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	<title>Deli Dauerdienst &#187; Rezepte</title>
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	<description>Berliner Hausmannskost</description>
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		<title>Pizza Quattro Formaggi</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 19:06:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Berchem</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezepte]]></category>
		<category><![CDATA[Übersicht]]></category>

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		<description><![CDATA[Bild DD Pizza Quattro Formaggi Diese Pizza ist keine Bastelarbeit f&#252;r einen Kindergeburtstag. This Pizza is serious business! Ein ernst zu nehmendes Handwerk, f&#252;r manchen sogar eine Lebensaufgabe. Deswegen gibt es diesmal kein Rezept mit allem Pipapo, sondern ein paar Ratschl&#228;ge, worauf man achten muss, damit es fast so gut schmeckt, wie zum Beispiel im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<a href="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/uploads/2012/01/pizza-quattro-formaggi.jpg"><img src="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/uploads/2012/01/pizza-quattro-formaggi.jpg" alt="Pizza Quattro Formaggi" title="Pizza Quattro Formaggi" width="420" height="283" class="alignleft size-full wp-image-7432" /></a></p>
<h6>Bild DD</h6>
<h1>Pizza Quattro Formaggi</h1>
<p><strong>Diese Pizza ist keine Bastelarbeit f&#252;r einen Kindergeburtstag. This Pizza is serious business! Ein ernst zu nehmendes Handwerk, f&#252;r manchen sogar eine Lebensaufgabe. Deswegen gibt es diesmal kein Rezept mit allem Pipapo, sondern ein paar Ratschl&#228;ge, worauf man achten muss, damit es fast so gut schmeckt, wie zum Beispiel im Due Forni hier in Berlin.</strong></p>
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<p><dc>I</dc>ch bin eigentlich ja kein Freund von <em>extra K&#228;se</em>, denn Extrak&#228;se auf einer Pizza im Imbiss das ist im besten Fall Gouda, im schlimmsten Fall irgendein Abrieb oder sogar K&#228;seersatz. Pfui! Doch im <em>Due Forni</em>, dem Riesen-Italiener hier im Prenzlauer Berg wurde ich bekehrt. Ich esse zwar auch andere Gerichte gern, zum Beispiel <em>Pizzocheri</em> oder <em>Linguine alle Vongole</em>, aber beim n&#228;chsten Mal darf es dann wieder meine Perle sein – die <strong>Pizza Quattro Formagi</strong> mit ein wenig Blauschimmelk&#228;se und cremiger Mascarpone.</p>
<p>Eine Pizza braucht nicht viel, aber das bisschen darf man ihr nicht nehmen. Keinesfalls. Zum Beispiel Hitze. Der Ofen daheim muss so hei&#223; sein, wie es geht. Bei meinem Gasherd sind das ungef&#228;hr 300°C (ein Holzofen hat &#252;ber 400°C!). Nur dadurch wird die Pizza saftig und kross zugleich. Und sie ist im Nu fertig. Die K&#228;sepizza braucht kaum mehr als 7 Minuten, dann ist sie unten h&#252;bsch gebr&#228;unt und der K&#228;se hat Farbe – aber nicht zu viel, denn wenn er braun wird, verliert er seinen feinen Geschmack.</p>
<p>Keine Pizza kommt ohne Konzept aus. Man baut ja auch kein Haus, ohne sich vorher ein paar Gedanken zu machen. Nicht umsonst gibt es in Italien eine Handvoll Klassiker, zu denen man immer wieder gern zur&#252;ckkehrt. Was gar nicht geht: eine Pizza, auf die alles draufkommt, Mais und Paprika, Thunfisch und Tomaten. Der dicke, fade Hefeteig tut ein &#220;briges. So ein Gem&#252;sekuchen aus der Kinderk&#252;che ist wirklich keine Delikatesse und bleibt oft halbaufgegessen liegen.</p>
<p>Fangen wir also mit dem Teig an. Weil ich bisher kein besseres Rezept kenne, benutze ich <a href="http://www.jamieoliver.com/recipes/pizza-recipes/pizza-dough">das Rezept von Jamie Oliver</a> f&#252;r einen aromatischen und knusprigen Hefeteig. Das ist zwar nicht der Weisheit allerletzter Schluss aber eine ehrlich Angelegt und ziemlich lecker. Man kann den Teig auch einfrieren, dann ist eine Pizza wirklich sehr schnell gemacht. Man braucht f&#252;r die <em>Pizza Quattro Formagi</em> au&#223;erdem</p>
<p>• ¼ Paket passierte Tomaten<br />
• ein St&#252;ck Pecorino (harter Schafsk&#228;se)<br />
• ein St&#252;ck Parmesan<br />
• ein bisschen Blauschimmelk&#228;se<br />
• ein bisschen Mascarpone</p>
<p>Mehr nicht? Mehr nicht.</p>
<p>Aus der Teigportion (1/8 der Teigmenge von Jamie Oliver) forme ich in den H&#228;nden einen kreisrunden, fingerdicken Fladen von der Gr&#246;&#223;e einer Untertasse. Den Fladen lege ich auf ein Backpapier und best&#228;ube ihn vorher von beiden Seiten leicht mit Mehl, damit er sich gut ausrollen l&#228;sst. Dann walze ich ihn mit dem Nudelholz so d&#252;nn es geht ohne dass er rei&#223;t. Ich sch&#228;tze 1-2mm sind es am Ende. Das Tomatenp&#252;ree r&#252;hre ich in einer Sch&#252;ssel mit einem halben TL Salz und ein wenig schwarzem Pfeffer an. Dann mache ich es so, wie jeder Pizzab&#228;cker zwischen Brooklyn und Neapel: Ich streiche mit einem L&#246;ffel die Tomatenso&#223;e auf den Teig. Nicht zu viel, nicht zu wenig und sch&#246;n ordentlich bis fast an den Rand. Im Hintergrund heizt derweil der Ofen vor.</p>
<p>Jetzt reibe ich den K&#228;se, halb Pecorino, halb Parmesan. Man darf nicht zu sparsam sein, sonst verliert sich der geschmolzene K&#228;se. Mengenm&#228;&#223;ig sind es wohl so 100g. Vom Volumen her ergibt das fertig ergibt das etwas weniger als ein Literma&#223; voll d&#252;nner K&#228;sehaare. Bevor ich sie auf die Pizza streue, kommen einige flache Kleckse Mascarpone auf die rote Pizza, dann folgen einige Kr&#252;mel Schimmelk&#228;se. Nicht zu viel, denn er ist sehr aromatisch und w&#252;rde alles dominieren. Dann verteile ich liebevoll den Reibek&#228;se auf der Pizza und schiebe alles in den Ofen. Sch&#246;n im Auge behalten, denn das Backen ist im hei&#223;en Ofen nur eine Frage von Minuten.</p>
<p>Sie ist fertig, wenn der Rand knusprig und braun ist. Der K&#228;se blubbert munter vor sich hin. Wenn er die Farbe von Karamell bekommt, ist es schon zu sp&#228;t. Die perfekte Pizza erfordert einige &#220;bung, aber schmecken wird auch schon diese erste.</p>
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		<title>Fenchelrisotto mit Lachs</title>
		<link>http://www.delidauerdienst.de/fenchelrisotto-mit-lachs/</link>
		<comments>http://www.delidauerdienst.de/fenchelrisotto-mit-lachs/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 24 Nov 2011 21:58:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Berchem</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezepte]]></category>
		<category><![CDATA[Übersicht]]></category>

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		<description><![CDATA[[inspic=235,right,thumb]Risotto ist ein Schauspieler unter den Beilagen. Von deftig bis frisch – wenn man es richtig macht, dann schl&#252;pft der Reis in viele Rollen. Aber wie bringt man Risotto und Lachs zusammen auf den Teller? Ein Experiment.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<img src="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/uploads/2011/11/fenchelrisotto-mit-lachs.jpg" alt="Fenchelrisotto mit Lachs" title="Fenchelrisotto mit Lachs" width="420" class="wp-image-6945" /></p>
<h6>Bild DD</h6>
<h1>Fenchelrisotto mit Lachs</h1>
