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	<title>DeliDauerDienst &#187; Kartoffeln</title>
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	<description>Delikat essen in Berlin und anderswo</description>
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		<title>Herbst sucks, Kartoffelsuppe nicht</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Nov 2009 20:21:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Blauschimmelkäse]]></category>
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		<description><![CDATA[[inspic=116,right,thumb]Wenn es drau&#223;en nass rauscht und die F&#252;&#223;e kalt werden, muss man sich zu helfen wissen. Etwas warmes braucht der Mensch, singt Gr&#246;nemeyer und hat dabei hat sicher nicht an Kartoffelsuppe gedacht. Doch mit ein, zwei Gimmicks wird auch daraus ein Hit. Genau…]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<img src="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/uploads/2009/11/kartoffelsuppe.jpg" alt="kartoffelsuppe" title="kartoffelsuppe" width="430" height="328" class="alignnone size-full wp-image-718" /></p>
<p>
<strong>&#220;ber Gr&#246;nemeyer, W&#228;rme und Konsistenzen</strong>
</p>
<p>
Wenn es drau&#223;en nass rauscht und die F&#252;&#223;e kalt werden, muss man sich zu helfen wissen. Etwas warmes braucht der Mensch, singt Gr&#246;nemeyer und hat dabei hat sicher nicht an Kartoffelsuppe gedacht. Doch mit ein, zwei Gimmicks wird auch daraus ein Hit. Genau wie der deutsche Herbert, denn der w&#228;re ohne seine begnadeten Begleitmusiker auch nur ein schwer verdaulicher St&#228;rkeklo&#223;. Nachkriegskost.
</p>
<p>
Das Wesen einer guten Suppe beginnt schon bei der Konsistenz. Sie sollte nicht moorig fest sein, sondern cremig fl&#252;ssig vom L&#246;ffel flie&#223;en. Das gilt f&#252;r alle gebundenen Suppen, ob sie nun aus K&#252;rbis sind, aus Karotten, Erbsen oder eben Erd&#228;pfeln. Dieses Problem ist jedoch gar keins, denn ohne Schwierigkeiten kann man die Suppe mit etwas Sahne, Br&#252;he oder auch Wasser und mit Hilfe eines P&#252;rierstabs entsprechend manipulieren.
</p>
<p>
Aber beginnen wir mit zwei Zwiebeln und einer gesch&#228;lten Karotte, die wir geschnitten in einem gro&#223;en Topf in etwas &#214;l anschwitzen. Die M&#246;hre steuert einerseits ihren Geschmack bei, andererseits aber auch ihre Farbe. Das ist sehr wichtig, denn dadurch wird die Suppe strahlend gelb statt mehlig. In den Topf kommen au&#223;erdem drei Lorbeerbl&#228;tter, ein paar gesto&#223;ene Wacholderbeeren, ein wenig Majoran und eine erste Prise Salz.
</p>
<p>
Derweil w&#252;rfle ich sechs mittelgro&#223;e, gesch&#228;lte Kartoffeln. Damit haben wir ein Hauptgericht f&#252;r zwei oder eine Vorspeise f&#252;r vier Personen. Die Kartoffeln sind vorwiegend festkochend. In vielen Rezepten steht, dass sie mehlig kochend sein sollten, aber dadurch wird die Suppe weniger cremig. Bei festkochenden besteht hingegen die Gefahr, dass eine fast schleimige Konsistenz entsteht. Ich gie&#223;e nun soviel Wasser dazu, dass alles gerade bedeckt ist, gebe einen L&#246;ffel gek&#246;rnte Gem&#252;sebr&#252;he dazu und lasse die Kartoffeln gar kochen.
</p>
<p>
Nun habe ich Zeit, mich um die Croûtons zu k&#252;mmern. Wie man die macht, habe ich hier im Blog schon mehrfach beschrieben. Wichtig ist, dass die Pfanne h&#246;chstens eine mittlere Hitze hat, denn die Brotw&#252;rfel werden am besten langsam ger&#246;stet. Dass man ein vern&#252;nftiges &#214;l verwenden sollte, erkl&#228;rt sich von selbst, denn die Brotst&#252;cke saugen reichlich davon auf. Dann gebe ich auch noch etwas Sesam in die Pfanne, der sein feines Aroma beisteuert.
