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	<title>DeliDauerDienst &#187; Kaffee</title>
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	<description>Delikat essen in Berlin und anderswo</description>
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		<title>Café Frappé</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Jan 2008 11:44:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[inspic=44,right,thumb]In Deutschland kennt man Frappé vor allem durch eine alte Fernsehwerbung: Eine wei&#223;e Luxuslimousine steht im Wald und wippt heftig wie bei einem Sch&#228;ferst&#252;ndchen. "Mach es nochmal" ruft eine Frau. Daraufhin nimmt drinnen ein Mann …]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<img src="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/uploads/2008/01/frappe.jpg" alt="Frappé-Pause in Griechenland" />
<p style="text-align: right"> Bild: <a href="http://www.flickr.com/photos/7925762@N06/">cafenatic</a></p>
<p><strong>Kaffee-Trilogie III.</strong></p>
<p>
In Deutschland kennt man Frappé vor allem durch eine alte Fernsehwerbung: Eine wei&#223;e Luxuslimousine steht im Wald und wippt heftig wie bei einem Sch&#228;ferst&#252;ndchen. &#8220;Mach es nochmal&#8221; ruft eine Frau. Daraufhin nimmt drinnen ein Mann (der aussieht wie ein Pornostar) einen Shaker zur Hand und sch&#252;ttelt noch einen Nescafé Frappé zurecht. Die Frau jauchzt vor Freude.
</p>
<p>
Werbestrategen wissen es schon lange: Der Genuss von Nahrungsmitteln hat eine sexuelle Komponente. Eiskaffee macht da keine Ausnahme. Er ist s&#252;&#223;, anregend und k&#252;hlt erhitzte Gem&#252;ter. Nur schade ist, dass Frappé es nie wirklich in die deutsche Genusskultur geschafft hat. In Griechenland, wo er erfunden wurde, ist er omnipr&#228;sent und stets eine willkommene Erfrischung – f&#252;r 17-j&#228;hrige Rucksacktouristen ebenso wie f&#252;r gealterte albanische LKW-Fahrer. Jeder trinkt Frappé.
</p>
<p>
Nun, wir haben statt dessen den echten Eiskaffee, den man viel zu selten trinkt. F&#252;r das folgende kleine Rezept datiere ich den Fr&#252;hling vor. Zun&#228;chst koche ich Kaffee. Ich lasse meine Espresso-Kanne auf dem Herd stehen bis der Inhalt fast auf Zimmertemperatur abgek&#252;hlt ist. In gro&#223;e Gl&#228;ser kommen nun zwei Kugeln gutes Vanille-Eis. Ich entscheide mich meistens f&#252;r eine bekannte Marke, unter der auch Restaurants und Hotels betrieben werden. Dann f&#252;lle ich die Gl&#228;ser mit Milch auf. Menschen, die mit akutem Untergewicht zu k&#228;mpfen haben, k&#246;nnten daf&#252;r auch S&#252;&#223;e Sahne nehmen. Zuletzt kommt der Kaffee ins Glas, ein halbes T&#228;sschen vielleicht. Obendrauf macht sich Schokoladen- oder die stets beliebte Karamellso&#223;e gut. Strohhalm rein, das Gesicht der Sonne zu wenden und genie&#223;en. Bombe.
</p>
<p>
Zum Ende meiner Kaffee-Trilogie m&#246;chte ich nebenbei noch darauf hinweisen, dass ich die in Mode gekommenen Kaffee-Pads f&#252;r Quatsch halte. Die kleinen Beutelchen haben nur einen Zweck: Kaffee teurer an die Verbraucher zu verkaufen. Der Preisvergleich spricht B&#228;nde. Und noch etwas: Es ist zwar sch&#246;n, dass die Konsumenten inzwischen auf Sortenreinheit und unterschiedliche Aromen achten, aber Kaffee ist nicht Wein: &#196;thiopische oder Ecuadorianische Jahrgangsbohnen sind, genau wie die Pads, kaum mehr als ein Marketinggag. F&#252;r mich gibt es nur den italienischen Espresso oder solchen aus fairem Handel. Der schmeckt auch und sorgt f&#252;r ein reines Gewissen beim morgendlichen Koffeinkick. Alles andere: kalter Kaffee.</p>
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		<title>Espresso-Crêpes</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Jan 2008 10:17:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[inspic=40,right,thumb]Heute will ich meine Lieblingspfannkuchen aus der Rolle der Kinderbegl&#252;cker befreien und statt dessen vollwertige, emanzipierte Erwachsenenbegl&#252;cker aus ihnen machen. Und Kaffee ist das Mittel zum Zweck. Ich vermische drei Eier …]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<img src="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/uploads/2008/01/espresso-crepes.jpg" alt="Espresso Crêpes" /></p>
<p>
<strong>Kaffee-Trilogie II.</strong>
</p>
<p>
Heute will ich meine Lieblingspfannkuchen aus der Rolle der Kinderbegl&#252;cker befreien und statt dessen vollwertige, emanzipierte Erwachsenenbegl&#252;cker aus ihnen machen. Und Kaffee ist das Mittel zum Zweck.
