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	<title>Deli Dauerdienst &#187; Hackfleisch</title>
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	<description>Berliner Hausmannskost</description>
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		<title>Ragù alla Bolognese</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Jan 2011 08:45:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Berchem</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezepte]]></category>
		<category><![CDATA[Übersicht]]></category>
		<category><![CDATA[Hackfleisch]]></category>
		<category><![CDATA[Kräuter]]></category>
		<category><![CDATA[Pasta]]></category>
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		<description><![CDATA[[inspic=183,right,thumb]Noch so ein untersch&#228;tzter Klassiker. Vergesst <em>Spaghetti Bolognese</em> und denkt an ein saftiges Ragout, duftend und aromatisch, dank Lorbeer, Tomaten, guten Kr&#228;utern. Dieses Essen geht einfach immer, von 6-99 sozusagen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<img src="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/uploads/2010/09/ragu_alla_bolognese.png"  title="Ragù alla Bolognese" width="430" height="263" class="aligncenter size-full wp-image-1315" alt="Ragù alla Bolognese"/></p>
<h6>Bild DD</h6>
<h1>Ragù alla Bolognese</h1>
<p><strong>Noch so ein untersch&#228;tzter Klassiker. Vergesst <em>Spaghetti Bolognese</em> und denkt an ein saftiges Ragout, duftend und aromatisch, dank Lorbeer, Tomaten, guten Kr&#228;utern. Dieses Essen geht einfach immer, von 6-99 sozusagen.</strong></p>
<p><dc>D</dc>ie italienische K&#252;che ist eine dogmatische K&#252;che. Entsprechend gibt es f&#252;r diese Speise genau zwei Bezeichnungen – die richtige und die falsche. Als <em>Spaghetti Bolognese</em> wurde das Gericht international zu einem Klassiker. In Italien kommt die Pasta mit <em>Ragù alla Bolognese</em> auf den Tisch. Es ist das Nudelgericht schlechthin, ein Essen f&#252;r Kinder und all diejenigen, die sich nicht trauen in der Ferienanlage im exotischen Ausland frischen Fisch zu bestellen. Man isst es, wenn man eine Sorge weniger haben will, <em>Soulfood</em> sozusagen.</p>
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<p>So oder so ist dieses Rezept kein Beispiel f&#252;r Raffinesse. Selbst die vornehmere Variante mit Wildschwein ist so unaufgeregt wie ein Donnerstagvormittag. Und trotzdem gibt es wenige Gerichte, die so liebensw&#252;rdig sind. Die Zubereitung ist ein Vergn&#252;gen und verlangt dem Koch gleichzeitig viel Verst&#228;ndnis ab. Wie so oft f&#228;ngt die Zubereitung mit einer Zwiebel an. Sie wird grob gew&#252;rfelt und in &#214;l glasig angeschwitzt. Dasgleiche geschieht mit einer gro&#223;en M&#246;hre. In den Topf kommen au&#223;erdem zwei angedr&#252;ckte Knoblauchzehen und ein frisches Lorbeerblatt.</p>
<p>Wenn es im Topf sch&#246;n zischt und brutzelt, gibt man ein Pfund Hackfleisch in dazu, am besten vom Schwein. Man r&#252;hrt und stampft mit einem Holzl&#246;ffel alles kr&#228;ftig durch, w&#228;hrend man dem Herd seine Maximalleistung abverlangt. Wenn nach zwei Minuten ein graubrauner Sud im Topf steht, dann ist entweder die Flamme nicht hei&#223; genug oder man hat ungl&#252;cklicherweise minderwertiges Hackfleisch erwischt. Die Mischung muss <em>braten</em>, nicht d&#252;nsten.</p>
<p>Wenn kein St&#252;ck mehr roh ist und man keine gr&#246;&#223;eren Brocken mehr sieht, kann man sich eigentlich schon entspannen. Nun kommt das Tomatenmark dazu, fast eine halbe Tube. Bitte nicht an der billigsten Zutat sparen. Tomatenmark kostet nur ein paar Cents, aber die schlechteren Sorten haben einen gro&#223;en Mangel: Sie sind nur einfach konzentriert. Gutes Tomatenmark hingegen ist dreifach konzentriert. Denn die Konzentration ist ein Hitzeprozess, und je l&#228;nger Tomaten erhitzt werden, desto weniger S&#228;ure bleibt zur&#252;ck und desto aromatischer ist das Tomatenmark. Auf <em>passierte Tomaten</em> sollte man ganz verzichten, denn sie werden nur kurz pasteurisiert und sind damit fast roh. Ihre S&#228;ure richtet jede So&#223;e in Sekunden zugrunde. Nur mit viel Oliven&#246;l und genug Zeit bek&#228;me man den Geschmack wieder in den Griff.</p>
