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	<title>Deli Dauerdienst &#187; Außer Haus</title>
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	<description>Berliner Hausmannskost</description>
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		<title>Georgische K&#252;che</title>
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		<comments>http://www.delidauerdienst.de/georgische-kueche/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 31 Oct 2011 07:03:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Berchem</dc:creator>
				<category><![CDATA[Außer Haus]]></category>
		<category><![CDATA[Übersicht]]></category>

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		<description><![CDATA[[inspic=233,right,thumb]Seit Menschengedenken m&#252;ssen sich die Georgier gegen m&#228;chtige Nachbarn behaupten. Kraft- und identit&#228;tsstiftend wirkt die lokale K&#252;che. Nur leider liegen <em>Sunguli</em>, <em>Chatschapuri</em> und <em>Tschurtschchelas</em> ziemlich schwer im Magen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<a href="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/uploads/2011/10/georgien-1.jpg"><img src="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/uploads/2011/10/georgien-1.jpg" alt="Schweinefamilie vor dem Schchara" title="Schweinefamilie vor dem Schchara" width="420" class="alignleft size-full wp-image-6613" /></a></p>
<h6>Bild Katalin Ambrus / DD</h6>
<h1>Georgische Spezialit&#228;ten</h1>
<p><strong>Seit Menschengedenken m&#252;ssen sich die Georgier gegen m&#228;chtige Nachbarn behaupten. Kraft- und identit&#228;tsstiftend wirkt die lokale K&#252;che. Nur leider liegen <em>Sunguli</em>, <em>Chatschapuri</em> und <em>Tschurtschchelas</em> ziemlich schwer im Magen.</strong></p>
<p><dc>F</dc>olgt man den Zahlen, geht es dem kleinen Kaukasus-Staat Georgien schlecht. Das durchschnittliche Einkommen liegt bei 250 Euro im Monat. Rentner leben sogar von nur 30 Euro. Mit dem Ende der Sowjetzeit brach die Wirtschaftsleistung auf ein Viertel ein. Die Russen, die fr&#252;her massenhaft das salzige Mineralwasser <em>Nabeghlavi</em> importierten und zum Kuren in die Berge kamen, boykottieren das kleine Land. Die Beziehungen sind auch nach zwanzig Jahren Unabh&#228;ngigkeit <a href="http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/militaerstuetzpunkte-medwedew-setzt-vertraege-in-kraft-_aid_672170.html"> alles andere als freundschaftlich</a>.</p>
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<p>Trotzdem wirkt der georgische Lebensstil auf die wenigen Touristen nicht &#228;rmlich. Wer in Tiflis unterwegs ist, der erlebt eine gepflegte Hauptstadt, die sich in ihren weiten Bergt&#228;lern ausdehnt. An der Hauptstra&#223;e, der Rustaveli Allee, reihen sich Sakralbauten, klassizistische B&#252;rgerh&#228;user, sozialistische Avantgarde und nun auch die organischen Formen des 21. Jahrhunderts aneinander. In den Schaufenstern pr&#228;sentieren sich bekannte internationale Marken. In der ganzen Stadt stehen au&#223;erdem moderne und historische Plastiken, die von einem ausgepr&#228;gten Sinn f&#252;r Kultur zeugen.</p>
<p>Auch die Kochkultur wird aufmerksam gepflegt. &#220;ber den Kaukasus hinaus gilt die georgische K&#252;che als avantgardistisch und komplex. Zahlreiche Rezepte haben einen starken russischen Einfluss, anderen merkt man eher die N&#228;he zur T&#252;rkei an. Aber in den abgelegenen Bergt&#228;lern des Kleinen und des Gro&#223;en Kaukasus haben sich daraus eigene Aromen entwickelt. Schweinefleisch, Gefl&#252;gel, Wild und K&#228;se sind die wichtigsten Zutaten. Auf den Speisekarten finden sich gegrillte Schaschliks, reichhaltige Ragouts, Pfannkuchen und Teigspeisen.</p>
