Himbeer-Sorbet mit Sekt, Salz und Minze

Es ist Sommer und es ist heiß. Du hast noch eine Flasche Sekt im Kühlschrank, aber Dein Geburtstag ist erst im November. Du brauchst Abkühlung. Ein kleines Eis zwischendurch kommt da gerade recht, denn es ist Summer in the City.

Himbeer-Sorbet mit Sekt und Minze

Zum Glück hilft ein etwas ausgefallenerer Musikgeschmack, die GEMA zu umgehen. Denn für Hippiebands oder Avantgardisten macht die GEMA nur selten den Rücken krumm. Deshalb dürfen The Lovin’ Spoonful bei Youtube in aller Ruhe vom Sommer erzählen, von Sonne, Schweiß und Presslufhämmern. Summer in the City ist ein alter Hippie-Hit von 1966 und wurde später von Joe Cocker kongenial neu eingespielt. Man spürt die Hitze, man spürt die Aggression. Wenn es heiß ist in der Stadt, dann gelten andere Regeln. Dann werden die Nächte länger, das Blut kocht und alles giert nach Abenteuern.

Ein wenig Abkühlung kommt da nicht verkehrt. Jeder Koch macht sich beliebt mit diesem kleinen Eis: Für vier Gläschen des feinherben Sorbets braucht man 300 ml Sekt (gerne Rosé und natürlich: je feiner, desto besser) und 50ml Himbeersirup. Beides wird vorsichtig vermischt, damit es im Gläschen vielleicht doch noch ein wenig prickelt. Dann kommt eine Handvoll Minzblätter dazu, die wir vorher gewaschen und fein gehackt haben. Alles geben wir in eine flache Auflaufform und dann ins Gefrierfach.

Die Herstellung des Sorbets ist bis hierhin eine ganz einfache Sache. Nun brauchen wir einen kleinen Trick: Wenn im Gefrierfach die Flüssigkeit langsam zu Eis wird, nehmen wir eine Gabel und zerkratzen und zerstoßen das Eis und mischen es mit der noch ungefrorenen Flüssigkeit. Wenn wir das im Abstand von ein paar Minuten einige Male gemacht haben, erzeugen wir auf dieses Weise eine Art Schnee anstelle von einer festen Eisplatte.

Wenn der Schnee fertig ist, sodass man ihn mit einem Löffel gut essen kann, und kalt genug, dass er nicht sofort wieder schmilzt, geben wir noch einige grobe Salzkörner dazu und mischen alles wieder gründlich durch. Wenn beim Abschmecken jetzt noch etwas Säure fehlt, kann man auch noch einige Tropfen Zitronensaft oder feinen, hellen Essig dazugeben. Ein überschaubarer Aufwand bei diesen Temperaturen.

Jetzt muss das Sorbet nur noch in kleine Gläschen gefüllt werden, fertig ist eine feine, alkoholische Erfrischung. Auch als Aperitif vor dem sommerlichen Essen ist dieses Sorbet just perfect.

Hinterlasse eine Antwort