<p>Weiter mit dem Ragù: Auf kleinerer Flamme d&#252;nste man nun alles gr&#252;ndlich durch. Etwas Muskatnuss, eine Prise Salz, schwarzer Pfeffer und gek&#246;rnte Biobr&#252;he kommen dazu. Mit getrocknetem Oregano bin ich jedoch vorsichtig. Dann gebe ich auch gerne noch ein oder zwei gew&#252;rfelte Tomaten hinein. Das gibt dem Ragout eine gewisse Frische. Doch sollte man darauf achten, dass sie vollst&#228;ndig zerkochen. Damit die Mischung eine So&#223;e wird, muss nun nur noch Wasser dazu, ein halbes Glas vielleicht. Nun kann man beobachten, wie aus dem roten, festen Brei pl&#246;tzlich das Ragù wird. Mit einem Schluck Rotwein wird das Ragout etwas wuchtiger und nicht weniger schmackhaft.</p>
<p>Nun muss das alles eine Weile leise simmern. Ich schmecke es ein weiteres Mal ab. Ist die So&#223;e vielleicht zu fest? Dann gebe ich noch ein bisschen Fl&#252;ssigkeit dazu. Ist sie zu fl&#252;ssig, hilft mir das gute Tomatenmark. Jetzt kann man eine Viertelstunde warten oder auch eine ganze. Zu lange kochen kann so ein Ragù n&#228;mlich gar nicht. Aber die treibende Kraft ist ja der Hunger, also r&#228;ume ich meine Werkzeuge auf, mache Ordnung, decke den Tisch und k&#252;mmere mich um die Nudeln. Zwanzig Minuten sp&#228;ter wird es pl&#246;tzlich still, denn das Essen kommt auf den Tisch. Neben dem Klappern von Besteck und Gl&#228;sern sind nur leise Seufzer zu h&#246;ren. F&#252;r einen Augenblick f&#228;llt alle Last ab.</p>
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		<title>Berliner Hamburgerszene</title>
		<link>http://www.delidauerdienst.de/burgerbegehren/</link>
		<comments>http://www.delidauerdienst.de/burgerbegehren/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 10 Sep 2010 16:00:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Berchem</dc:creator>
				<category><![CDATA[Außer Haus]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Fastfood]]></category>
		<category><![CDATA[Übersicht]]></category>
		<category><![CDATA[Fleisch]]></category>
		<category><![CDATA[Hackfleisch]]></category>

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		<description><![CDATA[[inspic=125,right,thumb]Was Wortspiele angeht, sind Burgerl&#228;den die neuen Friseure: Burgermeister, Burgersteig und Kreuzburger heizen den Grill an, um uns mit schnellem Essen zu versorgen. Ich wei&#223; nicht, wie es im Rest der Republik aussieht, aber hier in …]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<img src="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/uploads/2010/09/Burger.jpg" alt="Hamburger und Cheeseburger" title="Hamburger und Cheeseburger" width="430" height="301" class="aligncenter size-full wp-image-1165" /></p>
<h6>Bild unbekannt</h6>
<h1>Berliner Hamburgerszene</h1>
<p>
<strong>Aus Sehnsucht nach dem schlichten Snack schie&#223;en in Berlin seit einiger Zeit Hamburgerl&#228;den hervor wie Pilze aus dem Boden. Mit Punk und viel, viel Fleisch machen sie der m&#228;chtigen Konkurrenz aus &#220;bersee den Braten streitig.</strong>
</p>
<p>
<dc>W</dc>as Wortspiele angeht, sind Burgerl&#228;den die neuen Friseure: <em>Burgermeister</em>, <em>Burgersteig</em> und <em>Kreuzburger</em> heizen den Grill an, um uns mit schnellem Essen zu versorgen. Ich wei&#223; nicht, wie es im Rest der Republik aussieht, aber hier in der Stadt er&#246;ffnet fast jede Woche eine neue Braterei, und jede Einzelne tr&#228;gt ein Wortspiel im Namen. Den Anfang machte der multikulturelle und semi-&#246;kologische <em>Kreuzburger</em> auf der Oranienstra&#223;e. Der Laden wirkt wie eine Mischung aus einem Bierhaus und einem vegetarischen Restaurant. Gegen einen Aufpreis bekommt man jeden der Burger auch in Bio-Qualit&#228;t.