<p>Als erstes lernt jeder, der Georgien bereist, <em>Chatschapuri</em> kennen, gro&#223;e gef&#252;llte Fladenbrote mit Fleisch, Bohnen, K&#228;se oder Ei. Chatschapuri ist die Nationalspeise. Anders als t&#252;rkisches <em>B&#246;rek</em> besteht es nicht aus Bl&#228;tterteig, sondern aus einem wei&#223;en Brotteig. Als Vorspeise gibt es oft Sulguni. Dieser helle K&#228;se erinnert an Mozzarella und wird oft mit frischer Minze serviert. Die Konsistenz ist feincremig und er schmeckt tats&#228;chlich ein wenig nach der frischen Bergluft. Das macht ihn zu einem der feinsten Gerichte, die man in Georgien bekommen kann. </p>
<p>Klingt gut, oder? Schmeckt auch gut. Doch leider ist das georgische Essen auch im Magen ausgesprochen selbstbewusst. Noch nach Stunden liegt es breit und schwer im Magen. Mehr als eine Hauptmahlzeit am Tag ist kaum zu schaffen. Das liegt an der Kombination von St&#228;rke und Fett, die den Georgien-Reisenden st&#228;ndig begleitet. Die logische Konsequenz ist, dass zu jeder Hauptmahlzeit Wodka getrunken wird. Nicht &#252;berm&#228;&#223;ig, daf&#252;r immer wieder. Die einzige Alternative hei&#223;t <em>Chacha</em> und ist ein Tresterbrand.</p>
<p>„Sage mir, was du isst, und ich sage dir, wer du bist“, sagte Brillat-Savarin. Folgt man diesem Satz, so sind die Georgier ein Volk selbstst&#228;ndige Genie&#223;er. Denn die Armut f&#252;hrt dazu, dass Haustiere &#252;berall im Land das Bild pr&#228;gen. Schweine, K&#252;he und H&#252;hner werden erg&#228;nzt durch unz&#228;hlige Hunde und Katzen, die in der georgischen Bergwelt ein friedliches Durcheinander pflegen. Wer kein Geld hat, der muss sich eben selbst versorgen. So wird die Not in Georgien zur Lebensart. Bei der Qualit&#228;t und Frische der Lebensmittel muss sich Georgien vor niemandem verstecken.</p>
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		<title>Das beste Sushi in Berlin</title>
		<link>http://www.delidauerdienst.de/das-beste-sushi-in-berlin/</link>
		<comments>http://www.delidauerdienst.de/das-beste-sushi-in-berlin/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 10 Oct 2011 12:46:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Berchem</dc:creator>
				<category><![CDATA[Außer Haus]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Übersicht]]></category>

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		<description><![CDATA[[inspic=217,right,thumb] Sushi wird in Berlin an jeder Ecke angeboten. Aber die richtig gute Qualit&#228;t  ist schwer zu finden. Doch zwischen den vielen Billigangeboten und Fastfood-Schuppen verstecken sich auch einige Perlen. Hier kommen die besten Sushi-Bars der Stadt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<img src="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/uploads/2011/10/sushi-in-berlin.png" alt="Sushi In Berlin" title="Sushi In Berlin" width="420" class="size-full wp-image-6060" /></p>
<h6>Bild <a href="http://www.flickr.com/photos/shandrew/">shandrew</a> (CC)</h6>
<h1>Das beste Sushi in Berlin</h1>
<p><strong>Sushi wird in Berlin an jeder Ecke angeboten. Aber die richtig gute Qualit&#228;t  ist schwer zu finden. Doch zwischen den vielen Billigangeboten und Fastfood-Schuppen verstecken sich auch einige Perlen. Hier kommen die besten Sushi-Bars der Stadt.</strong></p>
