Nudeln mit Tomatensoße

Nudeln mit Tomatensosse

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Dieses Rezept ist kein Kinderkram. Denn Tomatensoße ist eine Grundsoße und damit ein fester Bestandteil der klassischen Küche. Reichlich gutes Olivenöl und die richtigen Gewürze sind die Schlüssel zu einem erfolgreichen Sugo.

Wer „Nudeln mit Tomatensoße“ als sein Lieblingsgericht angibt, outet sich mitunter als Gastro-Banause, als einer, der eine Leber oder einen frischen Fisch ignoriert und im Zweifel Currywurst vorzieht. Banaler geht es nicht. Nudeln mit Tomatensoße – das ist synonym mit Sattmacher, Billigessen, Miracoli-Tütensoße, „Mama ist nicht zuhause, aber irgendwie müssen wir die Kinder satt kriegen“. Es geht auch anders: Die Neapolitaner hatten etwas anderes im Sinn, als sie ihren Sugo erdachten. Die Variation, die es bei mir heute gibt, ist wiederum nicht mit der süditalienischen Spezialität identisch, aber durchaus artverwandt und sehr lecker. Verglichen mit dem, was man unter diesem Namen sonst bekommt, ist es eine wahre Delikatesse.

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Für die Soße beginne ich mit der obligatorischen Zwiebel, die ich schäle und in kleine Würfel hacke und zusammen mit einer gehackten Knoblauchzehe in Olivenöl andünste. Dazu gebe ich außerdem schon ein frisches Lorbeerblatt. Je frischer es ist, desto besser, denn das Aroma ist dann besonders blumig und leicht. Aber Vorsicht: wenn der duftig-fruchtige Lorbeer-Geschmack zu stark zu werden droht, sollte man das Blatt schleunigst entfernen.

Nun schäle ich einige Tomaten mit einem Sparschäler. Das setzt voraus, dass die Tomaten drall und frisch sind, und der Schäler sehr scharf (also neu) ist. Wenn das nicht geht, muss man die Tomaten mit kochendem Wasser überbrühen und dann die Haut abziehen. Das Ergebnis ist das gleiche, nämlich das pure Tomatenfleisch. Den Kernsaft lasse ich drin, denn er ist meiner Soße nicht abträglich.

Ich würfele die geschälten Tomaten und gebe sie in den Topf zu den Zwiebeln. Nun mache ich etwas, dass ich bisher noch nirgends gelesen habe: Ich mörsere einige wenige Wacholderbeeren gründlich durch und gebe sie auch hinein. Wie der Lorbeer geben sie der Soße eine schöne Fruchtigkeit. Das ganze muss nun einige Minuten köcheln. Währenddessen gebe ich einen ordentlichen Schluck Olivenöl, eine kräftige Prise Salz, etwas Tomatenmark für die Bindung, schwarzen Pfeffer aus der Mühle und einen Schluck Wasser dazu.

Man sieht jetzt schon, dass es ein gutes Sugo wird. Die Konsistenz stimmt und die Farbe ist super: rot und frisch. So thront sie schließlich leuchtend auf den Nudeln, bevor ich sie gründlich vermische und mir einen Rotwein einschenke. Der Geschmack ist göttlich – die Soße ist nicht zu sauer, nicht zu lasch, nicht zu wässrig, und auch nicht zu würzig, sondern ausgewogen und fruchtig-aromatisch. Die Kräuter bereichern den Geschmack und das Olivenöl hält alles zusammen. Einen geriebenen Parmesan brauche ich nicht mehr. Stattdessen streue ich noch etwas frischen Pfeffer aus der Mühle darüber, dann ist das Essen fertig. Einfach yummie, Kinder.

2 Antworten auf Nudeln mit Tomatensoße

  1. Nadine sagt

    Und wo ist das Salz, monsieur?

  2. Andreas sagt

    Oh, hab ich vergessen. Das kommt natürlich auch rein. Und, wie bei allem mit Tomaten, auch nicht zu knapp!

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