</p>
<p>
Ich vermische drei Eier, etwa sechs Essl&#246;ffel Mehl und einen knappen Essl&#246;ffel Zucker mit einer ordentlichen Prise Salz, einem Glas Milch und einem Spritzer Sprudel. Der Teig ist so noch viel zu dick f&#252;r meine Pfannkuchen, aber es fehlt auch noch die wichtigste Zutat: eine Kanne voll Espresso, etwa 200 Milliliter, die ich in den Teig entleere. Ich vermische alles und nun ist der Teig graubraun und deutlich fl&#252;ssiger – so wie ich ihn brauche, um die Eierkuchen in der Pfanne d&#252;nn auszuschwenken.
</p>
<p>
In der Zwischenzeit habe ich auf dem Herd <a href="http://www.kosmos-happa-happa.de/?p=105">wieder</a> eine Karamellso&#223;e angesetzt. Diesmal brauche ich eine ganze Menge davon. Dementsprechend lasse ich mehr Zucker karamellisieren, etwa vier oder f&#252;nf Essl&#246;ffel. Um die Geschichte interessanter zu machen gebe ich, neben dem obligatorischen Spritzer Rum, auch den Saft einer halben Limette hinzu.
</p>
<p>
Dann brate ich die Pfannkuchen. Ein Stich Butter macht den Anfang. Die Pfanne sollte so hei&#223; sein, dass die Butter sprudelnd zerl&#228;uft ohne zu verbrennen. Dann gebe ich eine Kelle Teig hinein und drehe und neige die Pfanne, bis der Teig sch&#246;n verlaufen ist. Nach ein paar Minuten beginne ich, den Pfannkuchen vom Pfannenboden zu l&#246;sen und ihn schlie&#223;lich umzudrehen. Der erste wird meistens nichts – also nicht verzagen! Die fertigen Pfannkuchen lagere ich bis zu seiner Weiterverarbeitung auf einem Teller neben dem Herd.
</p>
<p>
Als ich mit dem Braten fertig bin, nehme ich sie einzeln, lege ein paar Flocken Vanille-Eis in die Mitte und drehe sie zu einer Wurst. Auf jeden Teller kommt au&#223;erdem ein Spiegel aus Karamellso&#223;e, noch eine Kugel Eis, ein wenig geriebene dunkle Schokolade und ein wenig Minze oder Limette als Dekoration.
</p>
<p>
Die Pfannkuchen sind nun ein wenig herber als &#252;blich und haben ein dezentes aber anregendes Kaffeearoma. Wem beim ersten Bissen karamellgetr&#228;nkter Gl&#252;ckseligkeit nicht spontan ein Seufzer entf&#228;hrt, der muss ein hoffnungsloser Puritaner sein.</p>
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		<title>Karamello Crunch</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Jan 2008 11:49:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[inspic=49,right,thumb]Z&#252;ndeln geh&#246;rt zur Weihnachtszeit wie die Sehnsucht zum Single. Nach dem <a href="http://www.kosmos-happa-happa.de/?p=102">Silvesteressen</a> stand bei uns zu diesem Zweck der Bunsenbrenner hoch im Kurs. Wir karamellisierten …]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<img src="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/uploads/2008/01/karamello3.jpg" alt="Karamello Crunch" /><strong>Kaffee-Trilogie I.</strong></p>
<p>
Z&#252;ndeln geh&#246;rt zur Weihnachtszeit wie die Sehnsucht zum Single. Nach dem <a href="http://www.kosmos-happa-happa.de/?p=102">Silvesteressen</a> stand bei uns zu diesem Zweck der Bunsenbrenner hoch im Kurs. Wir karamellisierten alles – bis hin zum gebutterten Toastbrot. Eine weitere Erfindung, die aus diesen Experimenten hervor gegangen ist, ist der Karamello Crunch.
