbares Bekenntnis zum Regionalen.</p>
<p>Dieser Ansatz spielte in der Welt der Gourmets bisher kaum eine Rolle. Wenn das Gefl&#252;gel aus Frankreich das beste war, dann bestellte man es eben in Frankreich. Das Gleiche galt f&#252;r Fisch und frisches Gem&#252;se, die regelm&#228;&#223;ig aus Afrika oder von sonst woher eingeflogen wurden. Erst jetzt kehren wir endlich auch in der K&#252;che zu dem zur&#252;ck, was uns umgibt. Die neue Kunst besteht darin, das Beste aus dem zu machen, was wir haben. Ganz gleich, ob es sich dabei um einen Zander, eine Gans oder frische Pilze handelt: Wenn es aus der Umgebung kommt, hat es unsere Aufmerksamkeit verdient.</p>
<p>In Italien wird dieses System schon seit Jahrhunderten unver&#228;ndert betrieben. Der Stolz der Bauern und K&#246;che auf die eigenen Produkte und Rezepte ist ungebrochen. Die Aufl&#228;ufe, Nudelgerichte und Vorspeisen, die wir st&#228;ndig essen, sind eigentlich lokale Spezialit&#228;ten, die bis heute f&#252;r viele Menschen Identit&#228;t bedeuten. Eine sch&#246;ne Sammlung, weniger bekannter aber dabei klassischer Rezepte ist das Buch LA NONNA LA CUCINA LA VITA, in dem die Illustratorin Larissa Bertonasco Rezepte ihrer Gro&#223;mutter zusammengefasst hat. Es ist ein Kochbuch voller rustikaler Gerichte, wie Lammbraten, Bohnensuppe und Lasagne, das bereits in der 9. Auflage erschienen ist. </p>
<p>Wer seine Kenntnisse mit einer weiteren Lekt&#252;re historisch untermauern will, der sollte dazu DELIZIA! lesen. Der englische Journalist John Dickie folgt darin der italienischen K&#252;che anekdotenreich bis zu ihren mittelalterlichen Wurzeln. Richtig interessant wird es ab der Renaissance: <em>Pesto Genovese</em>, <em>Prosciutto di Parma</em> und <em>Spaghetti Napoli</em> sind Zeugen des Aufstiegs des B&#252;rgertums. Auf dem Land stellte man den Schinken her, aber in der Stadt wurde erdacht, bezahlt und gegessen. Ganz so wie hier und heute.</p>
<p>Und au&#223;erdem: <em><a href="http://www.youtube.com/watch?v=KAYq9jSUKt4" target="_blank">So denken die SOPRANOS &#252;ber die italienische K&#252;che</a>.</em></p>
</p>
<div class="myinlinepictureleft" style="width:52px">
<div class="myinlineborder"  style="width:52px"><img class="myinlinepictureimg" src="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/myfotos/09/Delizia_Dickie.jpg" alt="" title="" width="52" height="80"  /></div>
</div>
<p><b>DELIZIA!</b><br />
John Dickie<br />
Fischer Verlag<br />
446 Seiten, 22,95 €</p>
<p><div class="myinlinepictureleft" style="width:56px">
<div class="myinlineborder"  style="width:56px"><img class="myinlinepictureimg" src="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/myfotos/09/La_Nonna.jpg" alt="" title="" width="56" height="80"  /></div>
</div>
<p><b>LA NONNA LA CUCINA LA VITA</b><br />
Larissa Bertonasco<br />
Gerstenberg Verlag<br />
225 Seiten, 19,90 €
</p></p>
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