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	<title>Deli Dauerdienst &#187; Butter</title>
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		<title>Selbstgemachte Ravioli</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Apr 2009 11:36:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Berchem</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[inspic=109,right,thumb]Auch Atheisten k&#246;nnen an Ostern das Fasten brechen. Nach elf Tagen Gem&#252;sebr&#252;he und mit f&#252;nf Kilo verbranntem K&#246;rperfett war meine erste vorsichtige Mahlzeit kein Festmahl, sondern nur eine bescheidene Sch&#252;ssel Reis mit …]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<img src="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/uploads/2009/04/ravioli.jpg" alt="Ravioli" title="Ravioli" width="430" class="alignnone size-full wp-image-422" /></p>
<h6>Bild DDD</h6>
<h1>Ravioli selbst gemacht</h1>
<p>
<strong>Ein Fall f&#252;r die Gewerbeaufsicht: Nach der Herstellung von Ravioli sieht die K&#252;che aus wie Sau. Dank des Geschmacks und der Frische lohnt es sich trotzdem.</strong>
</p>
<p>
<dc>A</dc>uch Atheisten k&#246;nnen an Ostern das Fasten brechen. Nach elf Tagen Gem&#252;sebr&#252;he und mit f&#252;nf Kilo verbranntem K&#246;rperfett war meine erste vorsichtige Mahlzeit kein Festmahl, sondern nur eine bescheidene Sch&#252;ssel Reis mit Joghurt und etwas Salz. Ein guter Einstand – und der Verdauungstrakt bewies VW-K&#228;fer-Qualit&#228;ten.
</p>
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<p>
Nach dem ersten Hei&#223;hunger widme ich mich inzwischen allerdings wieder der Kochkunst. Und obwohl ich zwei Wochen lang fast ausschlie&#223;lich Minestrone essen musste, geht es jetzt schon wieder um ein italienisches Gericht, n&#228;mlich Ravioli, die ich mit verschiedenen Farcen f&#252;llen werde. Im Nachbarhaus im f&#252;nften Stock steht eine Nudelmaschine und ich leihe sie mir, um dass endlich einmal ausprobieren.
</p>
<p>
Total einfach&#8221;, sagen sie. &#8220;Nudeln selbst zu machen ist total einfach.&#8221; Das kommt mir komisch vor. Total einfach und total lecker kann es nicht sein, denn sonst w&#252;rden es die Leute ja jeden Tag machen. Tun sie aber nicht. Also woran liegt&#8217;s? Es liegt daran, dass es Arbeit ist. Zwei Stunden braucht man daf&#252;r schon. Und der Beauftragte f&#252;r Arbeitsschutz  in der Betriebskantine w&#252;rde die H&#228;nde &#252;berm Kopf zusammenschlagen, denn der Fu&#223;boden wird durch Mehl und Teigreste ziemlich rutschig.
</p>
<p>
Aber die Ferkelei lohnt sich. Nicht zuletzt, weil man mit einem simplen Grundrezept Hunderte von Gerichten zubereiten kann. Fangen wir also mit dem Teig an. F&#252;r drei bis vier Personen brauche ich drei Eier, 350 Gramm Mehl, zwei Prisen Salz und einen Spritzer Oliven&#246;l. Die Zutaten sollen sich in eine geschmeidige und feste Masse verwandeln, das kann schon mal zwanzig Minuten dauern und geht in die Handgelenke. Falls der Teig sich auch nach geduldigem Kneten nicht verbinden will, mache ich meine H&#228;nde nass und knete weiter. Am Ende habe ich so vielleicht 50 ml Wasser hinzugegeben.
</p>
<p>
Ist der Teig fertig, lagere ich ihn unter einem feuchten Tuch und k&#252;mmere mich um die F&#252;llungen f&#252;r meine Raviolis. Daf&#252;r r&#246;ste ich Sonnenblumenkerne vorsichtig in einer Pfanne, bis sie langsam braun werden. Dann hacke ich einige getrocknete Tomaten, die ich vorher lange in warmes Wasser gelegt habe, und gebe sie dazu. Diese Tomaten sind vorher so trocken wie Bananenchips. Man findet sie von Zeit zu Zeit im Supermarkt. Sie sind fast ungenie&#223;bar, wenn man sie vor dem Gebrauch nicht w&#228;ssert.
</p>
<p>
Beides knistert und dampft jetzt f&#252;r ein paar Minuten in der Pfanne. Derweil zerbr&#246;sele ich etwas Schafs-Feta in einer Sch&#252;ssel. Die Sonnenblumenkerne mit den Tomaten hacke ich noch gr&#252;ndlich durch, bevor ich sie dazugebe und dann kommt der P&#252;rierstab zum Einsatz. Es ist f&#252;r ihn harte Arbeit, und nun freut man sich dar&#252;ber, dass man Qualit&#228;t gekauft hat. Schluckweise gebe ich noch etwas Wasser dazu, und schmecke dabei mit Salz, schwarzem Pfeffer und Chilipfeffer ab und stelle das Ganze dann beiseite.
</p>
<p>
Die zweite Farce ich wesentlich einfacher. Daf&#252;r mische ich 250 Gramm Ricotta mit sechs gehackten Sardellen und zwei Handvoll getrockneten Pilzen, die ich – genau wie die Tomaten – vor dem Gebrauch ausgiebig gew&#228;ssert und anschlie&#223;end sehr fein gehackt habe. Diese wenigen Zutaten ergeben mit etwas Salz und Pfeffer eine herrlich aromatische Creme, die ich am liebsten sofort auf einer Scheibe Toast verteilen w&#252;rde, um sie sofort zu essen.