</p>
<p>
Die Kombination ist zugegebenerma&#223;en nicht ganz neu. Latte Macchiato mit Karamellso&#223;e gibt es heute in jeder Lounge, aber so geil wie wir macht sie keiner. Als Grundlage dient, ganz klassisch, hei&#223;e, aufgesch&#228;umte Milch. Dort hinein geben wir zun&#228;chst ein guten Schuss frischen Espresso, dann ein Schl&#252;ckchen Rum, und danach noch einen oder zwei Essl&#246;ffel gezuckerte Kondensmilch, bei Schweizreisenden auch als &#8220;Milchm&#228;dchen&#8221; bekannt.
</p>
<p>
Nun brauchen wir eine Karamellso&#223;e, die ich wie folgt zubereite. In einem kleinen Topf erhitze ich auf halber Flamme einige L&#246;ffel wei&#223;en Zucker. Ich warte bis er schmilzt und beschleunige diesen Prozess aus Ungeduld mit dem Bunsenbrenner. Wenn der Zucker fl&#252;ssig und hellbraun karamellisiert ist, l&#246;sche ich ihn mit einem halben Glas Wasser ab und koche alles auf, bis es sich gut aufgel&#246;st hat und so eine z&#228;hfl&#252;ssige So&#223;e entstanden ist. Man muss bei der Zubereitung beachten, dass der Zucker nicht zu dunkel werden darf, denn sonst wird die So&#223;e unertr&#228;glich bitter.
</p>
<p>
Ich gie&#223;e die So&#223;e im Kreis herum am Rand des Glases entlang. Die Schaumkrone bedecke ich d&#252;nn mit Zucker, den ich nun mit dem Bunsenbrenner karamellisiere. Am Ende hat der Schaum eine d&#252;nne Karamellkappe, die man mit einem L&#246;ffel durchbrechen muss, um an den aromatischen Inhalt zu kommen. Eine absolute Bombe – entweder um sich zwischendurch die F&#252;&#223;e zu w&#228;rmen oder als geistreiches Dessert nach einem sch&#246;nen Winteressen.</p>
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		<title>Kampf der Kaffeekocher</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Oct 2007 07:42:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Espresso]]></category>
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		<description><![CDATA[[inspic=41,right,thumb]In meinem heutigen Beitrag tritt ein Klassiker gegen einen jungen Konkurrenten an. Es geht um Espressokannen. Die Gemeinsamkeiten der zwei Kontrahenten sind schnell aufgez&#228;hlt: Man bef&#228;llt sie mit Espresso-Pulver und Wasser, stellt sie auf …]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<img src="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/uploads/2007/10/espresso.jpg" alt="Espressokannen" /></p>
<p>
In meinem heutigen Beitrag tritt ein Klassiker gegen einen jungen Konkurrenten an. Es geht um Espressokannen. Die Gemeinsamkeiten der zwei Kontrahenten sind schnell aufgez&#228;hlt: Man bef&#228;llt sie mit Espresso-Pulver und Wasser, stellt sie auf den Herd, und ein paar Minuten nachdem es be&#228;ngstigend zu zischen und zu brodeln angefangen hat, dampft unter dem Deckel ein Kaffee, der mindestens so muffelig riecht, wie seine studentischen Trinker am fr&#252;hen Morgen.
</p>
<p>
Auf der einen Seite steht die Alukanne. Sie ist fester Bestandteil in den Haushalten der Bohème. In der vor mir stehenden Ausf&#252;hrungen hat sie zehn Ecken, es gibt sie aber auch mit acht. Wegen des verwendeten Aluminiums hat es der Zahn der Zeit nur allzu leicht, an ihr seine Spuren zu hinterlassen. Sie wird braun, l&#228;uft an und wird schon nach dem ersten Gang durch die Sp&#252;lmaschine nie wieder so aussehen wie zuvor, denn leider steht nirgends geschrieben, dass unter den Einfl&#252;ssen der Reinigungsmittel die Beschichtung leidet. Die Verchromung wird matt und zur&#252;ck bleibt tr&#252;bes Blech, dass dennoch f&#252;r viele Menschen ein St&#252;ckchen Zuhause bedeutet.
</p>
<p>
Aluminium steht im Verdacht Alzheimer zu erregen. Seit dem Erscheinen der ersten “Moka Express” im Jahr 1933 hat der allgemeine Wohlstand soweit zugenommen, dass es nun auch f&#252;r Edelstahlkannen genug K&#228;ufer gibt. Das Material ist dauerhafter und verh&#228;lt sich chemisch relativ neutral, sollte also f&#252;r diesen Zweck bestens geeignet sein.
</p>
<p>
Leider haben die Hersteller nicht das bew&#228;hrte Konzept &#252;bernommen, sondern – vermutlich aus Marketinggr&#252;nden – stattdessen f&#252;r die Stahlkannen eine neue, runde Form ersonnen. Die kommt einerseits nichts so heimelig daher wie ihre Gro&#223;mutter, mit ihrem klassischen Design, und erf&#252;llt andererseits ihren Zweck schlechter.
