Schwarze Soße

Schwarze Sosse

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Diese Soße besteht aus einer Reduktion von schwarzen Oliven und dunklem Essig. Dass macht sie schwer und geheimnisvoll. Gerade recht für für Halloween!

Schwarz kommt als Farbe nur selten auf den Tisch. In dem wunderbaren Büchlein „1979“ von Christian Kracht werden dunkle Speisen serviert, weil der Protagonist unerkannt in die Nacht flüchten muss. Das schwarze Essen soll ihm dabei helfen, nicht entdeckt zu werden. Das klingt esoterisch, man könnte auch sagen poetisch.

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Auch mein heutiges Rezept ist schwarz wie die Nacht: eine dunkle Soße aus Oliven und dunklem Essig. Man kann sie gut zu einem Steak essen, Fleisch essen, zu einem Schweinebraten zum Beispiel, zu einem Roastbeef oder auch zu Pasta. So habe ich es gemacht, aus Ermangelung eines schönen Steaks.

Ich fange an mit einer gewürfelten Zwiebel, und einer oder zwei Knoblauchzehen, ebenfalls gewürfelt. Beides schwitze ich leicht in Olivenöl an und gebe nach einigen Minuten ein halbes Glas Balsam-Essig dazu – selbstverständlich nicht den hellen.

Das lasse ich einkochen und beginne zu würzen: Ein guter Schuss Sojasoße, etwas Curry, genug schwarzen Pfeffer, eine Prise Zucker, ein wenig Chili und natürlich Salz. Währenddessen gebe ich eine Handvoll schwarze Oliven dazu. Bei mir sind sie immer mit Stein, alles andere taugt nichts. Ich lasse es eine Weile kochen und gieße wenn nötig noch etwas Wasser dazu. Die Soße sollte wie immer nicht zu dick und nicht zu dünn sein.

Zuletzt nehme ich den Topf vom Herd und gebe drei oder vier Stücke Butter dazu, die ich fleißig unterrühre. Die Soße darf nun nicht mehr kochen, weil sich sonst die Butter in ihre Bestandteile auflösen würde. Der Geschmack sollte nur noch leicht säuerlich sein, aber ansonsten eine schöne Würze haben, die durch das kräftige Aroma der schwarzen Oliven bereichert wird. Zu gerne würde ich dieses Experiment auf Schwarze Nudeln geben. Habe ich leider nicht. Normale Linguini tun es aber auch. Beim nächsten Mal jedoch gibt es ein Steak dazu.

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