</p>
<p>
Mithilfe der Nudelmaschine muss nun noch der Teig gewalzt werden, was leichter ist als man denkt. Man f&#228;ngt auf der gr&#246;bsten Stufe an und steigert sich schrittweise bis zur vorletzten. Der Teig darf nicht zu d&#252;nn sein, damit er bei der Verarbeitung zu den Raviolis nicht rei&#223;t. Die langen Teigmatten legt man in &#252;ber die Ravioliform und f&#252;llt die Einkerbungen mit den Farcen. Zuletzt kommt eine zweite Teigschicht oben dr&#252;ber und mit Hilfe eins Nudelholzes werden die Taschen nun verschlossen.
</p>
<p>
Im kochenden Salzwasser sind sie nach drei bis vier Minuten gar. Viel mehr als ein bisschen zerlassene Butter braucht es dazu nicht, denn alles andere w&#252;rde den Ravioli die Schau stehlen.</p>
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		<title>Butterberge gegen die K&#228;lte</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Dec 2007 16:26:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Berchem</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezepte]]></category>
		<category><![CDATA[Übersicht]]></category>
		<category><![CDATA[Basilikum]]></category>
		<category><![CDATA[Butter]]></category>
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		<description><![CDATA[[inspic=50,right,thumb]Da gibt es diese verbl&#252;ffende Geschichte von den russischen &#214;larbeitern: Wenn sie von einer Schicht in der Eisesk&#228;lte der winterlichen Taiga nach Hause kommen und sich verfroren in die Stube hocken, dann essen sie erstmal eine Packung Butter, um …]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right">
<img src="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/uploads/2007/12/kraeuterbutter.jpg" alt="Kr&#228;uterbutter selbst gemacht" /><font size="1"> Bild DDD</font>
</p>
<p><h1>Meine gute Kr&#228;uterbutter</h1>
</p>
<p>
<strong>Mit Butterbergen gegen die K&#228;lte</strong>
</p>
<p>
Da gibt es diese verbl&#252;ffende Geschichte von den russischen &#214;larbeitern: Wenn sie von einer Schicht in der Eisesk&#228;lte der winterlichen Taiga nach Hause kommen und sich verfroren in die Stube hocken, dann essen sie erstmal eine Packung Butter, um wieder auf Temperatur zu kommen. Energie pur gegen den K&#228;ltetod.
</p>
<p>
Auch hierzulande wird es frostig. Doch ich zweifle daran, dass mein K&#246;rper sich &#252;ber die Zufuhr gr&#246;&#223;erer Mengen puren Fettes bedingungslos freut. Zumindest die Geschmacksknospen lehnen sich nachdem Genuss meiner Kr&#228;uterbutter jedoch zufrieden zur&#252;ck und verweisen das schlechte Gewissen auf die R&#228;nge.
</p>
<p>
Eigentlich wollte ich Pesto machen, doch dann &#252;bersah ich meinen Kr&#228;utervorrat und verschob die gr&#252;ne Pastasauce auf sp&#228;ter, dazu bald mehr an dieser Stelle. Nun jedoch zur Butter. Ich wollte, dass sie aromenreich, ausgewogen und w&#252;rzig w&#252;rde. Um das zu erreichen kann ich auf Knoblauch keinesfalls verzichten. Wer Probleme damit hat, der nehme statt zwei gro&#223;er Zehen nur eine.
</p>
<p>
Ich kann nur den Kopf sch&#252;tteln, wegen des hysterischen Umgangs mit der kleinen Knolle – an mir selbst wurde noch nie der bef&#252;rchtete Knoblauchdunst beanstandet. Dabei gilt es zwei Dinge zu beachten. Je frischer der Knoblauch ist, desto weniger penetrant und st&#246;rend ist sein Geruch und desto besser ist sein Aroma. Und je k&#252;rzer das Gericht kocht, desto weniger Knoblauch verwende ich. F&#252;r eine Gazpacho, die kalte spanische Gem&#252;sesuppe, nehme ich nur ein Minimum, eine kleine Zehe.
</p>
<p>
In die Kr&#228;uterbutter kommen au&#223;erdem einige Bl&#228;ttchen Basilikum, eine gute Handvoll glatte Petersilie, etwas Dill, sowie eine Schalotte. Das alles hacke ich klein und gebe es zusammen mit einem halben Pfund Butter, das ich in Flocken portioniere, in eine passende Sch&#252;ssel. Au&#223;erdem f&#252;ge ich einen Spritzer Zitronensaft, einen halben Teel&#246;ffel Salz und eine Prise Pfeffer hinzu.
</p>
<p>
Nun kommt mein P&#252;rierstab zum Einsatz. Mit Kraft und M&#252;he arbeiten wir uns durch die Mischung und matschen alles solange durcheinander, bis eine z&#228;he, gr&#252;nliche Masse entstanden ist. Wer keinen P&#252;rierstab hat, der kann auch einen Mixer oder, das ist allerdings die m&#252;hevollste Variante, eine Gabel nehmen, um alles zu vermengen. Am Ende finden sich in der Butter neben den Kr&#228;uterfitzelchen winzige Zwiebelst&#252;cke, die sie interessanter machen. Auf einem frischen Brot oder einem <a href="http://www.kosmos-happa-happa.de/?p=8">Simit</a> ist das ein wunderbarer Snack f&#252;r eine wochenendliche Fernsehsession oder eine dankbare Zierde f&#252;r das konventionelle Partybuffet.</p>
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