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	<title>Deli Dauerdienst &#187; Kaffee</title>
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	<description>Berliner Hausmannskost</description>
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		<title>Caffetiera Napoletana</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Nov 2010 07:27:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Berchem</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[inspic=151,right,thumb]Mit den Kaffeevollautomaten haben aufw&#228;ndige Meisterwerke des Maschinenbaus in den K&#252;chen Einzug gehalten – und sich dort ordentlich breit gemacht. Der Weg zur&#252;ck ist in etwa so, als w&#252;rde man seinen Mercedes M-Klasse f&#252;r einen alten VW K&#228;fer verkaufen. Nicht nur die …]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<img src="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/uploads/2010/11/espressokannen.jpg" alt="Caffettiera Napoletana und Caffettiera Moka" title="espressokannen" width="430" class="aligncenter size-full wp-image-2356" /></p>
<h6>Bild DD</h6>
<h1>Caffettiera Napoletana</h1>
<p><strong>Die Moka kennt jeder, der schon mal in einer WG gewohnt hat. Ihre Vorg&#228;ngerin ist die Napoletana. Sie kommt ohne Gummidichtung aus und nutzt stattdessen die Schwerkraft. Welcher Kaffeekocher ist besser?</strong></p>
<p><dc>M</dc>it den Kaffeevollautomaten haben aufwendige Meisterwerke des Maschinenbaus in den K&#252;chen Einzug gehalten – und sich dort ordentlich breitgemacht. Der Weg zur&#252;ck ist in etwa so, als w&#252;rde man seinen Mercedes M-Klasse f&#252;r einen alten VW K&#228;fer verkaufen. Nicht nur die Nachbarn w&#252;rden sich das Maul zerrei&#223;en. Und dennoch, tapfer verteidigen die alten Blechkannen ihren angestammten Platz in den K&#252;chen. Sogar in manchem Sterne-Restaurant steht in der Ecke beim Pâtissier noch immer die gut gepflegte Moka f&#252;r den Kaffee zwischendurch.</p>
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<p>„Vollkommenheit entsteht offensichtlich nicht dann, wenn man nichts mehr hinzuzuf&#252;gen hat, sondern wenn man nichts mehr wegnehmen kann.“ Das sagt <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Antoine_de_Saint-Exupéry">der Dichter</a>. Wahrscheinlich hatte auch er beizeiten eine Moka auf dem Herd, denn unsere beiden Kontrahenten folgen seinen Prinzipien vorbildlich. Hier gibt es keine Kn&#246;pfe und Programme, keine Funktionen und keine Plastikverblendungen. Hier gibt es ein Gef&#228;&#223;, zwei Zutaten und sanfte Hitze.</p>
<p>Die <em>Caffettiera Napoletana</em> ist das &#228;ltere Modell. Ihr Ursprung liegt irgendwo im fr&#252;hen 17. Jahrhundert, der Zeit, als (<a href="http://www.faz.net/s/RubB9F638BB4E3A44949DD29BE54AD9AE55/Doc~EEFA6987672504125BD9A8DA1E65D3924~ATpl~Ecommon~Scontent.html">wegen des Kaffees nat&#252;rlich</a>) der Aufstieg des B&#252;rgertums begann. Das Prinzip ist einfach aber durchdacht: Das Wasser wird im unteren Teil der Kanne zum Kochen gebracht, dann l&#228;sst man sie einen Augenblick stehen und dreht sie schlie&#223;lich auf den Kopf. In der Mitte befindet sich in einem Sieb der Kaffee. Das Wasser l&#228;uft von oben nach unten wie durch einen Filter in ein K&#228;nnchen, das gerade noch der Deckel war. Nach f&#252;nf bis zehn Minuten ist der Kaffee fertig.</p>
<p>Wirkt dieses Prinzip schon ziemlich raffiniert, so ist die Technik der achteckigen <em>Moka Express</em> einfach genial: Im Fu&#223; befindet sich das Wasser und <em>dar&#252;ber</em> im Sieb lagert der Kaffee. Der Wasserdampf sorgt f&#252;r einen leichten &#220;berdruck, der das hei&#223;e Wasser durch einen R&#252;ssel nach oben presst. Dieses System stammt von 1933 und wurde erst durch die Erfindung der Gummidichtung m&#246;glich, die das Wasser in die richtige Bahn lenkt. Weil es irgendwie mit Druck zu tun hat, um den es ja bei den Vollautomaten auch geht (so &#228;hnlich wie um Megapixel bei den Digitalkameras), schalten viele Benutzer den Herd auf volle Leistung. Das bewirkt kaum Gutes, denn durch die Hitze wird der Kaffee bitter. Beide Kannen sollte man stattdessen lieber auf kleiner, maximal auf mittlerer Stufe betreiben.</p>