</p>
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</p>
<p>Den besten Burger gibt es aber unweit meines Schreibtischs beim <em>Burgermeister</em> auf einer Verkehrsinsel am Schlesischen Tor. Wie es sich f&#252;r eine gute K&#252;che geh&#246;rt, ist die Speisekarte recht &#252;bersichtlich: vier Sorten Burger, dazu Pommes oder Wedges. Mehr braucht es nicht, um zu jeder Tages- und Nachtzeit Horden von Hungrigen anzulocken. Das Fleisch ist nirgendwo so saftig, und die Gesamtkonstruktion ist nirgendwo so stimmig wie hier. Da kleckert nichts, da f&#228;llt nichts runter.</p>
<p>
An den schwarzen Kochjacken der Grilleure erkennt der Gast, dass man es beim <em>Burgermeister</em> ernst mit dem Kochen. Als einzige Braterei verwendet man frisches Hack statt gefrorener Pattys. Und die Br&#246;tchen sind frisch und fluffig, w&#228;hrend sie anderswo oft zu Tode getoastet werden. Diese Qualit&#228;t bemerken die G&#228;ste, ganz egal ob sie gastronomisch interessiert sind oder nicht.
</p>
<p>
Die Burgerszene wird ansonsten sehr vom Punk dominiert. Die gastronomischen Kenntnisse beim <em>Marienburger</em> im Prenzlauer Berg beispielsweise beschr&#228;nken sich vermutlich auf den Hackfleischkurs der Industrie- und Handelskammer. Denn sonst w&#252;rden zwischendurch vielleicht auch mal die Tische abgewischt, sonst w&#252;rde man ein bisschen Ordnung in das Chaos hinter der Theke bringen und sonst w&#252;rde man nicht st&#228;ndig Bestellungen vergessen. Aber was soll&#8217;s, die Burger sind nicht schlecht, die H&#252;tte brummt und die Sour Cream gratis ist zumindest nett gemeint.
</p>
<p>
Das gleiche gilt auch f&#252;r die Studenten vom <em>Burger Dream</em> an der Danziger: Professionell sieht anders aus. Aber seit der Er&#246;ffnung vor rund einem Jahr l&#228;uft das Gesch&#228;ft pr&#228;chtig. Weil man sich den Burger hier selbst zusammenstellen kann, kriegt man seine Bulette auch mit Sprossen und Guacamole. Das gibt es sonst nirgends und schmeckt wirklich ausgezeichnet!
</p>
</p>
<p>
PS. Und <a href="http://vimeo.com/15784548">so isst Andy Warhol seinen Burger</a>
</p></p>
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		<title>Moussaka</title>
		<link>http://www.delidauerdienst.de/moussaka/</link>
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		<pubDate>Thu, 30 Apr 2009 11:06:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Berchem</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezepte]]></category>
		<category><![CDATA[Übersicht]]></category>
		<category><![CDATA[Auberginen]]></category>
		<category><![CDATA[Bechamelsoße]]></category>
		<category><![CDATA[Hackfleisch]]></category>
		<category><![CDATA[Kartoffeln]]></category>

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		<description><![CDATA[[inspic=110,right,thumb]Manche Lasagne sollte sich versch&#228;mt aus dem Gesch&#228;ftsleben zur&#252;ck ziehen, wenn die griechische Verwandte mit dem festen H&#228;ndedruck auf der Bildfl&#228;che erscheint. Eine Moussaka gl&#228;nzt, es duftet nach Oliven&#246;l, und im Innern…]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<img src="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/uploads/2009/04/moussaka2.jpg" alt="Moussaka" title="Moussaka" width="430" height="297" class="alignnone size-full wp-image-430" /></p>
<h6>Bild DDD</h6>
<h1>Moussaka</h1>
<p>
<strong>Auberginen, Fleisch, Kartoffeln, Bechamel-So&#223;e und als Geschmackstr&#228;ge jede Menge Oliven&#246;l – Moussaka ist eine Wucht. Weder die Zubereitung, noch der Verzeher sind ein leichtes unterfangen. Aber die Statik stimmt.</strong>
</p>
<p>
<dc>M</dc>anche Lasagne sollte sich versch&#228;mt aus dem Gesch&#228;ftsleben zur&#252;ck ziehen, wenn die griechische Verwandte mit dem festen H&#228;ndedruck auf der Bildfl&#228;che erscheint. Eine Moussaka gl&#228;nzt, es duftet nach Oliven&#246;l, und im Innern verbergen sich die cremig zerbackenen Auberginen, die den Auflauf so zart und verf&#252;hrerisch machen. Die Zubereitung der Moussaka dauert eine Weile, denn jede einzelne der vier Schichten – Kartoffeln, Auberginen, Hackfleisch und Bechamel-So&#223;e – braucht besondere Zuwendung. Das folgende Rezept ist f&#252;r vier oder mehr Esser geeignet.