</p>
<p>
Wenn die Kartoffeln gar gekocht sind, fische ich die Lorbeerbl&#228;tter aus dem Topf und arbeite mit dem P&#252;rierstab alles gr&#252;ndlich durch. Das kann man kaum intensiv genug machen, denn es sollen keine St&#252;ckchen mehr zu finden sein. Nun gie&#223;e ich so lange mit s&#252;&#223;er Sahne an, bis mir die Konsistenz gef&#228;llt, dabei benutze ich weiterhin den P&#252;rierstab. In die Suppe kommen nun noch einige Kapern, abgeschmeckt wird mit Salz, gek&#246;rnter Br&#252;he und reichlich Pfeffer aus der M&#252;hle. Das alles lasse ich noch ein paar Minuten ziehen. Ist die Suppe schlie&#223;lich in den Tellern, gebe ich vorsichtig die Croûtons darauf und streue ein wenig zerkleinerten Blauschimmelk&#228;se dar&#252;ber, dessen Aroma sich fantastisch mit der Suppe verbindet. So wird aus dem grauen Klassiker eine w&#228;rmende Delikatesse.</p>
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		<title>Die Statik stimmt: Moussaka</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Apr 2009 11:06:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Auberginen]]></category>
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		<description><![CDATA[[inspic=110,right,thumb]Manche Lasagne sollte sich versch&#228;mt aus dem Gesch&#228;ftsleben zur&#252;ck ziehen, wenn die griechische Verwandte mit dem festen H&#228;ndedruck auf der Bildfl&#228;che erscheint. Eine Moussaka gl&#228;nzt, es duftet nach Oliven&#246;l, und im Innern…]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<img src="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/uploads/2009/04/moussaka2.jpg" alt="Moussaka" title="Moussaka" width="430" height="297" class="alignnone size-full wp-image-430" /></p>
<p>
Manche Lasagne sollte sich versch&#228;mt aus dem Gesch&#228;ftsleben zur&#252;ck ziehen, wenn die griechische Verwandte mit dem festen H&#228;ndedruck auf der Bildfl&#228;che erscheint. Eine Moussaka gl&#228;nzt, es duftet nach Oliven&#246;l, und im Innern verbergen sich die cremig zerbackenen Auberginen, die den Auflauf so zart und verf&#252;hrerisch machen. Die Zubereitung der Moussaka dauert eine Weile, denn jede einzelne der vier Schichten – Kartoffeln, Auberginen, Hackfleisch und Bechamel-So&#223;e – braucht besondere Zuwendung. Das folgende Rezept ist f&#252;r vier oder mehr Esser geeignet.
</p>
<p>
Fangen wir mit den Kartoffeln an. Ich sch&#228;le ein ganzes Netz frische festkochende und lagere sie bis zur weiteren Verwendung in kaltem Wasser, damit sie nicht braun werden. So &#228;hnlich mache ich es mit zwei Auberginen, die ich wasche, in Streifen schneide und eine halbe Stunde in Salzwasser lege. Dass soll den Geschmack und die Konsistenz verbessern.
</p>
<p>
Die Kartoffeln werden nun als Scheiben in einer sehr gro&#223;en Pfanne und reichlich Oliven&#246;l angebraten, fast frittiert. Sie m&#252;sse nicht vollst&#228;ndig gar werden, denn dass erledigt nachher der Backofen, der nebenbei schon langsam vorheizt. Es sind so viele, dass es mehrerer Durchg&#228;nge bedarf, bis alle fertig sind. Die Scheiben hebe ich ohne das &#214;l aus der Pfanne und schichte sie gleichm&#228;&#223;ig als unterste Lage in eine gro&#223;e Auflaufform.
</p>
<p>
Nun kommen die Auberginen an die Reihe. Im Prinzip passiert hier das gleiche, doch das Gem&#252;se hat die Angewohnheit, gro&#223;e Mengen &#214;l einfach aufzusaugen, weshalb man beim Anbraten geschickt sein muss. Es dauert recht lange, bis Auberginen gar sind, und es gibt nichts schlimmeres, als die faden, gummiartigen St&#252;cke im Essen zu finden. Doch auch hier erledigt der Backofen die Arbeit. Nach kurzem und kr&#228;ftigen Anbraten legt man die Auberginenscheiben mit Bedacht &#252;ber die Kartoffeln und salzt sie ein wenig.