<p>Da beide Varianten bewiesenerma&#223;en unerm&#252;dlich ihre Pflicht erf&#252;llen, findet man die Unterschiede eher in den Details: Der Kaffee in der Moka ist etwas hei&#223;er, der Satz ist sch&#246;n trocken und kann leicht am M&#252;lleimerrand ausgeklopft werden. In der Napoletana ist der Sud aromatischer und weniger bitter, was an der geringeren Temperatur bei der Zubereitung liegt. Daf&#252;r bleibt der Kaffeesatz feucht und schlammig und muss unter flie&#223;endem Wasser ausgesp&#252;lt werden. Damit gewinnt die Moka im Praxistest. Die Napoletana ist eher ein Werkzeug f&#252;r Puristen, die den perfekten Geschmack suchen und daf&#252;r ein wenig Ungemach in Kauf nehmen.</p>
<p>Egal, welche Bauform man bevorzugt, nach M&#246;glichkeit sollte sich f&#252;r eine Kanne aus Edelstahl entscheiden, da Aluminium, der traditionelle Rohstoff f&#252;r die Moka, <a href="http://www.alzheimer-forschung.de/alzheimer-krankheit/faq.htm#Aluminium">unter Neurologen von zweifelhaftem Ruf ist</a>.</p>
<p><strong>Nachtrag:</strong> In Berlin kann man die Napoletana zum Beispiel <a href="http://www.kaffee-fragasso.de/">hier</a> kaufen.</p>
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		<title>Kaffeedurst</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Nov 2006 08:04:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Berchem</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kaffee]]></category>

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		<description><![CDATA[Kaffeedurst Was, und, bitte, ich meine das nicht abwertend, typisch deutsch ist, ist eine gewisse Liebe zu technischen Dingen. Kennen wir alle, daf&#252;r werden wir auf der ganzen Welt gesch&#228;tzt. Bedauernswert finde ich diese kalte Liebe, wenn man sich eine Espresso-Fabrik in die Wohnung oder ins B&#252;ro stellt, die locker ein paar Hunderter oder mehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Kaffeedurst</h1>
<p>
<dc>W</dc>as, und, bitte, ich meine das nicht abwertend, typisch deutsch ist, ist eine gewisse Liebe zu technischen Dingen. Kennen wir alle, daf&#252;r werden wir auf der ganzen Welt gesch&#228;tzt. Bedauernswert finde ich diese kalte Liebe, wenn man sich eine Espresso-Fabrik in die Wohnung oder ins B&#252;ro stellt, die locker ein paar Hunderter oder mehr kostet, und dann die billigsten Bohnen in den Bohnen-Vorratsspeicher einf&#228;llt.
</p>
<p>
Da kann die Technik noch so ausgekl&#252;gelt sein, da kann die Maschine selbstreinigend, tassenw&#228;rmend, dampfaussto&#223;end und treu ihren Dienst verrichten, guten Kaffee wird sie nicht herstellen. Kaffee ist teuer. Ein Luxusprodukt. Nun nehme ich eine achteckige Espressokanne, bef&#252;lle sie mit Espresso-Pulver aus einem italienischen Laden und stelle sie bei mittlerer Flamme auf den Herd. W&#228;hrend ich duschen gehe, sch&#228;umt und faucht es im Innern der Kanne, das hei&#223;e Wasser l&#246;st all die herrlichen Aromen aus dem Kaffeemehl. In Afrika und S&#252;d-Amerika haben Kaffeebauern geschuftet, damit ich morgens etwas sch&#246;nes trinke. Ich w&#252;rdige das mit mit lauwarmer Milch, in die ich den Espresso gie&#223;e.
</p>
<p>
Wenn ich G&#228;ste habe, sch&#228;ume ich die Milch vorher auf. Ich wette, im Blindtest schl&#228;gt meine Alukanne jede platzraubende Hightech-Wunderwaffe.</p>
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