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	<title>DeliDauerDienst &#187; Huhn</title>
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	<description>Delikat essen in Berlin und anderswo</description>
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		<title>Schenkel und Croûtons</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Jun 2009 11:43:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[inspic=112,right,thumb]Als ich Gisbert zu Knyphausen h&#246;re, kommt die Klarheit zur&#252;ck. Das ist sie endlich, die Stimme die mit ihrem Ich f&#252;r mein Wir spricht. Mit diesem Mann gibt es endlich jemanden aus meinem Jahrgang, den ich bewundere. Und der Blick in der K&#252;hlschrank…]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<img src="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/uploads/2009/06/schenkel.jpg" alt="H&#228;hnchenschenkel mit Croutons" title="H&#228;hnchenschenkel mit Croutons" width="430" height="303" class="alignnone size-full wp-image-452" /></p>
<p>
Als ich <a href="http://www.myspace.com/gisbertzuknyphausen">Gisbert zu Knyphausen</a> h&#246;re, kommt die Klarheit zur&#252;ck. Das ist sie endlich, die Stimme die mit ihrem Ich f&#252;r mein Wir spricht. Mit diesem Mann gibt es endlich jemanden aus meinem Jahrgang, den ich bewundere. Und der Blick in der K&#252;hlschrank bringt schnell Klarheit. Zu dieser Musik koche ich etwas herbes, was aber schmackhafter nicht sein k&#246;nnte.
</p>
<p>
Um es kurz zu machen: es gibt H&#228;hnchenschenkel und Croûtons. Die Fleischst&#252;cke brate ich zuerst mit Salz, Pfeffer und einigen Knoblauchzehen in einem gro&#223;en Topf in Oliven&#246;l an, das darf ruhig ein paar Minuten dauern, denn sie sollen schon ein wenig Farbe annehmen. Nachher werden sie lange schmoren, und auf diesen Weg kann ich ihnen damit schon mal ein paar Aromen mitgeben. Daf&#252;r behalte ich sie aber gut im Auge und wende sie regelm&#228;&#223;ig, damit sie von allen Seiten Farbe annehmen.
</p>
<p>
Wenn es soweit ist, gebe ich einen guten Essl&#246;ffel Tomatenmark aus der Tube hinzu und schwitze es mit an. Nun kommt der erste kleine Trick, um das Gericht zu einem Erfolg zu machen. Entweder gebe ich ein wenig Paprikapulver hinzu, dass kurz mit anbr&#228;t, oder einige gehackte getrocknete Tomaten. Beides gibt dem Essen eine ganz leichte, herbe Note.
</p>
<p>
In den Topf wandern nun ein Str&#228;u&#223;chen frischer Rosmarin, einige Lorbeerbl&#228;tter, getrockneter Oregano und Majoran, gen&#252;gend Salz und frischer Pfeffer und zuletzt ein Glas Wasser, um alles zu beruhigen. Wie ein Coq Au Vin soll dass ganze nun sch&#246;n langsam zusammen schmoren, damit sich aller Aromen, besonders die des H&#228;hnchens, entfalten und mit einander verbinden k&#246;nnen. Das sollte ruhig eine halbe Stunde dauern. Dann ist das Fleisch gar und zart und l&#246;st sich fast von alleine vom Knochen.
</p>
<p>
In der Zwischenzeit bereitet man die Croutons zu. Besonders gut sind sie, wenn man daf&#252;r ein K&#246;rnerbrot nimmt und die W&#252;rfel mit einer Prise Salz auf kleiner Flamme in etwas Oliven&#246;l ausb&#228;ckt. Solche Brotw&#252;rfel mit einem Hauptgang zu servieren, habe ich in der Toskana gelernt. Dort wurde fr&#252;her in der bescheidenen Landk&#252;che manches Gericht mit altem Brot angereichert, was im Zusammenspiel mit einer guten So&#223;e eine ausgezeichnete Verwendung ist.