</p>
<p>
Dann bereite ich das Hackfleisch zu. Eine gew&#252;rfelte Zwiebel und zwei gew&#252;rfelte Knoblauchzehen bilden den Grundstock in der hei&#223;en Pfanne. Dazu kommen 500 Gramm Halb Und Halb, eine gew&#252;rfelte Tomate, drei oder vier Lorbeerbl&#228;tter, etwas gek&#246;rnte Biobr&#252;he und drei Essl&#246;ffel konzentriertes Tomatenmark. Das alles soll richtig sch&#246;n Fahrt aufnehmen. Die Mischung wird dann wiederum mit Salz und Pfeffer gew&#252;rzt und kann griechischerweise mit ein wenig Zimt, Kreuzk&#252;mmel oder zur Not auch Curry abgeschmeckt werden. Wenn die Mischung fertig ist, verteile ich sie &#252;ber den Auberginen.
</p>
<p>
Die Bechamelso&#223;e ist eigentlich eine schlichte Angelegenheit, die man aber stets mit Liebe und Zuneigung zubereiten sollte. F&#252;r die Moussaka brauchen wir recht viel davon, mehr als einen Liter vielleicht. Ich w&#252;rfele wiederum eine gro&#223;e Zwiebel und schwitze sie in einem Topf in Ruhe an. Wenn die St&#252;cke sch&#246;n glasig sind, geht es los: Ich gie&#223;e einen Schuss gutes &#214;l dazu, schalte die Flamme herunter und r&#252;hre mit einem Schneebesen Mehl in das Fett. Vier oder f&#252;nf kr&#228;ftige Essl&#246;ffel m&#252;ssen es sein. Das Mehl muss sich mit dem Fett gut verbinden und dazu drei Minuten kr&#228;ftig ger&#252;hrt werden.
</p>
<p>
Dann kommt Zauberei ins Spiel. Wir gie&#223;en schluckweise Milch an und pl&#246;tzlich haben wir einen sehr unappetitlichen Pamps im Topf, den wirklich niemand essen will. Kein Wunder, dass die Mehlso&#223;e so verp&#246;nt ist. Aber da wir nach und nach immer mehr Milch einr&#252;hren, insgesamt etwa einen Liter, und dazu geduldig den Schneebesen bem&#252;hen, entsteht vor unseren Augen schlie&#223;lich eine zarte Creme. Weil sie als oberste Schicht auf dem Auflauf thronen soll, darf sie nicht zu d&#252;nnfl&#252;ssig sein. Das muss ich bedenken, wenn ich die Milch zugebe und aufpassen, wann es genug ist. Ich w&#252;rze die So&#223;e mit Salz und Pfeffer, gek&#246;rnter Br&#252;he und einem kleinen Spritzer Zitronensaft. Wenn ich mit ihr zufrieden bin, verteile ich sie vorsichtig &#252;ber das Hackleisch und betrachte das Werk zufrieden.
</p>
<p>
Das Ganze kommt f&#252;r 45 Minuten bei 220 Grad in den Ofen. Dann duftet es bereits im ganzen Haus nach Oliven&#246;l. Die Moussaka sollte nicht zu hei&#223; auf den Teller kommen, also drehen wir den Ofen aus, &#246;ffnen die Ofent&#252;r und lassen sie zwanzig Minuten ruhen, bis wir sie schlie&#223;lich doch verspeisen. In Griechenland darf es fettig sein, und die Moussaka macht den Griechen alle Ehre. Wer seine Gier nicht z&#252;gelt wird deshalb mit einem sensationellen V&#246;llegef&#252;hl bestraft, dass auch am n&#228;chsten Tag noch sp&#252;rbar ist. Ma&#223;halten ist also angesagt. Ein schlichter Salat ist alles, was wir dazu brauchen.</p>
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		<title>Lauwarmer Karotten-Kartoffel-Salat</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Jan 2009 04:35:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[inspic=90,right,thumb]Um die Gem&#252;tlichkeit des Heiligen Abends m&#246;glichst stressfrei zu halten, greift man hierzulande gern auf Bew&#228;hrtes zur&#252;ck und spart ein bisschen Zeit, bei allem Singsang und Geschenke-&#214;ffnen, dort, wo man es am wenigsten vermisst . Dem ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<img src="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/uploads/2009/01/kartoffelsalat2.jpg" alt="kartoffelsalat2" title="kartoffelsalat2" width="440" height="330" class="alignnone size-full wp-image-225" /></p>
<p>
Seit Gerhard Schr&#246;der ist die Currywurst politisch aufgeladen. Im Vorbeigehen machte der Laune-Kanzler aus der schlichten S&#228;ttigungsware ein Symbol der nationalen Einheit. Damit schaffte er etwas Verbindendes, w&#228;hrend die Solidarit&#228;t der Arbeiterklasse ihren letzten Atemzug tat. &#8220;Mit extra Curry&#8221; oder &#8220;mit Blattgold&#8221; darf sich der Genosse seither fragen, und beh&#228;lt dabei die Gewissheit, sich in jedem Falle richtig zu entscheiden. Denn vor der Wurst sind alle B&#252;rger gleich.
