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Aromanudeln und Spinatsalat

Bild: KHH
Diesmal gab es Streit, und ich bin Schuld. Auf den Tisch kamen aromatisierte Tagliatelle mit Garnelen und gebratenen Erbsen und Spinat-Salat mit Parmesanspänen – ein kleines aromatisches Highlight, mehr ein Snack als ein Essen. Diese Kreation ist noch jung, kaum 24 Stunden alt. Und leider hatte ich wiederum keine Gelegenheit, angemessene Fotos zu machen.
Ich musste mich sputen, um das Essen rechtzeitig auf den Tisch zu bringen, denn eine Freundin musste zum Zug. Doch das Gericht ist schnell zubereitet. Es kommt vor allem auf die Zutaten an: frischer Oregano, guter Parmesan, Zitronenabrieb, schwarzer Pfeffer, gesalzene Kapern, frischer Knoblauch, Zitronenwürfel und natürlich die Garnelen, die man auch gut gefroren kaufen kann. Allerdings sollte man dann zum Markenprodukt greifen, denn oft werden Garnelen unter ungewissen Umständen in Süd-Asien produziert
Zunächst muss ich das Nudel-Wasser aufsetzen. Wie immer salze ich es kräftig, denn wenn es bei den Nudeln am Ende an Grundwürze fehlt, dann kann man kaum noch korrigieren. Derweil bereite ich die anderen Zutaten vor. Ich würfele zwei Knoblauchzehen, reibe dünn die Schale einer unbehandelten Zitrone ab und filetiere die Frucht danach, hacke eine halbe rote Chilischote in winzige Würfelchen und wasche den Babyspinat, den ich fertig abgepackt gekauft habe.
Den abgetropften Salat gebe ich in eine Schüssel, salze ihn schonmal vor und gebe einige Spritzer Zitronensaft dazu. Dazu kommt außerdem noch eine Handvoll Oregano, den ich abzupfe und gründlich hacke. In einer Pfanne erhitze ich Olivenöl und gebe sofort wenn das Öl zu rauchen an fängt die gefrorenen Garnelen hinein. Nachdem sie Fahrt auf genommen haben, gebe ich den Knoblauch und die Chili-Würfel hinzu. Danach kommt noch ein Esslöffel gesalzene Kapern und die zweite Hälfte des Zitronenabriebs in die Pfanne, sowie zwei Esslöffel gewürfelte Zitronenfilets.
Nun drehe ich schnell die Hitze herunter und lasse den Sud ein wenig ziehen. Inzwischen muss ich den Salat zum Abschluss bringen. Ich schmecke ihn mit schwarzem Pfeffer, Salz, Zitronensaft und einer Prise Zucker ab und gebe zuletzt zwei Handvoll geraspelten Parmesan darüber. In einer zweiten Pfanne brate ich nun in heißem Sonnenblumenöl gefrorene Erbsen, die ich vorher mit Mehl bestäubt habe. Während sie langsam eine braune Farbe annehmen, salze ich sie ein wenig und schwenke die Pfanne mehrmals kräftig damit sie nicht zusammen backen.
Schließlich sind die Nudeln fertig. Ich vermische sie portionsweise gründlich auf den Tellern mit einigen Löffeln der Garnelen und des Suds und gebe gebratene Erbsen darüber, die würzig-knusprig geraten sind. Auf kleinere Teller gebe ich den Salat. Die Küche duftet nun wie ein Kräutergarten und in weniger als zehn Minuten sind die Teller leer und die Bäuche voll. Gestritten wurde zuletzt (ein bisschen theatralisch), weil nichts mehr für die Nachzügler übrig blieb. Ich nehme es als Kompliment.
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