</p>
<p>
Auf dem Teller findet sich das Gericht schlie&#223;lich neben ein wenig Frisee-Salat wieder. Der ist auch leicht herb und passt damit hervorragend zum Fleisch. Und wenn der Besuch nicht rechtzeitig zum Mittagessen kommt, tut es mir leid, aber dann esse ich alles alleine. Kein Problem meinerseits.</p>
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		<title>Pasta Saltimbocca</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Mar 2008 07:07:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezepte]]></category>
		<category><![CDATA[Huhn]]></category>
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		<description><![CDATA[[inspic=74,right,thumb]Salbei kennt jeder als Hustenmedizin und &#252;berall, wo gro&#223;e Chorwerke wie die Johannespassion oder Mozarts Requiem zum Besten gegeben werden, steckt in mindestens einer Tasche eine T&#252;te Salbeibonbons von der alle S&#228;nger dankbar naschen. Salbei hat eine …]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<img src="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/uploads/2008/03/pasta-saltimbocca.jpg" alt="Pasta Saltimbocca" /></p>
<p>
&#220;berall dort, wo die Johannespassion oder Mozarts Requiem zum Besten gegeben werden, steckt in mindestens einer Tasche eine T&#252;te Salbeibonbons aus der die S&#228;nger dankbar naschen. Salbei hat eine heilende Wirkung, wie auch der Wortstamm verr&#228;t: Salve, Heil. Dass man dieses pelzige Kraut auch zum Kochen benutzen kann, weiss man in Italien schon lange. Hier jedoch hat sich diese Erkenntnis noch nicht so recht durchgesetzt.
</p>
<p>
Wer &#8220;Saltimbocca&#8221; kennt, die zarten Rouladen aus Kalbfleisch mit Schinken und Zitrone, der wei&#223; welch herrlichen Geschmack der Salbei entwickeln kann – voraus gesetzt, man geht vorsichtig mit ihm um und stellt ihm ein paar Begleiter zur Seite. Da ich heute den Aufwand scheute und auch das Geld f&#252;r Kalbsschnitzel nicht ausgeben wollte, habe ich mich f&#252;r eine Abwandlung entschieden, die aber kaum weniger schmackhaft ist, wenn auch weniger anspruchsvoll bei der Zubereitung und beim Verzehr. Es gibt Pasta Saltimbocca.
</p>
<p>
Zun&#228;chst bereite ich alles vor, w&#228;hrend hinten auf dem Herd schon das gesalzene Nudelwasser hei&#223; wird. Zwei ordentliche H&#252;hnerbr&#252;ste schneide ich quer in m&#246;glichst d&#252;nne Scheiben. Guten luftgetrockneten Schinken, vier oder f&#252;nf Scheiben, schneide ich in Streifen. Eine Knoblauchzehe w&#252;rfele ich in stecknadelkopfgro&#223;e St&#252;cke und etwa ein Dutzend frische Salbei-Bl&#228;tter hacke ich grob. Das alles bewahre ich in kleinen H&#228;ufchen auf meinem gro&#223;en Holzbrett auf.
</p>
<p>
Als das Nudelwasser kocht gebe ich einen Spritzer &#214;l und die Pasta hinein. Das k&#246;nnen Linguine oder Spaghetti sein, also nicht zu grobe und nicht zu feine Nudeln. In einem weiteren Topf habe ich inzwischen auf 3/4 Hitze einen ordentlichen Stich Butter zerlassen und gebe das H&#252;hnchenfleisch in das schaumige Fett. Ich wende es schnell und passe vielleicht die Temperatur an: Wenn das Fleisch und die Butter braun werden, dann ziehe ich den Topf kurz von der Flamme und warte einen Augenblick, bis sich das Schauspiel beruhigt hat. Das Fleisch soll eher gar ziehen als zu braten.