</p>
<p>
Wer den Verzehr einer Currywurst tats&#228;chlich f&#252;r Genuss h&#228;lt, dem d&#252;rfte auch der Anblick von Claudia Roth ein warmes Zwirbeln in die Lenden pumpen. So wie Friedbert Pfl&#252;ger, der – ein neues Indiz f&#252;r die Sozialdemokratisierung der Republik – seine Portion gerne in Anwesenheit der <a href="http://www.bild.de/BTO/news/2007/02/25/bams-lambeck/lambeck-neu.html">Gr&#252;nen-Bundesvorsitzenden</a> einnimmt.
</p>
<p>
Nein! Currywurst ist geschmacklos, da mache ich keine Kompromisse. Das gleiche gilt f&#252;r Kartoffelsalat, der zusammen mit seinem st&#228;ndigen Begleiter Knackwurst Jahr f&#252;r Jahr an Weihnachten deutsche Festtafeln heimsucht. Als Urheber von so viel kalorienschwerer Niedertracht fallen mir nur die Nazis ein. Wer sonst kommt auf die Idee, eine Weihnachtsgans durch gepresste Fleischreste zu ersetzen?
</p>
<p>
Es ist Tradition, von mir aus. Aber der letzte Hungerwinter liegt 50 Jahre zur&#252;ck. Es ist h&#246;chste Zeit, sich den Zutaten mit etwas mehr Liebe und Zuneigung zu n&#228;hern, und das Gl&#252;ck in der Verfeinerung zu suchen, statt in der Befriedigung eines einzelnen, schlichten Triebes. Also ersetzen wir den Speck durch frische M&#246;hren, statt Zwiebeln nehmen wir Rauke und anstelle der Mayonnaise Walnuss&#246;l und einen Spritzer Zitronensaft.
</p>
<p>
F&#252;r diese schmackhafte Variante koche ich einige gesch&#228;lte Kartoffeln in stark gesalzenem Wasser gar. In der Zwischenzeit gebe ich dann etwas &#214;l in einen mittelgro&#223;en, hei&#223;en Topf. Dort hinein streue ich einen knappen Teel&#246;ffel Zucker und beobachte, wie er langsam zu Karamell wird. Ist dies der Fall, kommen die Karotten hinein, die ich gesch&#228;lt und in St&#252;cke geschnitten habe, die etwa so gro&#223; wie mein kleiner Finger sind. Ich w&#252;rze mit Salz und Pfeffer, r&#252;hre alles kr&#228;ftig durch und decke den Topf mit dem Deckel zu, damit die Karotten im eigenen Dampf garen. Dadurch werden sie besonders aromatisch. Am Ende sollen sie bissfest sein, aber nicht knackig.
</p>
<p>
Die abgegossenen Kartoffeln schneide ich in Scheiben und gebe sie mitsamt den Karotten und dem kr&#228;ftigen Karottensud in eine Sch&#252;ssel. Dort vermische ich sie vorsichtig mit einer Handvoll Rauke, die ich gewaschen und klein gehackt habe, au&#223;erdem mit einem kr&#228;ftigen Schuss Walnuss&#246;l und etwas Zitronensaft. Dazu kommen vielleicht noch einige Sp&#228;ne Parmesan, wenn sich im K&#252;hlschrank gerade ein St&#252;ck findet. Ich w&#252;rze mit Salz und frischem M&#252;hlenpfeffer und lasse dann den Salat einige Minuten ziehen. Schlie&#223;lich kommt er lauwarm auf den Tisch, was ihn besonders appetitlich macht.