</p>
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</div>
<p>
Fangen wir mit den Kartoffeln an. Ich sch&#228;le ein ganzes Netz frische festkochende und lagere sie bis zur weiteren Verwendung in kaltem Wasser, damit sie nicht braun werden. So &#228;hnlich mache ich es mit zwei Auberginen, die ich wasche, in Streifen schneide und eine halbe Stunde in Salzwasser lege. Dass soll den Geschmack und die Konsistenz verbessern.
</p>
<p>
Die Kartoffeln werden nun als Scheiben in einer sehr gro&#223;en Pfanne und reichlich Oliven&#246;l angebraten, fast frittiert. Sie m&#252;sse nicht vollst&#228;ndig gar werden, denn dass erledigt nachher der Backofen, der nebenbei schon langsam vorheizt. Es sind so viele, dass es mehrerer Durchg&#228;nge bedarf, bis alle fertig sind. Die Scheiben hebe ich ohne das &#214;l aus der Pfanne und schichte sie gleichm&#228;&#223;ig als unterste Lage in eine gro&#223;e Auflaufform.
</p>
<p>
Nun kommen die Auberginen an die Reihe. Im Prinzip passiert hier das gleiche, doch das Gem&#252;se hat die Angewohnheit, gro&#223;e Mengen &#214;l einfach aufzusaugen, weshalb man beim Anbraten geschickt sein muss. Es dauert recht lange, bis Auberginen gar sind, und es gibt nichts schlimmeres, als die faden, gummiartigen St&#252;cke im Essen zu finden. Doch auch hier erledigt der Backofen die Arbeit. Nach kurzem und kr&#228;ftigen Anbraten legt man die Auberginenscheiben mit Bedacht &#252;ber die Kartoffeln und salzt sie ein wenig.
</p>
<p>
Dann bereite ich das Hackfleisch zu. Eine gew&#252;rfelte Zwiebel und zwei gew&#252;rfelte Knoblauchzehen bilden den Grundstock in der hei&#223;en Pfanne. Dazu kommen 500 Gramm Halb Und Halb, eine gew&#252;rfelte Tomate, drei oder vier Lorbeerbl&#228;tter, etwas gek&#246;rnte Biobr&#252;he und drei Essl&#246;ffel konzentriertes Tomatenmark. Das alles soll richtig sch&#246;n Fahrt aufnehmen. Die Mischung wird dann wiederum mit Salz und Pfeffer gew&#252;rzt und kann griechischerweise mit ein wenig Zimt, Kreuzk&#252;mmel oder zur Not auch Curry abgeschmeckt werden. Wenn die Mischung fertig ist, verteile ich sie &#252;ber den Auberginen.