<p><strong>Risotto ist ein Schauspieler unter den Beilagen. Von deftig bis frisch – wenn man es richtig macht, dann schl&#252;pft der Reis in viele Rollen. Aber wie bringt man Risotto und Lachs zusammen auf den Teller? Ein Experiment.</strong></p>
<p><dc>R</dc>isotto ist ein sch&#246;nes Mittagessen, kompliziert in der Zubereitung und umso robuster auf dem Teller. Ein Lieblingsessen f&#252;r nerv&#246;se Seelen. Er ist ein heimlicher Star der italienischen K&#252;che. Bis heute erkennt man am Risotto, was ein Restaurant wirklich taugt. Die Kunst bei der Zubereitung besteht darin, die richtige Konsistenz zu erreichen und den Geschmack von Anfang an so aufzubauen, dass man sich auch nach dem achten L&#246;ffel noch nicht langweilt. Das ist eine schwierige Aufgabe, wenn au&#223;er Reis nichts auf dem Teller ist.</p>
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<p>Um Risotto mit einem Fisch zu kombinieren, muss man schon etwas nachdenken. Welche Aromen passen zum Fisch? Und wie sorgt man daf&#252;r, dass der massive Brei den Fisch nicht gegen die Wand dr&#252;ckt. Beim Aroma entscheide ich mich f&#252;r einen Fenchel. Die &#228;therischen &#214;le des gr&#252;nen Gem&#252;ses eignen sich gut f&#252;r ein Reisgericht und zum Lachs passen sie auch, denn der Geschmack &#228;hnelt dem Dill, mit dem Fenchel verwandt ist. Den Lachs will ich kr&#228;ftig in Zitronensaft marinieren und dann leicht in Butter br&#228;unen.</p>
<p>Aber fangen wir mit dem Reis an (wie man ein Risotto macht, habe ich auch schon mal <a href="http://www.delidauerdienst.de/steinpilz-risotto/">hier</a> beschrieben). Ich schwitze eine fein gehackte Schalotte in einem Topf in etwas Butter an. Dann gebe ich den Risottoreis dazu. Es muss dieser spezielle Reis sein. Er hat viel St&#228;rke und die f&#252;hrt dazu, dass es am Ende eine cremige Mischung wird. F&#252;r eine Beilage f&#252;r vier Personen brauche ich eine Tasse. Der Reis und die Schalotten werden glasig. Wir w&#252;rzen schon jetzt mit einem<br />
 halben Teel&#246;ffel Salz, denn das Aroma soll von Anfang an in den Reis hinein wandern. Dann geben wir eine halbe Fenchelknolle dazu, die wie von ihrem Strunk befreit, gewaschen und fein geschnitten haben, und erhitzen alles auf mittlerer Flamme. </p>
<p>Jetzt beginnt die Arbeit. Wir gie&#223;en ein viertel Glas Wasser an und vermischen alles gr&#252;ndlich. Eine halbe Stunde k&#246;chelt das Risotto auf kleiner Flamme vor sich hin, und immer wenn es zu trocken wird, gie&#223;en wir Wasser nach. Bei diesem speziellen Rezept darf es stattdessen auch gerne ein Fischfond sein, aber wer hat schon einen Fischfond parat? Zwischendurch probieren wir den Reis schonmal, auch wenn er noch sehr k&#246;rnig ist, denn wir wollen wissen, ob die Aromen stimmen. Ein paar Tropfen Pernod (oder anderer Anisschnaps) passt gut zum Fenchel. Ein wenig wei&#223;er Pfeffer ebenso. Wenn es n&#246;tig, ist w&#252;rzen wir auch noch mit etwas Salz nach.</p>
<p>Wie gesagt, das dauert seine Zeit, und man darf keinesfalls das R&#252;hren vergessen. Etwa nach 25 Minuten bringen wir eine Pfanne auf mittlere Hitze. Den Lachs haben wir schon vor Stunden in reichlich Zitronensaft eingelegt und mit etwas wei&#223;em Pfeffer gew&#252;rzt. In die Pfanne kommt Butter, die sch&#228;umend schmilzt (tut sie das nicht, dann ist die Pfanne nicht hei&#223; genug) und da hinein kommt der Lachs. Nachdem er auf beiden Seiten etwa drei Minuten gebraten hat, stellen wir den Herd ab, decken den Lachs mit einem Deckel zu und lassen ihn nachziehen. Die Zeiten sind davon abh&#228;ngig, wie dick die Lachsscheiben sind. Im Zweifel muss man mal nachsehen, ob er schon gar ist.</p>
<p>Das Risotto hat inzwischen die perfekte Konsistenz erreicht. Es ist gar aber nicht weich, und die einzelnen Reisk&#246;rner sind noch erkennbar. Auf dem Teller sollte es cremig sein, deswegen gie&#223;en wir, wenn es n&#246;tig ist, noch einmal einen Schluck Fl&#252;ssigkeit nach und r&#252;hren alles gr&#252;ndlich durch. Dann kann beides auf den Teller. Etwas braune Butter dar&#252;ber, ein Spritzer Zitronensaft und ein Zweig Fenchelkraut. Fertig!</p>
<p>Falls Ihr f&#252;r G&#228;ste kocht, dann solltet ihr das Gericht mal testen, denn ein Risotto braucht etwas &#220;bung. &#220;brigens, die beste Fenchelzeit ist kurz vor dem Frost. Also jetzt!</p>
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		<title>Brot aus dem Kochtopf</title>
		<link>http://www.delidauerdienst.de/brot-aus-dem-kochtopf/</link>
		<comments>http://www.delidauerdienst.de/brot-aus-dem-kochtopf/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 11 Nov 2011 16:25:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Berchem</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezepte]]></category>
		<category><![CDATA[Übersicht]]></category>

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		<description><![CDATA[[inspic=234,right,thumb]Viele K&#246;chen versagen die Nerven, wenn es um Brote und Kuchen geht. Temperatur, Zeiten und Mengen – alles muss pr&#228;zise stimmen. Doch mit diesem Rezept gelingen auch den kreativen K&#252;chen-Anarchisten knusprige und aromatische Laibe. Hol den Kochtopf raus, wir backen!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<a href="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/uploads/2011/11/topfbrot.jpg"><img src="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/uploads/2011/11/topfbrot.jpg" alt="Brot aus dem Kochtopf" title="Brot aus dem Kochtopf" width="420" height="281" class="alignleft size-full wp-image-6730" /></a></p>
<h6>Bild DD</h6>
<h1>Brot aus dem Kochtopf</h1>
<p><strong>Viele K&#246;chen versagen die Nerven, wenn es um Brote und Kuchen geht. Temperatur, Zeiten und Mengen – alles muss pr&#228;zise stimmen. Doch mit diesem Rezept gelingen auch den kreativen K&#252;chen-Anarchisten knusprige und aromatische Laibe. Hol den Kochtopf raus, wir backen!</strong></p>
<p><dc>K</dc>ochen oder backen? Das ist eine Charakterfrage, wie bei den Besitzern von Hunden oder Katzen. Wer gerne kocht, der neigt zur Improvisation, zum schnellen Arbeiten. B&#228;cker gehen geordneter vor: Die Zutaten, die Zeiten die Temperatur des Ofens – all das wird pr&#228;zise bestimmt und gemessen. Dazu kommt, dass man Vorr&#228;te vorhalten muss. Eine Familie ohne Kartoffeln und Nudeln satt zu bekommen ist kein Zauberwerk. Ohne Mehl ein Brot zu backen, ist hingegen ein Ding der Unm&#246;glichkeit.</p>
<p>Mit diesem Backrezept wird alles anders. Das Rezept ist so einfach, dass es jeder kann. Als Zutaten braucht man allein</p>
<p><strong>• 400g Mehl (sehr gut eignet sich Typ 1050)<br />
• 360ml Wasser<br />
• 1½TL Salz<br />
• ¼TL Trockenhefe</strong></p>
<p>Und sonst nichts. Bis auf die Trockenhefe hat man also alles im Haus.</p>
<p>Man vermengt alle Zutaten mit den H&#228;nden grob in einer Sch&#252;ssel, sodass sie sich verbinden, deckt die Sch&#252;ssel zu und l&#228;sst sie 12 bis 18 Stunden stehen. Ich wei&#223; nicht genau, was bakteriell in dieser Zeit stattfindet, aber es f&#252;hrt dazu, dass das Mehl seinen schalen, leeren und faden Geschmack verliert und ein volles, malziges Aroma bekommt. Hier liegt auch die Antwort auf die Frage, warum ein selbstgemachter Pizzateig so oft eine Entt&#228;uschung ist. Oft fehlt Salz, aber vor allem muss der Teig fermentieren!</p>