</p>
<p>
Das Ergebnis ist ein leichter, und bei entsprechender Portionierung gleichsam s&#228;ttigender All-Wetter-Salat, der auf jeder Weihnachtstafel re&#252;ssieren w&#252;rde. Wer davon einmal gekostet hat, wird auf der n&#228;chsten Party das Buffet aus mayonnaiseschweren Kartoffel- und Nudelsalaten ignorieren und sich statt dessen mit dem Bier in der Hand eine bessere Welt herbei trinken.</p>
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		<title>Tortilla und Krabben mit Safran</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Jan 2009 09:17:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[inspic=89,right,thumb]Man stelle sich vor, es ist nichts im Haus au&#223;er Eiern und Kartoffeln. Alltag, nicht zuletzt auch in meiner K&#252;che. Nun kann der leidende und hungernde Zeitgenosse mit einem Glas Nutella auf dem Sofa dar&#252;ber nachdenken, wie es soweit kommen konnte. Oder er schaut …]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<img src="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/uploads/2009/01/tortilla-und-safran.jpg" alt="Tortilla Francesa und Safrankrabben" title="tortilla-und-safran" width="440" height="330" class="size-full wp-image-188" />
<p style="text-align: right"> Bild KHH</p>
<p>
Man stelle sich vor, es ist nichts im Haus au&#223;er Eiern und Kartoffeln. Alltag, nicht zuletzt auch in meiner K&#252;che. Nun kann der leidende und hungernde Zeitgenosse mit einem Glas Nutella auf dem Sofa dar&#252;ber nachdenken, wie es soweit kommen konnte. Oder er schaut noch ein zweites Mal in die Schr&#228;nke und mobilisiert sein sch&#246;pferisches Potential.
</p>
<p>
Ein oder zwei gute Zutaten sollten sich in jeder K&#252;hl- und Gefrier-Kombination finden lassen. Ein paar frische Kr&#228;uter oder ein St&#252;ck Parmesan zum Beispiel sind schon die halbe Miete. Ein bisschen gefrorener Fisch ist schon fast die Kaution. Ein erneuter Blick zu den Kartoffeln und der Nebel verzieht sich: Eine Tortilla soll es werden. F&#252;r meinen verkaterten Besuch und mich.
</p>
<p>
Daf&#252;r sch&#228;le ich vier oder f&#252;nf mittlere Kartoffeln und schneide sie in kleine Spalten. In einer passenden Pfanne brate ich sie nun in &#8220;tiefem Fett&#8221;. Daf&#252;r muss das &#214;l die Kartoffelspalten in der Pfanne fast ganz bedecken. Und es muss fritteusenhaft sprudeln, sobald die Kartoffeln dazu kommen. Nun dauert es einige Minuten, bis sind gar sind, und ich nutze die Zeit und k&#252;mmere mich um eine kleine So&#223;e, die man zu einer Tortilla eigentlich nicht braucht.
</p>
<p>
Daf&#252;r w&#252;rfele ich eine Zwiebel und zwei kleine Knoblauchzehen. Die H&#228;lfte gebe ich in einen Topf mit einem Schuss &#214;l wo sie and&#252;nsten. Die andere H&#228;lfte der Zwiebelw&#252;rfel ist &#252;brig. Also gebe ich sie zu den Kartoffeln, die ich nebenbei immer wieder umwende und ein bisschen schwenke. Als die Zwiebeln in meinem Topf schon ein bisschen Fahrt aufgenommen haben, kommt meine Premium-Zutat in Spiel: einige Krabben, die ich noch im Gefrierfach hatte – King Prawns vom Discounter.