</p>
<p>
Die Bechamelso&#223;e ist eigentlich eine schlichte Angelegenheit, die man aber stets mit Liebe und Zuneigung zubereiten sollte. F&#252;r die Moussaka brauchen wir recht viel davon, mehr als einen Liter vielleicht. Ich w&#252;rfele wiederum eine gro&#223;e Zwiebel und schwitze sie in einem Topf in Ruhe an. Wenn die St&#252;cke sch&#246;n glasig sind, geht es los: Ich gie&#223;e einen Schuss gutes &#214;l dazu, schalte die Flamme herunter und r&#252;hre mit einem Schneebesen Mehl in das Fett. Vier oder f&#252;nf kr&#228;ftige Essl&#246;ffel m&#252;ssen es sein. Das Mehl muss sich mit dem Fett gut verbinden und dazu drei Minuten kr&#228;ftig ger&#252;hrt werden.
</p>
<p>
Dann kommt Zauberei ins Spiel. Wir gie&#223;en schluckweise Milch an und pl&#246;tzlich haben wir einen sehr unappetitlichen Pamps im Topf, den wirklich niemand essen will. Kein Wunder, dass die Mehlso&#223;e so verp&#246;nt ist. Aber da wir nach und nach immer mehr Milch einr&#252;hren, insgesamt etwa einen Liter, und dazu geduldig den Schneebesen bem&#252;hen, entsteht vor unseren Augen schlie&#223;lich eine zarte Creme. Weil sie als oberste Schicht auf dem Auflauf thronen soll, darf sie nicht zu d&#252;nnfl&#252;ssig sein. Das muss ich bedenken, wenn ich die Milch zugebe und aufpassen, wann es genug ist. Ich w&#252;rze die So&#223;e mit Salz und Pfeffer, gek&#246;rnter Br&#252;he und einem kleinen Spritzer Zitronensaft. Wenn ich mit ihr zufrieden bin, verteile ich sie vorsichtig &#252;ber das Hackleisch und betrachte das Werk zufrieden.
</p>
<p>
Das Ganze kommt f&#252;r 45 Minuten bei 220 Grad in den Ofen. Dann duftet es bereits im ganzen Haus nach Oliven&#246;l. Die Moussaka sollte nicht zu hei&#223; auf den Teller kommen, also drehen wir den Ofen aus, &#246;ffnen die Ofent&#252;r und lassen sie zwanzig Minuten ruhen, bis wir sie schlie&#223;lich doch verspeisen. In Griechenland darf es fettig sein, und die Moussaka macht den Griechen alle Ehre. Wer seine Gier nicht z&#252;gelt wird deshalb mit einem sensationellen V&#246;llegef&#252;hl bestraft, dass auch am n&#228;chsten Tag noch sp&#252;rbar ist. Ma&#223;halten ist also angesagt. Ein schlichter Salat ist alles, was wir dazu brauchen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Fleischb&#228;llchen</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Feb 2008 09:22:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Berchem</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezepte]]></category>
		<category><![CDATA[Übersicht]]></category>
		<category><![CDATA[Hackfleisch]]></category>
		<category><![CDATA[Minze]]></category>
		<category><![CDATA[Oliven]]></category>
		<category><![CDATA[Speck]]></category>

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		<description><![CDATA[[inspic=43,right,thumb]Lang lebe die Globalisierung. Das heutige Rezept macht Anleihen bei der deutschen, der schwedischen und der arabischen K&#252;che. Das nenne ich Fusion! Es gibt Fleischb&#228;llchen in drei Sorten: mit Speck, mit schwarzen Oliven und mit Minze. Ich w&#228;re gerne mal auf einer Party eingeladen, wo es …]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<img src="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/uploads/2008/02/fleischklosschen.jpg" alt="Fleischb&#228;llchen" width="430" /><br />
<h6> Bild DDD</h6>
<h1>Fleischb&#228;llchen, drei Sorten</h1>
<p>
<strong>Fusionfood aus der Wohnk&#252;che: Zwar kommen Fleischb&#228;llchen aus dem Norden, aber sie vertragen sich eigentlich mit fast allem. Die neue Gem&#252;tlichkeit macht auch vor Oliven und Minze nicht halt.</strong>
</p>
<p>
Lang lebe die Globalisierung. Das heutige Rezept macht Anleihen bei der deutschen, der schwedischen und der arabischen K&#252;che. K&#246;fte-K&#246;tbullar-Frikadellen – das nenne ich Fusion! Es gibt Fleischb&#228;llchen in drei Sorten: mit Speck, mit schwarzen Oliven und mit Minze. Ich w&#228;re gerne mal auf einer Party eingeladen, wo es so etwas gibt. Aber sowas muss man eben selber machen. Let&#8217;s get started!