<p>Nach der Ruhezeit, am n&#228;chsten Tag, zieht der Teig lange F&#228;den. Man gibt ihn auf die bemehlte Arbeitsfl&#228;che,  klopft in locker ein wenig flach aus und schl&#228;gt dann alle vier Ecken nach innen, sodass ein kompakter Klops entsteht. Diesen Klops kann man nun noch mit Mehl best&#228;uben oder von allen Seiten kr&#228;ftig mit K&#246;rnern bestreuen, ganz nach Geschmack. Der Backofen heizt derweil auf Maximaltemperatur. 260° sind nicht zu wenig, 270° sind gerade recht. Auch der Topf selbst steht schon im Ofen. Er muss richtig hei&#223; sein, wenn der Teig hinein kommt.</p>
<div style="margin-right:5px;">
<a href="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/uploads/2011/11/topfbrot-2.jpg"><img src="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/uploads/2011/11/topfbrot-2-150x150.jpg" alt="Brot aus dem Kochtopf, Krume" title="Brot aus dem Kochtopf, Krume" width="150" height="150" class="alignright size-thumbnail wp-image-6746", style="float:right" /></a></div>
</p>
<p>K&#252;chent&#252;cher helfen nun bei der Arbeit und sch&#252;tzen die H&#228;nde, wenn wir den Teig in den hei&#223;en Topf bugsieren. Er hat ungef&#228;hr 20cm Durchmesser. Auch ein gusseiserner Br&#228;ter w&#252;rde sich gut eignen. Der Teigklops kommt in die Mitte, dann kommt der Deckel drauf und alles zusammen kommt wieder in den hei&#223;en Ofen. So wird das Brot gut eine halbe Stunde gebacken. Wegen der hohen Luftfeuchtigkeit entwickelt im Topf eine fantastische Kruste. Die W&#228;rme gelangt indirekt an das Brot und es kann nicht verbrennen. Damit imitiert man den Effekt der Schamottesteine, die in professionellen &#214;fen die W&#228;rme verteilen. </p>
<p>Nach 35 Minuten nimmt man den Deckel ab, damit das Brot Farbe bekommt. Je nach Leistung des Ofens braucht es jetzt noch 10 bis 20 Minuten. Der Duft, der nun aus dem Backofen str&#246;mt, vertreibt die letzten Herbstgeister aus der K&#252;che. Das fertige Ergebnis ist einfach begeisternd. Die Kruste ist knusprig und aromatisch, die Krume im Innern ist luftig und voll. Ein absolut sicheres Rezept f&#252;r selbstgemachtes, frisches Brot. Die Kosten der Zutaten: 50 Cent. Supercooler Schei&#223;! Und der Beweis, dass Hund und Katze sich vertragen k&#246;nnen.</p>
<p>Via <a href="http://video.nytimes.com/video/2006/11/07/dining/1194817104184/no-knead-bread.html">NY Times</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Rezept mit Kastanien</title>
		<link>http://www.delidauerdienst.de/rezept-mit-kastanien/</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Sep 2011 08:20:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Berchem</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezepte]]></category>
		<category><![CDATA[Übersicht]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.delidauerdienst.de/?p=5938</guid>
		<description><![CDATA[[inspic=218,right,thumb]Oh es ist wieder Kastanienzeit! Und was f&#252;r eine: die B&#228;ume tragen reichlich, der Sommer brachte eine gute Ernte. Aber was soll man nur machen, mit 8kg oder 10kg Kastanien? Man k&#246;nnte Sie verschenken. Denn jeder r&#246;stet gerne …]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<a href="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/uploads/2011/09/kastanien.jpg"><img src="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/uploads/2011/09/kastanien.jpg" alt="Kastanien" title="Kastanien" width="420" class="aligncenter size-full wp-image-5939" /></a></p>
<h6>Bild DD</h6>
<h1>Ein Rezept mit Kastanien</h1>
<p><strong>Kastanien tragen das Pr&#228;fix „edel“ zurecht. Zart und luxuri&#246;s, aber auch anspruchsvoll und eigensinnig sind die braunen N&#252;sse. Es braucht ein bisschen Fantasie, um ein passendes Rezept zu finden, doch am Ende steht eine cremige Delikatesse.</strong></p>
<p><dc>O</dc>h es ist wieder Kastanienzeit! Und was f&#252;r eine: Die B&#228;ume tragen reichlich, das Jahr brachte eine gute Ernte. Aber was soll man nur machen, mit acht oder zehn Kilo Kastanien? Nat&#252;rlich kann man sie verschenken, denn jeder, der den Winter kennt, r&#246;stet gerne Kastanien (<a href="http://www.delidauerdienst.de/kastanien-roesten/">im Ofen oder in der Pfanne</a>). Kinder lieben sie, und Erwachsenen w&#228;rmen die kleinen Kugeln nicht nur die H&#228;nde, sondern auch das Herz.</p>
<div style="float: left; margin: 4px 10px 4px 1px;" >


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<p>Doch <em>Maroni</em> einem h&#246;heren Zweck zuzuf&#252;hren ist eine schwierige Aufgabe. Die kleinen Kugeln sind sich selbst genug und lassen sich nur schwer kombinieren. Der Grund daf&#252;r ist eine Charakterfrage. Sie sind ein wenig herb, ein wenig s&#252;&#223; und voller St&#228;rke, da sollten sie sich eigentlich zum Backen eignen … Doch dank der eigenwilligen Zusammensetzung wird jedes Geb&#228;ck bitter und hart wie Stein. Das norditalienische <em>Castagnaccio</em> ist das einzige leidlich brauchbare Rezept f&#252;r ein Kastanienbrot. Dabei wird den Kastanien Rosmarin zur Seite gestellt. Doch es taugt allenfalls als gut gemeinte Beilage.</p>
<p>Ein bessere Idee, ist es die St&#228;rke-Bomben mit etwas Sahne zu b&#228;ndigen. In einer Crème k&#246;nnen sie ungezwungen ihr zartes Aroma entfalten, behalten ihre angenehme Textur und die St&#228;rke zerbr&#246;selt nicht, sondern geht im Schmelz der So&#223;e auf. Doch wof&#252;r k&#246;nnen wir so eine So&#223;e brauchen? Wer an Pasta denkt, der folgt der richtigen Idee. Und weil dort, wo die sch&#246;nsten Kastanien wachsen, in den T&#228;lern S&#252;dtirols, auch herrliche Steinpilze gedeihen, f&#228;llt die Wahl auf Steinpilz-Tortelini. Auch die Pilze sind fein-aromatisch und ein wenig herb. Beides vertr&#228;gt sich bestens.</p>
<p>Das Rezept ist denkbar einfach. F&#252;r eine Vorspeise f&#252;r vier Personen (d.h. eine Hauptspeise f&#252;r zwei) kochen wir 10 Kastanien in Wasser, bis sie fast gar sind. Das dauert nur gerade einmal 10 Minuten. Vorher muss man die Haut kr&#228;ftig einritzen, damit sie gut zu sch&#228;len sind. Nach dem Kochen pellen wir sie (solange sie noch hei&#223; sind, das hei&#223;t sofort) und stellen sie in einer Sch&#252;ssel beiseite. Nun d&#252;nsten wir zwei gehackte Schalotten in einer tiefen Pfanne in etwas guter Butter weich und l&#246;schen die Zwiebeln dann mit 300 ml Sahne ab. Wir w&#252;rzen nur mit Salz und schwarzem Pfeffer. Der herbe Geschmack l&#228;sst sich mit einem Spritzer Zitronensaft gut b&#228;ndigen, und ein kleiner Schuss Sherry wird sicherlich auch nicht schaden.</p>
<p>W&#228;hrend im Hintergrund die Steinpilz-Taschen erhitzt werden (am besten die guten vom Pasta-Stand auf dem Wochenmarkt, die Dinger aus dem Supermarkt schmecken aber auch), kommen nun die Kastanien in die So&#223;e. Es macht nichts, wenn manche ein wenig zerbr&#246;selt sind, in der So&#223;e f&#252;hlen sich auch die pudelwohl. Vorsichtig lassen wir die Crème jetzt noch drei, vier, f&#252;nf Minuten leise kochen, bis alle Kastanien weich sind. Ist die So&#223;e zu dick, gie&#223;en wir noch einen Schluck Wasser dazu. Schlie&#223;lich kommen die abgetropften Nudeln dazu und d&#252;rfen noch zwei Minuten in der So&#223;e ziehen.</p>
<p>Zusammen ist das ein Gericht f&#252;r Feinschmecker. Wer einen Kastanienbaum hat, wird damit seine G&#228;ste verr&#252;ckt machen. Und wer keine eigenen Kastanien hat, der kann sie sich in den kommenden Wochen kaufen, und sich damit ein bisschen Herbststimmung nach Hause holen. Denn die Saison f&#228;ngt gerade erst an.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Nudeln und Rote Bete</title>
