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    Fusionsbällchen

    Fleischbällchen

    Bild: KHH

    Lang lebe die Globalisierung. Das heutige Rezept macht Anleihen bei der deutschen, der schwedischen und der arabischen Küche. Das nenne ich Fusion! Es gibt Fleischbällchen in drei Sorten: mit Speck, mit schwarzen Oliven und mit Minze. Ich wäre gerne mal auf einer Party eingeladen, wo es so etwas gibt. Alles muss man selber machen. Nunja, auf geht’s!

    Zunächst mache ich einen Grundteig. Dafür nehme ich ein Pfund Gehacktes, zwei Eier, eine fein gehackte Zwiebel, eine halbe Tasse Semmelbrösel und eine Scheibe Vollkornbrot, die ich mit dem Messer in winzige Würfel hacke. Das alles kommt in eine Schüssel und wird von mir ordentlich verknetet. Außerdem gebe ich noch eine Prise Salz und ordentlich schwarzen Pfeffer aus der Mühle dazu. Zuletzt, und da wird sich manch einer vor ekeln, muss man den Teig abschmecken. Er sollte nicht zu salzig sein, weil die anderen Zutaten auch ein gewisse Würze mitbringen. Wer das partout ablehnt, der kann auch schon mal einen Probeklops braten und diesen dann probieren.

    Nun teile ich die Masse in drei Schüsseln auf. In die erste gebe ich außerdem ein oder zwei Esslöffel gewürfelten Speck, in die zweite eine Handvoll gehackte Minzblätter, einen Spritzer Zitronensaft und eine Prise Salz, und in die dritte das gewürfelte Fleisch von ca. neun schwarzen Oliven, die ich vorher entsteint und dann klein gewürfelt habe. Man muss aufpassen, dass alle Zutaten sehr fein zerkleinert sind, denn wenn sich große Stücke von Zwiebeln oder Oliven im Teig befinden, dann bricht das Klösschen beim Braten auf und die schöne runde Form ist dahin.

    Nun wasche ich mir Hände unter kaltem Wasser ab und forme mit feuchten Händen die Klösschen. Das verhindert, dass der Teig an der Hand fest klebt. Ich nehme etwas Fleischmasse ab, drücke sie leicht zusammen und forme sie mit kreisenden Bewegung und leichtem Druck zwischen den Handtellern zu Kugeln. Dann lege ich sie auf einem Teller mit Mehl ab. Wer dabei an die Berliner Buletten denkt hat falsch gedacht. Sie sollten keinesfalls größer als Tischtennisbälle sein, feine kleine Häppchen eben.

    Der Backofen heizt auf 100 Grad vor und ich beginne mit dem Braten. Auf dem Herd steht auf halber Flamme eine Pfanne. Ich wende die Bällchen kurz in dem Mehl, klopfe sie leicht ab und setze sie dann ins heiße Fett, das beim ersten Kontakt leicht zu brutzeln anfängt. In meine Pfanne passen etwa neun Klösschen gleichzeitig. Sie sollten noch ein bisschen Luft haben und sich nicht zu dicht auf der Pelle hocken. Schon nach etwa einer Minute beginne ich mit dem Wenden, denn wenn man sie zu lange liegen lässt, dann verlieren sie ihre runde Form und liegen sich platt.

    Es dauert etwas länger als zehn Minuten bis sie von allen Seiten schön braun angebraten sind. In der Zwischenzeit rolle ich schon mal den nächsten Schwung und mache Ordnung in der Küche. Wenn sie fertig sind lege ich sie auf eine Platte und stelle sie zum Warmhalten und Nachgaren in den Ofen. Wenn alle Fleischklösschen erwartungsvoll im Ofen liegen, gebe ich etwas Joghurt in eine kleine Schüssel und rühre ihn solange bis er schön cremig ist. Die fertigen Fleischbällchen dippe ich in die Soße und bin selig.

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