</p>
<p>
Wenn sie in den Topf fallen muss es ein bisschen zischen, so hei&#223; sollte die Flamme schon sein. Andererseits muss ich aufpassen, denn wenn das Getier zulange kocht, wird es hart und dann hat man das Sch&#246;nste vernichtet: die wunderbare Konsistenz. W&#228;hrend sie zusammen mit den Zwiebeln and&#252;nsten, streue ich einige F&#228;den Safran dar&#252;ber, schwenke alles einmal durch und gie&#223;e dann einen halben Becher Sahne dazu. Jetzt drehe ich den Herd voll auf, denn die Sahne soll soweit verkochen, dass wir eine cremige So&#223;e bekommen, am besten gerade dann, wenn die Krabben fertig sind.
</p>
<p>
Die Kartoffeln f&#252;r die Tortilla sind inzwischen gar, das habe ich probiert. Also kommt der n&#228;chste Schritt: Mit Hilfe eines Tellers gie&#223;e ich das hei&#223;e Fett ab. Sparsamere Geister heben es in einem Glas f&#252;r das n&#228;chste Mal auf, bei mir verschwindet es jedoch im Abfluss. Die Kartoffeln liegen nackig in der Pfanne und ich w&#252;rze sie mit reichlich Salz und Pfeffer aus der M&#252;hle. Dann lasse ich vier kr&#228;ftig verquirlte Eier dar&#252;ber flie&#223;en. Auf kleiner Flamme soll diese Masse nun zu einem goldenen, duftenden Kartoffelkuchen verbacken.
</p>
<p>
Der Safran hat der So&#223;e eine sch&#246;ne, gelbe Farbe gegeben. Ich probiere: ohh, die sie ist gut! Mit einer Prise Salz, etwas M&#252;hlenpfeffer und einem Spritzer Zitronensaft schmecke ich ab. Nun warte ich, bis die untere Seite der Tortilla fertig ist. Mit einem Wender hebe ich sie an und schau drunter. Wenn sie goldbraun und richtig fest ist, ist es soweit. Mit Hilfe eine gro&#223;en Tellers st&#252;rze ich sie, und lasse sie auf der anderen Seite zur&#252;ck in die Pfanne rutschen, und das obwohl die obere Seite noch ein bisschen schmontzig ist. Nach dieser kleinen Sauerei backe ich kurz die andere Seite fertig. Das geht nun deutlich schneller. Kurz darauf steht ein K&#246;stlichkeit auf dem Tisch. Ich lege ein paar Krabben darauf und verteile die So&#223;e. Safran und Krabben – ausprobieren!
</p>
</p>
<p>
Ps. F&#252;r das Bild gab es noch ein wenig Salat aus Rauke und Karotten. Musste weg.</p>
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		<title>Vegetarische Schlachteplatte</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Mar 2008 09:40:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[inspic=79,right,thumb]Im Zentrum des deutsche K&#252;chenkosmos thront bis heute der Braten. Und wenn es keinen Braten gibt, dann gibt es Schnitzel oder Wurst, Klopse oder Gulasch, Frikadellen oder H&#252;hnerschenkel. Wie wenig Bedeutung anderen Speisen …]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<img src="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/uploads/2008/03/schlachteplatte.jpg" alt="Vegetarische Schlachteplatte" /></p>
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Im Zentrum des deutsche K&#252;chenkosmos thront bis heute der Braten. Und wenn es keinen Braten gibt, dann gibt es Schnitzel oder Wurst, Klopse oder Gulasch, Frikadellen oder H&#252;hnerschenkel. Wie wenig Bedeutung anderen Speisen zukommt, dr&#252;ckt ein kleines, h&#228;ssliches Wort aus: S&#228;ttigungsbeilage. Nur Fleisch zu essen w&#228;re zu teuer, also muss man sich mit Kartoffeln oder Reis behelfen, die man dem Familienoberhaupt unauff&#228;llig unterschieben kann, ohne dass er cholerisch das Sonntagsessen aus dem Fenster wirft.
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Dass es auch anders geht, wissen Vegetarier schon lange. Selbst unter Veganern finden sich ausgesprochene Gourmets, die viele Stunden der Nahrungszubereitung widmen und aus Basis-Zutaten wie Linsen, Mais, R&#252;bchen oder Karotten wahre K&#246;stlichkeiten zu zaubern verstehen. Leider m&#252;ssen sie sich sp&#228;testens beim Familienfest wieder mit w&#228;ssrigem Blumenkohl und faden Kartoffeln begn&#252;gen, w&#228;hrend die Verwandschaft munter Schweinelenden verputzt.