		<link>http://www.delidauerdienst.de/nudeln-und-rote-beete/</link>
		<comments>http://www.delidauerdienst.de/nudeln-und-rote-beete/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 09 Aug 2011 07:39:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Berchem</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezepte]]></category>
		<category><![CDATA[Vegetarisch]]></category>
		<category><![CDATA[Übersicht]]></category>
		<category><![CDATA[Feta]]></category>
		<category><![CDATA[Nudeln]]></category>
		<category><![CDATA[Rotebete]]></category>
		<category><![CDATA[Schafskäse]]></category>

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		<description><![CDATA[[inspic=211,right,thumb]Rote Bete ist ziemlich &#246;ko. Aber der Geschmack ist wirklich gut und die Farbe echt  funky. Damit ist sie ein guter Einstieg zu neuen vegetarischen Abenteuern. Fangen wir klein an – mit Pasta!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<a href="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/uploads/2011/01/rote-bete-nudeln.jpg"><img src="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/uploads/2011/01/rote-bete-nudeln.jpg" alt="Rote-Bete-Nudeln" title="Rote-Bete-Nudeln" width="430" class="aligncenter size-full wp-image-3836" /></a></p>
<h6>Bild DD</h6>
<h1>Nudeln und Rote Bete</h1>
<p><strong>Rote Bete ist ziemlich &#246;ko. Aber der Geschmack ist wirklich gut und die Farbe echt   funky. Damit ist sie ein guter Einstieg zu neuen vegetarischen Abenteuern. Fangen wir klein an – mit Pasta!</strong></p>
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<p><dc>W</dc>as auch immer sich im K&#252;hlschrank findet, mit einem St&#252;ckchen Fleisch (und sei es Schinken oder Speck) kommt die Inspiration fast von alleine. Fleisch ist der Patriarch in der K&#252;che, dem sich alles ohne Z&#246;gern unterordnet. Aber ist er aus dem Haus, war&#8217;s das mit der Ordnung. Inzwischen wird in vielen Berliner Restaurants mehr und mehr vegetarisch gekocht. Die Fackel tr&#228;gt nat&#252;rlich Michael Hoffmann vom <a href="http://margaux-berlin.de/">Margaux</a>, aber auch Stephan Hentschel vom <a href="http://www.cookiescream.com/">Cookies Cream</a> setzen ganz auf die vegetabile Kraft. Da liest sich die Speisekarte zum Beispiel so: <em>Vacherin Mont-d`Or in brick pastry with salad of Jerusalem artichoke, Vinaigrette of truffles, pears marinated in pepper</em>. Auf dem Men&#252; finden sich au&#223;erdem Pasta, Linsen, Kuskus und allerlei ausgefallene Gem&#252;sesorten wie Portulak oder Capsicum.</p>
<p>Die vegetarische K&#252;che setzt ein Umdenken voraus. Es ist als w&#252;rde sich ein passionierter Organist an ein Cembalo setzen. Die Harmonien sind gleich, aber die Dynamik ist eine andere. Denn Gem&#252;se, das wei&#223; jedes Kind, kann schn&#246;de, muffig, labbrig oder fade schmecken. Ein St&#252;ck Fleisch so traurig zuzurichten ist sehr viel schwieriger. Um aus Gem&#252;se, Knollen und Schalenfr&#252;chten Delikatessen zu machen, braucht es also allerlei Sachverstand.</p>
<p>Daf&#252;r muss man wissen, was ein Gem&#252;se nicht mag – n&#228;mlich in Wasser gekocht zu werden. Dabei bleibt der Geschmack auf der Strecke. Man sollte das Gem&#252;se lieber d&#252;nsten, indem man es bei mittlerer Hitze in Butter oder &#214;l erhitzt und dann auf kleiner Flamme bei geschlossenem Deckel ziehen l&#228;sst, bis es gar ist. Das Ergebnis ist viel aromatischer und nebenbei erh&#228;lt man immer einen guten Gem&#252;sesud, denn man als Dreingabe auf dem Teller anrichten kann.</p>
<p>Mit dieser Technik begegne ich auch der Rote Bete. F&#252;r vier Esser nehme ich 800g der gesch&#228;lten Knolle und schneide sie in Stifte. Dann kommt sie in einen gro&#223;en Topf, wo ich sie mit einer gehackten Schalotte in etwas Butterschmalz anbrate. Ich gebe einen TL Salz dazu und schlie&#223;e den Deckel, damit die Bete nun auf kleiner Flamme gar ziehen kann. Wenn sie weich sind, schmecke ich sie mit Salz, schwarzem Pfeffer und schwarzem K&#252;mmel, einem Spritzer Raps&#246;l und einer Handvoll gehacktem Basilikum ab, r&#252;hre alles kr&#228;ftig durch und lasse sie zugedeckt stehen.</p>
<p>In der Zwischenzeit koche ich 500 g Nudeln. Vollkornspaghetti passen besonders gut, denn Rote Bete mag es kr&#228;ftig. Wenn die Nudeln fertig sind, gie&#223;e ich sie kurz ab und gebe sie noch nass zur&#252;ck in den Topf. Auf kleiner Flamme vermische ich die Nudeln mit dem Gem&#252;se und lasse alles einen Augenblick zusammenziehen, damit die Nudeln die rote Farbe annehmen. Jetzt schmecke ich alles noch einmal ab und vermische die Nudeln schlie&#223;lich mit gew&#252;rfeltem Feta und ger&#246;steten Sonnenblumenkernen.</p>
</p>
<p><strong>Zutatenliste (f&#252;r vier)</strong></p>
<li>500g Vollkorn-Spaghetti
</li>
<li>900g Rote Bete
</li>
<li>Eine Schalotte
</li>
<li>200g Feta
</li>
<li>100g Sonnenblumenkerne
</li>
<li>Raps&#246;l und Butter/Butterschmalz
</li>
<li>eine Handvoll Basilikumbl&#228;tter
</li>
<li>Salz, Schwarzer Pfeffer, Schwarzer K&#252;mmel</li>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Gulasch mit Pfifferlingen</title>
		<link>http://www.delidauerdienst.de/gulasch-mit-pfifferlingen/</link>
		<comments>http://www.delidauerdienst.de/gulasch-mit-pfifferlingen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 27 Jul 2011 12:47:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Berchem</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezepte]]></category>
		<category><![CDATA[Übersicht]]></category>
		<category><![CDATA[Pfifferlinge]]></category>
		<category><![CDATA[Pilz]]></category>
		<category><![CDATA[Rind]]></category>
		<category><![CDATA[Steinpilze]]></category>

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		<description><![CDATA[[inspic=208,right,thumb]Als Feinschmecker k&#246;nnen wir diesem verregneten Sommer auch gute Seiten abgewinnen. Denn aus der feuchten Erde sprie&#223;en die herrlichen Pfifferlinge jetzt massenhaft. Waldboden, Sahne, schwarzer Pfeffer und Rindfleisch – sind das die Aromen eines …]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<img src="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/uploads/2011/07/pfifferlinggulasch.png" alt="Gulasch mit Pfifferlingen" title="Pfifferling-Gulasch" width="430" height="301" class="aligncenter size-full wp-image-5211" /></p>
<h6>Bild DD</h6>
<h1>Pfifferling-Gulasch</h1>
<p><b>Als Feinschmecker k&#246;nnen wir diesem verregneten Sommer auch gute Seiten abgewinnen. Denn aus der feuchten Erde sprie&#223;en die herrlichen Pfifferlinge jetzt massenhaft. Waldboden, Sahne, schwarzer Pfeffer und Rindfleisch – sind das die Aromen eines deutschen Sommers?</b></p>
<p>
<dc>D</dc>ie Luft ist feucht &#252;ber den nassen Wiesen. Kurz vor 17 Uhr l&#228;sst sich die Sonne kurz blicken, um einige Zeit sp&#228;ter zur Nacht hinter dem Horizont zu verschwinden. Weit weg sind die Juli-Monate, in denen die ganze Welt in deutschen Fu&#223;ballstadien erregt schwitzte, als Hitzewellen an die deutschen Str&#228;nde brandeten und das Wasser so knapp wurde, dass die Binnenschiffer den Verkehr einstellten und sich treiben lie&#223;en.
