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    Karamello Crunch

    Karamello CrunchKaffee-Trilogie I.

    Zündeln gehört zur Weihnachtszeit wie die Sehnsucht zum Single. Nach dem Silvesteressen stand bei uns zu diesem Zweck der Bunsenbrenner hoch im Kurs. Wir karamellisierten alles – bis hin zum gebutterten Toastbrot. Eine weitere Erfindung, die aus diesen Experimenten hervor gegangen ist, ist der Karamello Crunch.

    Die Kombination ist zugegebenermaßen nicht ganz neu. Latte Macchiato mit Karamellsoße gibt es heute in jeder Lounge, aber so geil wie wir macht sie keiner. Als Grundlage dient, ganz klassisch, heiße, aufgeschäumte Milch. Dort hinein geben wir zunächst ein guten Schuss frischen Espresso, dann ein Schlückchen Rum, und danach noch einen oder zwei Esslöffel gezuckerte Kondensmilch, bei Schweizreisenden auch als “Milchmädchen” bekannt.

    Nun brauchen wir eine Karamellsoße, die ich wie folgt zubereite. In einem kleinen Topf erhitze ich auf halber Flamme einige Löffel weißen Zucker. Ich warte bis er schmilzt und beschleunige diesen Prozess aus Ungeduld mit dem Bunsenbrenner. Wenn der Zucker flüssig und hellbraun karamellisiert ist, lösche ich ihn mit einem halben Glas Wasser ab und koche alles auf, bis es sich gut aufgelöst hat und so eine zähflüssige Soße entstanden ist. Man muss bei der Zubereitung beachten, dass der Zucker nicht zu dunkel werden darf, denn sonst wird die Soße unerträglich bitter.

    Ich gieße die Soße im Kreis herum am Rand des Glases entlang. Die Schaumkrone bedecke ich dünn mit Zucker, den ich nun mit dem Bunsenbrenner karamellisiere. Am Ende hat der Schaum eine dünne Karamellkappe, die man mit einem Löffel durchbrechen muss, um an den aromatischen Inhalt zu kommen. Eine absolute Bombe – entweder um sich zwischendurch die Füße zu wärmen oder als geistreiches Dessert nach einem schönen Winteressen.

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