</p>
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</div>
<p>
Zun&#228;chst mache ich einen Grundteig. Daf&#252;r nehme ich ein Pfund Gehacktes, zwei Eier, eine fein gehackte Zwiebel, eine halbe Tasse Semmelbr&#246;sel und eine Scheibe Vollkornbrot, die ich mit dem Messer in winzige W&#252;rfel hacke. Das alles kommt in eine Sch&#252;ssel und wird ordentlich verknetet. Au&#223;erdem kommt noch eine Prise Salz und ordentlich schwarzen Pfeffer aus der M&#252;hle dazu. Zuletzt, und da wird sich manch einer vor ekeln, muss man den Teig abschmecken. Er sollte nicht zu salzig sein, weil die anderen Zutaten auch ein gewisse W&#252;rze mitbringen. Wer das partout ablehnt, der kann auch schon mal einen Probeklops braten und diesen dann probieren.
</p>
<p>
Nun teile ich die Masse in drei Sch&#252;sseln auf. In die erste gebe ich au&#223;erdem ein oder zwei Essl&#246;ffel gew&#252;rfelten Speck, in die zweite eine Handvoll gehackte Minzbl&#228;tter, einen Spritzer Zitronensaft und eine Prise Salz, und in die dritte das Fruchtfleisch von einer handvoll schwarzer Oliven, die ich vorher entsteint und dann klein gew&#252;rfelt habe. Man muss aufpassen, dass alle Zutaten sehr fein zerkleinert sind, denn wenn zu gro&#223;e St&#252;cke von Zwiebeln, Oliven oder Speck im Teig sind, dann bricht das Kl&#246;sschen beim Braten auf und die sch&#246;ne, runde Form ist dahin.
</p>
<p>
<dc>D</dc>ann muss man die H&#228;nde unter kaltem Wasser absp&#252;len. Das verhindert, dass der Teig an der Hand festklebt.  Dann forme ich mit feuchten H&#228;nden die Kl&#246;sschen. Daf&#252;r nehme ich etwas Fleischmasse ab, dr&#252;cke sie leicht zusammen und rolle sie mit kreisenden Bewegung und leichtem Druck zwischen den Handtellern zu Kugeln. Sie sollten keinesfalls gr&#246;&#223;er als Tischtennisb&#228;lle sein, feine kleine H&#228;ppchen eben. Wer dabei an die Berliner Buletten denkt hat falsch gedacht, denn meine Fleischb&#228;llchen sind zarte, aromatische Geschosse, w&#228;hrend die Berliner Bulette glatt als Panzermunition durchgehen w&#252;rde.
</p>
<p>
Die fertigen Kugeln lege ich auf einem Teller mit Mehl ab. Der Backofen heizt auf 100 Grad vor und ich beginne mit dem Braten. Auf dem Herd steht auf halber Flamme eine Pfanne. Ich wende die B&#228;llchen kurz in dem Mehl, klopfe sie leicht ab und setze sie dann ins hei&#223;e Fett, das beim ersten Kontakt leicht zu brutzeln anf&#228;ngt. In meine Pfanne passen etwa neun Kl&#246;sschen gleichzeitig. Sie sollten noch ein bisschen Luft haben und sich nicht zu dicht auf der Pelle hocken. Schon nach etwa einer Minute beginne ich mit dem Wenden, denn wenn man sie zu lange liegen l&#228;sst, dann verlieren sie ihre runde Form und liegen sich platt.
</p>
<p>
Es dauert etwas l&#228;nger als zehn Minuten bis sie von allen Seiten sch&#246;n braun angebraten sind. In der Zwischenzeit rolle ich schon mal den n&#228;chsten Schwung und mache Ordnung in der K&#252;che. Wenn sie fertig sind lege ich sie auf eine Platte und stelle sie zum Warmhalten und Nachgaren in den Ofen. Wenn alle Fleischkl&#246;sschen erwartungsvoll im Ofen liegen, gebe ich etwas Joghurt in eine kleine Sch&#252;ssel und r&#252;hre ihn solange bis er sch&#246;n cremig ist. Die fertigen Fleischb&#228;llchen dippe ich in die So&#223;e und bin selig.</p>
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