</p>
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</div>
<p>
Bei diesem Wetter findet die deutsche K&#252;che ganz zu sich selber. Beim Duft von geschmortem Rindfleisch reckt jetzt jeder den Hals Richtung K&#252;che, denn dunkles Fleisch und eine kr&#228;ftige So&#223;e sind das, was die Seele braucht. Aus drei Zutaten machen wir dieses Gericht: 500g Rindsgulasch, 250ml Sahne, 250g Pfifferlingen und einer Handvoll getrockneten Steinpilzen. F&#252;r zwei Personen ergibt sich daraus eine komplette Mahlzeit, als kr&#228;ftiger letzter Gang eines Men&#252;s reicht diese Menge f&#252;r vier.
</p>
<p>
Bevor wir das Fleisch verwenden, entfernen wir Sehnen und H&#228;ute und schneiden die gro&#223;en St&#252;cke in mundgerechte Bissen. In einem gro&#223;en Topf braten wir die Fleischw&#252;rfel  in reichlich &#214;l von allen Seiten hei&#223; an, bis sie sch&#246;n braun sind. Das dauert etwa zehn Minuten. Bis dahin hat sich um die Fleischhappen ein kr&#228;ftiger Fleischsud gebildet, der nachher als Grundlage f&#252;r die So&#223;e dient. Beides stellen wir in einer Sch&#252;ssel beiseite.
</p>
<p>
In etwas &#214;l braten wir nun in dem gleichen Topf eine mittelgro&#223;e gew&#252;rfelte Zwiebel an. Nach vier bis f&#252;nf Minuten sind die W&#252;rfel glasig. Jetzt geben wir das Fleisch mit seinem Saft zur&#252;ck in den Topf, schalten herunter auf mittlere Hitze und geben ein halbes Glas Wasser hinzu. Von nun an soll das Gulasch so lange zugedeckt sanft k&#246;cheln, bis das Fleisch zart und m&#252;rbe ist. Das dauert etwa 90 Minuten. Schon jetzt am Anfang kommt ein halber Teel&#246;ffel Salz und etwas Pfeffer aus der M&#252;hle dazu. Sobald die Fl&#252;ssigkeit im Topf fast verkocht ist, gie&#223;en wir etwas Wasser nach und r&#252;hren gr&#252;ndlich um.
</p>
<p>
Nun kommt eine Handvoll getrockneter Steinpilze in einen M&#246;rser und wird gr&#252;ndlich zermahlen, bis ein duftiges Pulver entstanden ist. Wenn wir nun das n&#228;chste Mal Wasser angie&#223;en, geben wir das Pulver mit in den Topf. So kommt ein kr&#228;ftiges, erdiges Aroma in das Ragout. Da das Pilzmehl das Wasser aufnimmt, m&#252;ssen wir nun ein wenig aufpassen, dass das Gulasch nicht ansetzt. Nun ist es Zeit, die Pfifferlinge zu putzen, sie unter einem kr&#228;ftigen Wasserstrahl kurz abzubrausen und beiseitezustellen.
</p>
<p>
Etwa zwanzig Minuten bevor das Fleisch gar ist, gie&#223;en wir statt Wasser die Sahne an das Gulasch. Jetzt beginnen wir auch mit dem Abschmecken. Dazu benutzen wir Salz und schwarzen Pfeffer, Muskatnuss und ein wenig Gerstenmalz-Sirup (der Geschmack aromatisch und s&#252;&#223;). Das herbe Aroma der Steinpilze kann man mit einem Spritzer Zitronensaft ausgleichen. Etwa zehn Minuten vor dem Ende der Garzeit kommen schlie&#223;lich die Pfifferlinge dazu. Alles wird noch einmal zusammen k&#246;cheln gelassen, von Zeit zu Zeit gr&#252;ndlich umger&#252;hrt und dabei auch immer wieder abgeschmeckt.
</p>
<p>
Als Beilage zu diesem feinen Gericht passen breite Bandnudeln oder ein Kartoffelgratin.
</p>
</p>
<p><strong>Zutatenliste</strong></p>
<li>500g Rindsgulasch</li>
<li>250ml Sahne</li>
<li>250g Pfifferlinge</li>
<li>einige getrocknete Steinpilze</li>
<li>mittelgro&#223;e Zwiebel</li>
<li>Gerstenmalz-Sirup, Zitronensaft</li>
<li>Salz, Schwarzer Pfeffer, Muskatnuss</li>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Chimichurri</title>
		<link>http://www.delidauerdienst.de/chimichurri/</link>
		<comments>http://www.delidauerdienst.de/chimichurri/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 11 May 2011 12:10:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Berchem</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezepte]]></category>
		<category><![CDATA[Übersicht]]></category>
		<category><![CDATA[Fleisch]]></category>
		<category><![CDATA[Grillen]]></category>
		<category><![CDATA[Soße]]></category>
		<category><![CDATA[Steak]]></category>

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		<description><![CDATA[[inspic=209,right,thumb]Nichts passt besser zu einem gegrillten Steak als die &#246;lige Chimichurri. Obwohl der Name irritiert: auch diese Delikatesse hat italienische Wurzeln. Denn vor langer, langer Zeit ist die Petersilien-Knoblauch-Mischung mal ein feines Pesto gewesen. Doch dann …]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<img src="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/uploads/2011/05/chimichurri.jpg" alt="Chimichurri – Petersilie, Knoblauch und &#214;l" title="Chimichurri" width="430"  class="aligncenter size-full wp-image-5048" /></p>
<h6>Bild DD</h6>
<h1>Chimichurri. Chimiwhat?</h1>
<p><b>Nichts passt besser zu einem gegrillten Steak als die &#246;lige Chimichurri. Obwohl der Name irritiert: auch diese Delikatesse hat italienische Wurzeln. Denn vor langer, langer Zeit ist die Petersilien-Knoblauch-Mischung mal ein feines Pesto gewesen. Doch dann kamen die Gauchos.</b></p>
<div style="float: left; margin: 4px 10px 4px 1px;" >


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<p>
<dc>W</dc>er Steaks liebt, der greift zu argentinischen Produkten. Zwischen Gran Chaco und Feuerland ziehen die Rinder in weiten Landschaften umher und sehen den ganzen Tag nichts anderes als Wolken, Gras und andere Rinder. Nirgends gibt es so ehrliche und gute Proteine, wie entlang der Anden – im Gegensatz zu den USA und Kanada, wo in der Rindermast bis heute <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13220468.html">gro&#223;z&#252;gig</a> <a href="http://www.greenpeace-magazin.de/index.php?id=4280">mit Hormonen</a> hantiert wird. Die Umweltbilanz ist ok, der Preis ebenfalls, und der Geschmack, darum geht am Ende schlie&#223;lich, ist unerreicht. Da muss auch das deutsche Normfleisch leider einpacken.