</p>
<p>
Das Prinzip ist bei beiden das gleiche: Auf dem Herd erhitzt sich das Wasser im unteren Teil der Kanne und wird vom entstehenden Wasserdampf nach oben durch das Pulver gedr&#252;ckt. Im oberen Teil sammelt sich der fertige Espresso. Wichtig ist dabei, dass das Wasser seinen Weg auch findet. Hierf&#252;r ist die Gummidichtung notwendig.<br />
Das Ergebnis meiner Untersuchungen zeigt, dass hier der Schwachpunkt der neuen Kannen liegt. Oft sammelt sich im unteren Teil eine braune Br&#252;he, eine verungl&#252;ckte Mischung aus Kaffeepulver und hei&#223;em Wasser, die dort nichts zu suchen hat. Im oberen Teil kommt in diesem Fall kaum Kaffee an. Nur wenn man die Kanne extrem fest verschraubt l&#228;sst sich das Problem l&#246;sen.
</p>
<p>
Gleichzeitig entsteht dabei ein neues – denn die Kanne muss irgendwann auch wieder aufgeschraubt werden, was nur mit roher Gewalt und mit Hilfe eines Handtuchs m&#246;glich ist. Vom Geschmack her unterscheiden sich beide Kannen kaum. Das Resultat ist ein Espresso f&#252;r Anspruchslose, der jedoch als Milchkaffee immer noch um L&#228;ngen besser schmeckt, als jeder Filterkaffe.
</p>
<p>
Dass in der Edelstahlkanne mit ihrer bauchigen Form stets eine Pf&#252;tze Wassers stehen bleibt, kann man als st&#246;rend empfinden, denn offensichtlich arbeitet die Kanne technisch nie wirklich zufrieden stellend. Trotz der schlechten Bedienbarkeit bleibe ich dennoch bei der Neuen, denn Gesundheit geht bei mir &#252;ber Bedienkomfort. Die ideale Kanne h&#228;tte das Design des Klassikers und w&#228;re aus Edelstahl gefertigt. Warum es das so nicht gibt, bleibt mir verborgen.</p>
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		<title>Kaffeedurst</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Nov 2006 08:04:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zutaten]]></category>
		<category><![CDATA[Kaffee]]></category>

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		<description><![CDATA[Was, und, bitte, ich meine das nicht abwertend, typisch deutsch ist, ist eine gewisse Liebe zu technischen Dingen. Kennen wir alle, daf&#252;r werden wir auf der ganzen Welt gesch&#228;tzt. Bedauernswert finde ich diese kalte Liebe, wenn man sich eine Espresso-Fabrik in die Wohnung oder ins B&#252;ro stellt, die locker ein paar Hunderter oder mehr kostet, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>
Was, und, bitte, ich meine das nicht abwertend, typisch deutsch ist, ist eine gewisse Liebe zu technischen Dingen. Kennen wir alle, daf&#252;r werden wir auf der ganzen Welt gesch&#228;tzt. Bedauernswert finde ich diese kalte Liebe, wenn man sich eine Espresso-Fabrik in die Wohnung oder ins B&#252;ro stellt, die locker ein paar Hunderter oder mehr kostet, und dann die billigsten Bohnen in den Bohnen-Vorratsspeicher einf&#228;llt.
</p>
<p>
Da kann die Technik noch so ausgekl&#252;gelt sein, da kann die Maschine selbstreinigend, tassenw&#228;rmend, dampfaussto&#223;end und treu ihren Dienst verrichten, guten Kaffee wird sie nicht herstellen. Kaffee ist teuer. Ein Luxusprodukt. Nun nehme ich eine achteckige Espressokanne, bef&#252;lle sie mit Espresso-Pulver aus einem italienischen Laden und stelle sie bei mittlerer Flamme auf den Herd. W&#228;hrend ich duschen gehe, sch&#228;umt und faucht es im Innern der Kanne, das hei&#223;e Wasser l&#246;st all die herrlichen Aromen aus dem Kaffeemehl. In Afrika und S&#252;d-Amerika haben Kaffeebauern geschuftet, damit ich morgens etwas sch&#246;nes trinke. Ich w&#252;rdige das mit mit lauwarmer Milch, in die ich den Espresso gie&#223;e.
</p>
<p>
Wenn ich G&#228;ste habe, sch&#228;ume ich die Milch vorher auf. Ich wette, im Blindtest schl&#228;gt meine Alukanne jede platzraubende Hightech-Wunderwaffe.</p>
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