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Ich gebe zu, meine Vegetarierplatte ist nicht besonders originell. Es ist allein dem Zufall geschuldet, dass aus den Antipasti ein ganzes Gericht wurde. Bei anderer Gelegenheit w&#252;rde ich sie als Vorspeise oder als Beilage (zum Beispiel zu einem gegrillten Fisch) servieren, denn den Fokus auf die Beilagen zu richten, kann jedem Essen nur dienen.
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Bei der Zubereitung der Zutaten folge ich einem Grundprinzip: Zuerst anbraten und dann im Ofen garen lassen. Das gilt f&#252;r die Kartoffeln ebenso, wie f&#252;r Paprika, Karotten, Auberginen und Champignons. Ich fange mit den Kartoffeln an, denn sie brauchen am l&#228;ngsten. Sie werden zun&#228;chst gewaschen, mitsamt der Schale in mundgerechte St&#252;cke geschnitten und in Oliven&#246;l auf hei&#223;er Flamme geschwenkt, bis sie Temperatur und Farbe angenommen haben. Dann gebe ich sie in einen offenen Br&#228;ter mit reichlich Oliven&#246;l, einem Zweig Thymian, einigen angedr&#252;ckten Knoblauchzehen, zwei Lorbeerbl&#228;ttern und einer kr&#228;ftigen Prise Salz.
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Darauf folgen nach und nach die Karotten, die Paprika-Streifen (bevorzugt rot oder gelb) und die Champignons. Die Auberginen hingegen bekommen ein kleine Sonderbehandlung. Es bedarf einer gewissen Geduld um dieses an sich weiche Gem&#252;se gar zu bekommen. Weil sie das &#214;l ruckzuck aufsaugen und danach trocken in der Pfanne liegen, als w&#228;re nichts geschehen, gebe ich ein Gl&#228;schen Br&#252;he dazu und lasse sie so ein paar Minuten d&#252;nsten.
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Das ganze Gem&#252;se liegt nun gemeinsam im Br&#228;ter im Ofen und gart f&#252;r ungef&#228;hr 45 Minuten bei 150 Grad, w&#228;hrend ich einen kleinen Salat aus wei&#223;en Bohnen vorbereite. Hierzu gebe ich die vorgekochten, abgetropften Bohnen in eine Sch&#252;ssel mit zwei oder drei fein gew&#252;rfelten braunen Champignons. Dazu kommt ein Spritzer Zitronensaft, etwas frische gehackte Minze, Salz und Pfeffer, eine winzige Prise Zucker und einige geschnittene Fr&#252;hlingszwiebeln. Zur besonderen Aromatisierung streue ich noch ein paar K&#246;rner Nigella hinein. Das sind die schwarzen Krumen, mit denen auch t&#252;rkisches Fladenbrot bestreut wird. Man bekommt sie problemlos im t&#252;rkischen Supermarkt.
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Das Gem&#252;se duftet nun herrlich w&#252;rzig. Damit es nicht ganz allein daher kommt, r&#252;hre ich noch schnell eine leichte Joghurtso&#223;e an, und richte dann alles auf einer gro&#223;en Platte an. Dazu gibt es bei mir lediglich frisches Brot. Als Vorspeise w&#228;re das allemal genug. Wem bei diesem Anblick der Appetit versagt, der hat es nicht anders verdient. Denn schmackhaft sind diese Gem&#252;se allemal – s&#228;ttigend &#252;brigens auch.</p>
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		<title>Gegen den Regen</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Sep 2007 23:32:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
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Der Herbst kommt, und mit ihm die deftigen Sachen, die es uns ein bisschen w&#228;rmer machen. Kartoffelbrei zum Beispiel. Wir essen dazu gebratene Maultaschen, gebratenen Zwiebeln und Lauch à la Crème – mit Sahneso&#223;e.
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Das Rezept ist v&#246;llig unkompliziert und funktioniert ohne genaue Mengenangaben. Wichtig ist, das die Kartoffeln nicht festkochend sind, da das P&#252;ree sonst schmierig werden w&#252;rde. Aus Platzgr&#252;nden haben wir das Filmchen gesplittet, obwohl es nur wenig l&#228;nger als 10 Minuten dauert.
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