</p>
<p>
Die Zubereitung erstklassiger Rindersteaks ist denkbar einfach, denn das Fleisch ist eine One-Man-Show. Wer ihm den Auftritt &#252;berl&#228;sst, kann sich zur&#252;cklehnen. Das Wichtigste ist: Die Steaks m&#252;ssen so dick geschnitten werden wie das Telefonbuch einer ausgewachsenen Millionenstadt (lieber Hamburg als K&#246;ln). Die Steaks werden vor dem Braten einige Zeit in &#214;l eingelegt. Wer das &#214;l mit einigen halbierten Knoblauchzehen versetzt, versteht, worum es geht. Denn wir suchen den Dreiklang der Aromen: saftiges, ehrliches Fleisch, ein kr&#228;ftiger Grillgeschmack und schlie&#223;lich Knoblauch, der das Ganze aromatisch zusammenfasst.
</p>
<p>
Der einzige, unscheinbare Begleiter, den wir diesem ausgewachsenen Hauptgang deshalb zur Seite stellen, ist die gr&#252;ne So&#223;e Chimichurri. Sie stammt entfernt vom italienischen Pesto ab, hat aber einen ganz anderen Charakter. Denn sie hat sich ganz und gar dem Fleisch verschrieben. Um sie herzustellen, braucht man:
</p>
<p>
• Einen Bund glatte Petersilie<br />
• 150 ml neutrales &#214;l<br />
• 8 mittlere Knoblauchzehen, fein gehackt<br />
• eine halbe gelbe Paprika<br />
• Chilipulver und Oregano
</p>
<p>
Die halbe Paprikaschote wird sehr fein gew&#252;rfelt und mit etwas &#214;l sanft f&#252;r zwei Minuten in einer Pfanne anged&#252;nstet. Die Petersilie wird gewaschen, von den Stielen befreit, sehr fein gehackt und in einer Sch&#252;ssel mit den Paprika, dem restlichen &#214;l und dem Knoblauch verr&#252;hrt. Einige Messerspitzen Chili, ein halber TL Oregano und einer Prise Salz werden noch als W&#252;rze dazugemischt, dann kommt die So&#223;e zum Reifen in einem verschlossenen Gef&#228;&#223; in den K&#252;hlschrank. Ein Tag ist ok, zwei Tage sind besser, eine Woche ist perfekt. Je mehr Zeit man der So&#223;e l&#228;sst, desto besser verbinden die Aromen und zu einem aromatischen Ganzen.
</p>
<p>
Bevor man die So&#223;e schlie&#223;lich serviert, kann man noch einer fein gew&#252;rfelte, frische Knoblauchzehe unterr&#252;hren, damit die So&#223;e ein wenig von ihrer urspr&#252;nglichen Sch&#228;rfe zur&#252;ck bekommt. Dann kommen endlich die Steaks auf den Grill. Der muss so hei&#223; sein, wie es geht. Heute braucht das Fleisch die Hitze mehr als alles andere, denn nur wenn man die Hand kaum f&#252;r eine Sekunde &#252;ber die Kohlen halten kann, entsteht au&#223;en die sch&#246;ne, braune Farbe und bleibt das Fleisch innen sch&#246;n saftig. Ein Steak, das auf halber Flamme gart, wird dagegen grau, suppig und trist.
</p>
<p>
Die St&#252;cke werden auf beiden Seiten so lange gebraten, bis sie eine kr&#228;ftige, braune Kruste haben. Mehr als zweimal Umdrehen sollte man die Steaks dabei auf keinen Fall. Der Rhythmus hei&#223;t: Drauflegen, warten, aufpassen, umdrehen, aufpassen. Je nach Dicke und Fleischqualit&#228;t braucht ein Entrecôte drei bis sechs Minuten pro Seite. Dann ist es innen noch ein wenig blutig. Ein Filetsteak geht schneller. Ein Rumpsteak braucht hingegen mehr Zeit.
</p>
<p>
Alles, was sonst noch als Steak verkauft wird, darf heute herzhaft ignoriert werden. Denn this is the real thing.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Marinierte Pellkartoffeln</title>
		<link>http://www.delidauerdienst.de/marinierte-pellkartoffeln/</link>
		<comments>http://www.delidauerdienst.de/marinierte-pellkartoffeln/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 11 Mar 2011 10:13:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Berchem</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezepte]]></category>
		<category><![CDATA[Übersicht]]></category>
		<category><![CDATA[Drillinge]]></category>
		<category><![CDATA[Kartoffeln]]></category>
		<category><![CDATA[Salat]]></category>

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		<description><![CDATA[[inspic=200,right,thumb]Mit Kartoffeln haben die Europ&#228;er einst den Hunger besiegt. Doch in der feinen K&#252;che sind sie selten zu finden. Dabei gibt es endlose Variationen und f&#252;r jede Zubereitung die richtige Sorte. Die feinen Drillinge kann man sogar mit der Schale essen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<a href="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/uploads/2011/01/drillinge.jpg"><img src="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/uploads/2011/01/drillinge.jpg" alt="Marinierte Pellkartoffeln (Drillinge)" title="Marinierte Pellkartoffeln (Drillinge)" width="430" /></a></p>
<h6>Bild DD</h6>
<h1>Marinierte Pellkartoffeln</h1>
<p><strong>Mit Kartoffeln haben die Europ&#228;er einst den Hunger besiegt. Doch in der feinen K&#252;che sind sie selten zu finden. Dabei gibt es endlose Variationen und f&#252;r jede Zubereitung die richtige Sorte. Die feinen Drillinge kann man sogar mit der Schale essen.</strong></p>
<p><dc>M</dc>an stelle sich vor, es kommt ein Besuch aus Frankreich. Der junge Mann ist es gewohnt, gut zu essen, denn seine Mutter h&#228;lt in der K&#252;che die franz&#246;sische Hausfrauenehre hoch. Abends gibt es mehrere G&#228;nge, auch wenn die Vorspeise vielleicht nur eine Variation des Hauptgangs vom Vortag ist. Immer gibt es zum Abschluss Obst oder K&#228;se. Geschick und Abwechslung bestimmen den Speiseplan. Das zentrale Motiv ist die Freude am Essen.</p>
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</div>
<p>Deutsche Pellkartoffeln k&#246;nnen auf diesen Gast ganz sch&#246;n Trist wirken. Selbst ein ger&#252;hrter Quark mit viel gut gemeintem Schnittlauch wird da wenig ausrichten. Der Gast l&#228;sst die Mundwinkel h&#228;ngen und greift auffallend oft nach der Rotweinflasche. Nur diejenigen, die bei dieser Speise Heimatgef&#252;hle entwickeln, werden eine gewisse W&#228;rme versp&#252;ren im Angesicht schlichter Feldfr&#252;chte und eines faden Frischk&#228;ses.</p>
<p>Dabei hat das Essen eigentlich gute Gene. Dampfende Kartoffeln, ob aus dem Feuer oder aus dem Topf, haben eine gesunde, warme Kraft. Sie aufzubrechen l&#246;st Behagen aus. Und mit einer Prise Salz und guter Butter wird schon fast eine Delikatesse daraus. Noch besser sind die Kartoffeln, wenn sie ganz frisch und klein sind, wie die ber&#252;hmten Drillinge. Ihre Haut ist nicht grob und ledrig, sondern d&#252;nn wie Papier. Man kann sie vor dem Essen sch&#228;len, muss aber nicht. Sie kommen als Handelsklasse <em>Extra</em> in die L&#228;den, sind also besonders sauber und ohne Fehler.</p>