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<p>Klar kann man beim Thai-Restaurant um die Ecke zur <em>Happy Hour</em> viel billiges Sushi bekommen. Klar bringt heute auch jeder Pizzadienst rohen Fisch nach Hause. Aber was bekommt man dann vorgesetzt? Wir haben es schon erlebt, dass gefrorener Lachs in Pappschachteln vom Discounter quer durchs Restaurant geschleppt wurde. F&#252;r den Sushi-Meister beginnt seine Kunst hingegen schon beim Einkauf. Nur wenn der Fisch frisch und rein ist, wird er ihn den G&#228;sten im gek&#252;hlten Schaukasten pr&#228;sentieren. Alle Betreiber der folgenden Restaurants sind Japaner, oder haben zumindest in Japan gelernt. Dass die Sushi-Bars manchmal von au&#223;en recht einfach wirken, sollte den Gast nicht abschrecken.</p>
<p><font size="+1">#1 <strong>Sasaya</strong> – Prenzlauer Berg</font></p>
<p>Die beste Visitenkarte f&#252;r die Sushibar in der Lychener Stra&#223;e, nicht weit vom Helmholtzplatz, sind die vielen Japaner, die hier regelm&#228;&#223;ig zu Gast sind. Hier geht es so authentisch zu, dass die deutsche Sprache nicht immer verstanden wird. Die Gerichte sind abwechslungsreich und ungew&#246;hnlich. Nat&#252;rlich kann man hier Sushi essen, aber es f&#228;llt leicht, sich ablenken zu lassen und auf der Karte etwas anderes zu finden: ged&#252;nstete Okra, Spinat mit ger&#246;stetem Sesam oder zahlreiche Variationen mit Tofu.</p>
<p><a href="http://sasaya-berlin.de/">Sasaya</a><br />
Lychener Stra&#223;e 50<br />
10437 Berlin<br />
Telefon: 030 44717721</p>
</p>
<p><font size="+1">#2 <strong>Tabibito</strong> – Neuk&#246;lln</font></p>
<p>Fantastische Misosuppen, H&#228;hnchen-Teriaki, Tempura und nat&#252;rlich Sushi gibt es in dem kleinen Restaurant Tabibito auf der Karl-Marx-Stra&#223;e in der N&#228;he des Neuk&#246;llner Rathauses. Die Inhaber-Familie legt gro&#223;en Wert auf die besten Zutaten. Der Fisch ist unvergleichlich frisch und zart, das Wasabi schmeckt fein und der Sake mild-herb. Daran merkt man, dass hier mit einem hohen Anspruch gearbeitet wird.</p>
<p>Tabibito<br />
Karl-Marx-Stra&#223;e 56<br />
12043 Berlin<br />
Telefon: 030 6241345</p>
</p>
<p><font size="+1">#3 <strong>Hakata</strong> – Kreuzberg 36</font></p>
<p>Ein etwas grimmiger &#228;lterer Herr steht bei Hakata Sushi auf der Oranienstra&#223;e hinter der Bar und bedient die G&#228;ste. Der Laden wirkt recht einfach und die Preise sind niedrig, aber das Sushi ist frisch und von tadelloser Qualit&#228;t. Ein echtes Original ohne viel Chichi. Wie auch die anderen Bars ist es bei <strong>Hakata</strong> nicht immer leicht, einen der wenigen Pl&#228;tze zu bekommen.</p>
<p>Hakata<br />
Oranienstra&#223;e 200<br />
10999 Berlin<br />
kein Telefon</p>
</p>
<p><font size="+1">#4 <strong>Gingi Sushi</strong> – Prenzlauer Berg</font></p>
<p>Cengiz ist der Exot unter den Exoten. Er ist in der T&#252;rkei geboren, hat in Japan den Umgang mit Sushi gelernt und bereitet nun in der Rykestra&#223;e das Sushi f&#252;r seine vielen G&#228;ste zu. Die japanische Tradition ist f&#252;r ihn das Werkzeug, aus dem sich seine Kreativit&#228;t entfaltet. F&#252;r die Bestellung braucht man keine Karte. Stattdessen folgt man den Ideen des Chefs. Er wei&#223;, was f&#252;r uns gut ist.</p>
<p><a href="http://www.gingisushi.de/">Gingi Sushi</a><br />
Rykestra&#223;e 45<br />
10405 Berlin<br />
Telefon: 030 44049397</p>
</p>
<p><font size="+1">#5 <strong>Sushi Berlin </strong> – Charlottenburg</font></p>
<p>Hier ist alles so, wie man es sich in einem Sushi-Retsaurant vorstellt. Keine &#220;berraschungen – im Guten wie im Schlechten. Die Speisen kommen auf einem Laufband vorbei gefahren, das Angebot ist frisch und wird gut zubereitet, und auch an den Getr&#228;nken ist nichts auszusetzen. Auf der einen Seite k&#246;nnte man da eine pers&#246;nlichere Note vermissen. Auf der anderen Seite kann man hierhin auch ohne Schwierigkeiten Gesch&#228;ftsfreunde mitnehmen.</p>