</p>
<p>
Nach ein oder zwei Minuten geben ich alle anderen Zutaten hinzu: den Knoblauch, die Salbeibl&#228;tter und den Schinken, au&#223;erdem einen kr&#228;ftigen Spritzer Zitronensaft, schwarzen Pfeffer aus der M&#252;hle und etwas Salz. Ich vermische alles gr&#252;ndlich bis es Fahrt aufgenommen hat. Dann schalte ich die Platte ab, verschlie&#223;e den Topf mit einem Deckel und lasse den Sud solange ziehen bis die Nudeln soweit sind. Am Ende sollten die d&#252;nnen Fleischscheiben gar aber butterzart sein. Der Schinken ist nun tr&#252;b geworden, hat aber nicht so lange gekocht als das er seinen Charakter verloren h&#228;tte. Am Topfboden hat sich ein wunderbarer Sud gebildet, den ich nun noch mit einem ordentlichen Schuss Oliven&#246;l aufwerte.
</p>
<p>
Die Nudeln sind inzwischen fertig. Dass ich sie abgie&#223;e und zur&#252;ck in den Topf verfrachte, muss ich niemandem sagen. Von dort heben ich so viel davon wie meine So&#223;e vertragen kann in den anderen Topf und vermische alles einmal gr&#252;ndlich. In meinem Fall hei&#223;t das, dass ich einige Nudeln unbeachtet f&#252;r sp&#228;ter stehen lasse, denn es w&#228;re zu schade, wenn man die So&#223;e vor lauter Nudeln auf dem Teller nicht mehr finden w&#252;rde. Dann richte ich die Portionen an und achte darauf, dass die Mischung stimmt. Genug Fleisch? Genug Schinken? Ein Raunen geht durch die Wohnung. Saltimbocca hei&#223;t auf italienisch &#8220;Spring in den Mund&#8221;. Hopp hopp. Etwas Parmesan dar&#252;ber und rein damit.</p>
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		<title>H&#252;hnerbrust und Steinpilzsauce</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Dec 2007 08:36:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezepte]]></category>
		<category><![CDATA[Huhn]]></category>
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		<description><![CDATA[[inspic=67,right,thumb]Heute h&#228;tte ich einen Foodstylisten gebraucht. Es war ein fantastisches Essen, doch die Fotos entt&#228;uschen ein wenig. Vielleicht liegt es daran, dass der Hunger zu gro&#223; war, und wir schnell anfangen wollten. Die H&#252;hnerbrust hatte ich von einem Biometzger, ein wahrlich …]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<img src="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/uploads/2007/12/steinpilze.jpg" alt="H&#252;hnerbrust mit Steinpilzso&#223;e" />
<p style="text-align: right"><font size="1">Bild: Ddd</font></p>
<p>
Heute h&#228;tte ich einen Foodstylisten gebraucht. Es war ein fantastisches Essen, doch die Fotos entt&#228;uschen ein wenig. Vielleicht liegt es daran, dass der Hunger zu gro&#223; war, und wir schnell anfangen wollten. Die H&#252;hnerbrust hatte ich von einem Biometzger, ein wahrlich teures Vergn&#252;gen. So leid es mir tut: an der nackten Brust des Huhns habe ich keinen gro&#223;en Unterschied zu den konventionellen Br&#252;sten feststellen k&#246;nnen. Was bleibt ist das sch&#246;ne Gef&#252;hl guten Benehmens – das Huhn hatte in seiner Jugend sicherlich ein gl&#252;ckliches Leben, gutes Futter und viel frische Luft. Genau wie ich. Gleich und gleich gesellt sich eben gern.
</p>
<p>
Zur sanft gebratenen H&#252;hnerbrust (genau genommen vom H&#228;hnchen) gibt es Tagliatelle und Steinpilzso&#223;e. Ich fange mit den Steinpilzen an, die ich bei einer Gelegenheit im Supermarkt g&#252;nstig geschossen habe, eine gro&#223;e Packung f&#252;r 4 Euro. Das Etikett verr&#228;t, dass sie aus Serbien kommen. Wie weit ist es von Serbien nach Tschernobyl? Ich vertraue auf deutsche Einfuhrkontrollen und lege eine Handvoll in eine kleine Sch&#252;ssel mit warmem Wasser. Dort lasse ich sie zun&#228;chst einige Zeit stehen.