<p>Leider sind Kartoffeln in Deutschland auf dem R&#252;ckzug. Die Ernte war 2010 so niedrig wie noch nie, seit die Ertr&#228;ge statistisch erfasst werden. Doch vielleicht liegt darin ja auch eine Chance. Qualit&#228;t statt Masse – daf&#252;r ist dieses Gericht wie geschaffen. Ein Kilo Drillinge wird in sehr salzigem Wasser behutsam gegart. In das Wasser geben wir einen Strau&#223; Rosmarin und drei Knoblauchzehen f&#252;r das Aroma. Viel davon kommt allerdings in den Kartoffeln nicht an, denn die Haut ist ja gerade daf&#252;r da, die Kartoffel vor Einfl&#252;ssen von au&#223;en zu sch&#252;tzen.</p>
<p>Wenn die Kartoffeln fast gar sind, nach etwa zwanzig Minuten, gie&#223;t man sie ab und l&#228;sst sie einen Augenblick im offenen Topf stehen, damit der letzte Rest Wasser verdampfen kann. In einer Pfanne haben wir derweil die Marinade vorbereitet: Eine Handvoll gew&#252;rfelter Speck und eine gew&#252;rfelte Zwiebel werden weich ged&#252;nstet und dann mit einem halben Glas lieblichen Wei&#223;weins abgel&#246;scht. Nun kommt eine Handvoll gehackter Salbei dazu und die Flamme wird abgestellt. Nun werden noch einige St&#252;cke Butter dazugegeben, die zart mit dem Sud verschmilzt. Die Marinade wird mit Salz, schwarzem Pfeffer und einer winzigen Prise Zucker abgeschmeckt. </p>
<p>Schlie&#223;lich werden die fertigen Kartoffeln gr&#252;ndlich in dem Sud durchgeschwenkt. Die Pfanne kommt einige Minuten in den auf 80°C vorgeheizten Ofen, sodass die Kartoffeln noch etwas l&#228;nger das Aroma aufnehmen k&#246;nnen. Dann sind sie fertig. In unserem Fall gibt es dazu einen gebackenen Ziegenk&#228;se – eine sehr gute Kombination. Denkbar w&#228;re aber auch ein Fisch, zum Beispiel eine Scholle, oder ein bunter Salat und ein gebratenes Steak. Sp&#228;testens der deutsche Wei&#223;wein, der dazu auf den Tisch kommt, wird auch den letzten Franzosen &#252;berzeugen, dass man &#246;stlich des Rheins gut essen kann. Auch wenn es Kartoffeln gibt.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Steinpilz-Risotto</title>
		<link>http://www.delidauerdienst.de/steinpilz-risotto/</link>
		<comments>http://www.delidauerdienst.de/steinpilz-risotto/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 14 Feb 2011 08:47:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Berchem</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezepte]]></category>
		<category><![CDATA[Vegetarisch]]></category>
		<category><![CDATA[Übersicht]]></category>
		<category><![CDATA[Parmesan]]></category>
		<category><![CDATA[Pilze]]></category>
		<category><![CDATA[Reis]]></category>
		<category><![CDATA[Steinpilze]]></category>

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		<description><![CDATA[[inspic=193,right,thumb]Beim Risotto ist die italienische K&#252;che ganz und gar bei sich. Aus wenigen, aber guten Zutaten, genug Zeit und durch eine ausgefeilte Zubereitung entsteht eine ausgemachte Delikatesse, in die man sich schnell verlieben kann.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<a href="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/uploads/2011/01/steinpilz-risotto.jpg"><img src="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/uploads/2011/01/steinpilz-risotto.jpg" alt="Steinpilz-Risotto" title="Steinpilz-Risotto" width="430" class="aligncenter" /></a></p>
<h6>Bild DD</h6>
<h1>Steinpilz-Risotto</h1>
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<strong>Beim Risotto ist die italienische K&#252;che ganz und gar bei sich. Aus wenigen, aber guten Zutaten, genug Zeit und durch eine ausgefeilte Zubereitung entsteht eine ausgemachte Delikatesse, in die man sich schnell verlieben kann.</strong>
</p>
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<dc>B</dc>eim Risotto geht es vor allem um die perfekte Konsistenz: sch&#246;n cremig, aber mit einem leichten Biss. Die Reissorten Carbarnaroli und Arborio werden daf&#252;r extra gez&#252;chtet. Sie sind besonders reich an St&#228;rke, aus der sich beim Kochen und eine reichhaltige Creme bildet, nach der man s&#252;chtig werden kann. Die Konsistenz dieses ansonsten recht schlichten Gerichts ist alles. Sie macht Hunger und h&#228;lt uns bei Laune.
</p>
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Ein Risotto kann man mit Gem&#252;se oder Meeresfr&#252;chten machen, mit Tomaten, Spargel oder feinem Speck. Doch gerade jetzt gibt es in den Superm&#228;rkten eine der besten Zutaten &#252;berhaupt g&#252;nstig zu kaufen: Wer die Augen offen h&#228;lt, der findet dort getrocknete Steinpilze, die Ernte des Herbstes. F&#252;r unser Risotto sind diese Pilze wie gemacht.
</p>
<p>
Das Risotto ist vom Wesen her eine deftige Angelegenheit. Man kann es als Hauptspeise servieren, oder auch als <em>Primo Piatto</em>, als Vorspeise. Im ersten Fall reicht dieses Rezept f&#252;r zwei Esser, im zweiten Fall f&#252;r vier. Wir brauchen:</p>
<p>• eine gro&#223;e Tasse Risotto-Reis, ca. 200 Gramm<br />
• zwei Schalotten<br />
• eine Handvoll getrockneter Steinpilze<br />
• ein kleines St&#252;ck Parmesan</p>
<p>Zuerst kommen die Pilze in eine Sch&#252;ssel mit lauwarmem Wasser, wo sie sich eine Viertelstunde oder l&#228;nger vollsaugen k&#246;nnen. Die Schalotten werden fein gew&#252;rfelt und in einem Topf in Oliven&#246;l anged&#252;nstet. Nach zwei bis drei Minuten kommt der Reis dazu und d&#252;nstet mit. Es knistert und duftet leicht und sieht einfach gut aus, wenn der Reis etwas glasig wird. Die Temperatur soll nicht zu hei&#223; sein – halbe Stufe. Weder die Zwiebeln noch der Reis d&#252;rfen dunkel werden.
</p>
<p>
Nun kommt Fl&#252;ssigkeit dazu. Je nachdem, was der Haushalt hergibt, kann das ein Kalbsfond sein oder aber Leitungswasser. Beides geht, aber die eine Variante ist nat&#252;rlich etwas feiner als die andere. Die Fl&#252;ssigkeit kommt schluckweise dazu. Immer so viel, dass der Reis weder vertrocknet noch in Fl&#252;ssigkeit schwimmt. Rund zehnmal gie&#223;e ich w&#228;hrend des Kochens nach, hier ein Schl&#252;ckchen, da ein Schl&#252;ckchen. Durch best&#228;ndiges R&#252;hren bekommt das Risotto langsam eine Seele, n&#228;mlich seine cremige Konsistenz.
</p>
<p>
Man kann inzwischen schon ein bisschen abschmecken, auch wenn der Reis noch ziemlich fest ist. Doch dabei ist Vorsicht geboten, denn Reis ist schnell versalzen und verzeiht nichts. Dann dr&#252;ckt man die Pilze aus, hackt sie in St&#252;cke und gibt sie auch in den Topf. Statt Leitungswasser gie&#223;t man jetzt das Einweichwasser der Pilze zum Reis. Man sollte darauf achten, dass sich unten in der Sch&#252;ssel manchmal etwas Sand ansammelt. Dort soll er auch bleiben!
</p>
<p>
W&#228;hrenddessen r&#252;hre ich und r&#252;hre immer weiter. Das ist sehr kontemplativ und eine sch&#246;ne T&#228;tigkeit. Man kann dabei zuschauen, wie der Reis zu einem Gericht wird. Langsam tastet man sich nun an den richtigen Geschmack heran: Ein wenig Wei&#223;wein passt sehr gut, oder auch ein Schl&#252;ckchen Sherry. Frischer Pfeffer geh&#246;rt ohnehin zu jedem guten Gericht, und all diejenigen, die ohne Kalbsfond kochen (dazu geh&#246;re auch ich), verwenden ein wenig gek&#246;rnte Br&#252;he, damit das Risotto genug Power kriegt.
</p>
<p>
Der Reis sollte am Ende nur noch einen leichten Biss haben, etwas fester als Pasta. Was <em>al dente</em> hier aber genau bedeutet, muss jeder f&#252;r sich selbst herausfinden. Bei mir stehen am Ende etwa 25 Minuten Kochzeit auf der Uhr. Nun kommt der letzte Trick: Man schaltet den Herd ab und r&#252;hrt  3 EL geriebenen Parmesan unter. Sein Schmelz adelt die Reiscreme, verleiht ihr einen zarten Glanz und hebt den Geschmack. In vielen Rezepten wird mehr K&#228;se genommen, aber das macht das Gericht wiederum zu schwer. Und jetzt schnell, schnell zu Tisch. Denn besser wird&#8217;s nicht!</p>
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		<title>Tom Kha Gung</title>
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		<pubDate>Mon, 31 Jan 2011 08:02:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Berchem</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezepte]]></category>
		<category><![CDATA[Vegetarisch]]></category>
		<category><![CDATA[Übersicht]]></category>
		<category><![CDATA[Curry;]]></category>
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		<category><![CDATA[Kokos]]></category>
		<category><![CDATA[Zitronengras]]></category>

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		<description><![CDATA[[inspic=191,right,thumb]Diese Br&#252;he ist anders. Die Aromen kommen aus Gr&#228;sern und Knollen, und die Zubereitung dauert nur ein paar Minuten. Gehaltvoll und gesund ist sie trotzdem. Und sie geh&#246;rt zum Leckersten, das man sich einbrocken kann.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<a href="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/uploads/2011/01/tom-kha-gung.jpg"><img src="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/uploads/2011/01/tom-kha-gung.jpg" alt="Tom Kha Gung" title="Tom Kha Gung" width="430" class="aligncenter size-full wp-image-4168" /></a></p>
<h6>Bild DD</h6>
<h1>Tom Kha Gung</h1>
<p><strong>Diese Br&#252;he ist anders. Die Aromen kommen aus Gr&#228;sern und Knollen, und die Zubereitung dauert nur ein paar Minuten. Gehaltvoll und gesund ist sie trotzdem. Und sie geh&#246;rt zum Leckersten, das man sich einbrocken kann.</strong></p>
<p><dc>G</dc>azpacho, Bouillabaisse und Linseneintopf mit demselben Ausdruck zu benennen, ist schon ziemlich verwegen. Wie sich Suppen doch unterscheiden k&#246;nnen. Auch die thail&#228;ndische Tom Kha Gung hat eine eigene Logik. Anstatt stundenlang zu kochen, wie eine gute europ&#228;ische Br&#252;he, besteht sie vor allem aus Kokosmilch und ist binnen Minuten servierfertig. Trotzdem erf&#252;llt sie all das, was man von einer guten Suppe erwartet: Sie ist bek&#246;mmlich und aromatisch, hei&#223;, gesund und vor allem gut f&#252;r die Seele.</p>
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<p>Zwei Grundaromen pr&#228;gen die Suppe: Zitronengras und Galgant. Zitronengras bekommt man frisch im Supermarkt. Es gibt zwar auch eine Paste aus dem Glas, aber die ist meist voll mit Glutamat. Frisch ist also einfach besser. Frischer Galgant ist schon schwieriger zu bekommen, aber im Asialaden wird man ihn finden. Wenn die Not es erfordert, kann man darauf auch verzichten. Doch dann ist der Name der Suppe nicht mehr ganz korrekt ist, denn <em>Kha</em> hei&#223;t auf Thai <em>Galgant</em>. Die Sch&#228;rfe der Suppe kommt von roter Currypaste. Man sollte den Sch&#228;rfegrad so tunen, dass die Nase frei wird und endlich mal wieder Luft an das gute alte Gehirn kommt. Eine deutliche Grundsch&#228;rfe <em>muss</em> vorhanden sein. Andererseits soll man sich mit der Suppe nicht qu&#228;len. Jeder muss seine Balance finden. </p>
<p>Weil diese Suppe sehr schnell fertig ist, muss man alle Zutaten pr&#228;parieren, damit man nicht im entscheidenden Moment mit ungewaschenem Gem&#252;se hantieren muss. F&#252;r eine Suppe f&#252;r zwei zivilisierte Esser waschen bzw. sch&#228;len und schneiden wir:</p>
<p>• eine Knoblauchzehe, in feine Scheiben<br />
• eine mittelgro&#223;e Zwiebel, in Spalten<br />
• eine Zucchini, l&#228;ngs halbiert und in Scheiben<br />
• eine halbe Stange Lauch, in Ringe<br />
• einige braune Champignons, geviertelt<br />
• eine Stange Zitronengras, grob zerteilt<br />
• ein walnussgro&#223;es St&#252;ck Galgant, gesch&#228;lt und fein gehackt oder gerieben</p>
<p>Als Zutaten eignen sich auch gr&#252;ne Bohnen, Zuckerschoten, Paprika, Tomatenstreifen und vieles andere. </p>
<p>All diese Zutaten legen wir in Griffweite in kleinen H&#228;ufchen ab. Mit einem Schuss &#214;l schwitzt man zuerst die Zwiebeln bei mittlerer Hitze leicht an. Sie sollen zischeln, aber nicht braten und dabei vornehm blass bleiben. Sobald sie glasig werden, kommt der Knoblauch dazu. Dann nacheinander der Galgant und das Zitronengras, die Zucchini und der Lauch. Nur noch ein wenig Salz dazu, damit es im Topf nicht so langweilig zugeht. Das alles dauert zwei bis drei Minuten und passiert normalerweise in einem Wok. Ein gro&#223;er Topf ist aber genauso gut geeignet.</p>
<p>Wenn man dann eine Dose Kokosmilch dazugibt (und zwar mitsamt dem Mark, das sich in der Dose abgesetzt hat), wird endlich eine Suppe daraus. Das Ganze soll nun ein paar Minuten auf kleiner Flamme ziehen, ohne zu kochen. In dieser Zeit w&#252;rze ich die Suppe mit der roten Currypaste (etwa ein TL), Salz, einem Schuss wei&#223;en Essig und Pfeffer. Jetzt kommen auch die Champignons dazu, die nicht garen, sondern nur hei&#223; werden und die Suppe aufsaugen. Wenn alles richtig sch&#246;n duftet, und das Gem&#252;se gerade die richtige Konsistenz hat, gebe ich eine Handvoll gefrorene Krabben dazu, die ich vorher nicht auftaue. Das wird die Suppe nun erledigen. Auf kleiner Flamme bleibt die Suppe jetzt noch mal 1-2 Minuten stehen, dann kann sie serviert werden.</p>
<p>Statt der Krabben kann man auch ein paar Streifen H&#252;hnerfleisch in der Suppe gar ziehen lassen. Selbst vegetarisch schmeckt sie fantastisch. Das holzige Zitronengras kann man leider nicht essen. Man muss es aus der Suppe angeln. Um sich Qualen zu ersparen, kann man es so schneiden, dass es am St&#252;ck bleibt, damit man es im Ganzen herausfischen kann. Wie auch immer – nach dieser Suppe ist jede Erk&#228;ltung wie weggeblasen, und jede Seele sieht wieder Land. Und darum geht es bei einer Suppe, oder?</p>
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