</p>
<p>
Als ich wieder in die K&#252;che komme, hat das Wasser eine braune Farbe angenommen und duftet s&#252;&#223; und w&#252;rzig. Die Pilze selbst sind nun w&#228;ssrige Lappen. Dass hei&#223;t aber nichts schlechtes, wie wir nachher sehen werden. F&#252;r die Nudeln setze ich einen Topf mit Salzwasser auf. Dann schalte ich noch den Backofen an, am besten auf Oberhitze. Nun w&#252;rze ich meine H&#252;hnerbr&#252;ste von beiden Seiten mit Salz und Pfeffer und einem Spritzer Zitrone. In einer Pfanne brate ich sie auf beiden Seiten in etwas Oliven&#246;l mild an. Die mittlere Stufe reicht dabei, denn sie sollen keine braune Farbe gewinnen, sondern nur rundherum sch&#246;n hell werden. Ich gebe in die Pfanne au&#223;erdem zwei Zehen Knoblauch. Die lasse ich in der Haut, damit sie aufspringen und nun langsam ihr Aroma abgeben k&#246;nnen. Das Anbraten darf nicht zu lange dauern, denn dann stelle ich sie in den Backofen, wo sie bei weniger als hundert Grad garen. Auf die Oberseite lege ich einige Raspeln Parmesan oder eines &#228;hnlichen Hartk&#228;ses.
</p>
<p>
Derweil ist es Zeit f&#252;r die So&#223;e. Die Pilze dr&#252;cke ich ein wenig aus und lege sie erstmal auf einem Brett beiseite. Das Pilzwasser gebe ich in einen Topf und passe dabei auf, den letzten Schluck, in dem sich Schmutz und Sand abgesetzt haben, nicht mit auszusch&#252;tten. Die Platte steht auf drei, denn die So&#223;e soll kochen, kochen, kochen, bis sie ein cremiges, delikates Aromawunder ist. Dazu kommen ein Schluck Portwein, Sherry oder ein &#228;hnlicher Wein und ein guter Schuss Sahne. Ansonsten nur noch Salz und Pfeffer. Eine fantastische Sache, daf&#252;r sind Trockenpilze ideal.
</p>
<p>
Zwischendurch kontrolliere ich immer wieder das Fleisch im Ofen, damit es nicht zu hart wird. Als das Nudelwasser kocht, gebe ich die Tagliatelle hinein. Ich habe eine gute Sorte ausgesucht, die schon nach drei Minuten gar ist. Zuletzt schneide ich die Steinpilze in St&#252;cke und gebe sie in die So&#223;e, wo sie noch eine Weile mitk&#246;cheln. Als die Nudeln fertig sind, gebe ich sie portionsweise auf die Teller, lege jeweils ein St&#252;ck H&#252;hnchen dazu, auf dem nun die K&#228;sekruste gl&#228;nzt und &#252;bertr&#228;ufle das alles gro&#223;z&#252;gig mit der Steinpilzso&#223;e.
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<p>
Dies ist wiederum ein Gericht, das auf das wesentlich reduziert ist. Die Steinpilze k&#246;nnte man jedoch auch durch Morcheln ersetzen, man k&#246;nnte das Gericht durch Beilagen wie Erbsen oder knackigem Lauch erg&#228;nzen oder die H&#252;hnerbrust f&#252;llen. Das wunderbare Aroma der Steinpilze wird das alles jedoch vermutlich in den Schatten stellen. Und so bleibe ich ich heute bei der einfachen Variante. So kochen hungrige. Frohes Fest zusammen!</p>
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