<p><a href="http://www.sushi-berlin.de/">Sushi Berlin</a><br />
Bismarckstra&#223;e 100<br />
10625 Berlin<br />
Telefon: 030 31509561</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ukrainische K&#252;che</title>
		<link>http://www.delidauerdienst.de/ukrainische-kueche/</link>
		<comments>http://www.delidauerdienst.de/ukrainische-kueche/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 19 Sep 2011 06:55:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Berchem</dc:creator>
				<category><![CDATA[Außer Haus]]></category>
		<category><![CDATA[Übersicht]]></category>

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		<description><![CDATA[[inspic=215,right,thumb]W&#228;hrend unsere westlichen Nachbarn Frankreich, Spanien und Italien auf unseren Tellern l&#228;ngst einen festen Platz gefunden haben, trennt die Esser noch immer ein eiserner Vorhang von den Traditionen des Ostens. Allenfalls in …]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<a href="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/uploads/2012/09/IMG_2627.jpg"><img src="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/uploads/2012/09/IMG_2627-1024x682.jpg" alt="Ukrainisches Fastfood" title="Ukrainische Kueche" width="430" class="aligncenter size-large wp-image-5879" /></a></p>
<h6>Bild DD</h6>
<h1>Fastfood à la Babuschka</h1>
<p><strong>Auch in Osteuropa kann man gut essen. In der Ukraine sind Obst und Gem&#252;se von urspr&#252;nglicher Qualit&#228;t, die Rezepte sind althergebracht, selbst der Wein ist in Ordnung. Seid ihr bereit f&#252;r den Osten?</strong></p>
<p><dc>W</dc>&#228;hrend unsere westlichen Nachbarn Frankreich, Spanien und Italien auf unseren Tellern l&#228;ngst einen festen Platz gefunden haben, trennt die Esser noch immer ein eiserner Vorhang von den Traditionen des Ostens. Allenfalls in den neuen Bundesl&#228;ndern gibt es einschl&#228;gige Erfahrungen. Im <a href="http://www.moskauberlin.net/">Café Moskau</a> kamen schon zu Honeckers Zeiten Borschtsch und Soljanka auf den Tisch, als kulinarische Propaganda wie einst der Eintopfsonntag bei den Nazis. Im Westen begn&#252;gte man sich mit <em>Russischem Zupfkuchen</em>, einer industriellen Backmischung, die nur dem Namen nach slawische Wurzeln hat.</p>
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<p>Dass es jenseits von Brandenburg jede Menge zu entdecken gibt, haben wir schon bei <a href="http://www.delidauerdienst.de/gut-essen-in-prag/">unserer Reise nach Prag</a> erfreut festgestellt. Diesmal f&#252;hrte unsere Reise zum Schwarzen Meer, das hei&#223;t eigentlich einmal drum herum, mit Etappen in der Ukraine, in Georgien und in der T&#252;rkei. Durch die Ukraine ging mit dem Verkehrsmittel der Wahl: dem Nachtzug. Im gr&#246;&#223;ten Land Europas kostet eine Schlafwagen-Fahrkarte kaum mehr als 15 Euro. Dazu gibt es eine kulinarische Grundversorgung, die die Mitnahme von Reiseverpflegung &#252;berfl&#252;ssig macht.</p>
<p>Denn sobald der Nachtzug einen l&#228;ngeren Aufenthalt hat, kommen Gro&#223;m&#252;tter ans Gleis, die den Passagieren selbst gekochte Spezialit&#228;ten anbieten. Oft sind das <em>Wareniki</em>, ged&#228;mpfte und gef&#252;llte Teigtaschen. Es gibt sie sowohl s&#252;&#223;, mit Erdbeeren, Kirschen oder Himbeeren oder auch pikant, zum Beispiel mit Zwiebeln, Kohl und Pilzen. Wer bei Kohl an einen tristen Eintopf oder an Sauerkraut denkt, der t&#228;uscht sich. Kohl wird hier sehr sparsam eingesetzt und dabei mild und aromatisch zubereitet. Selbst wer keinen Sinn f&#252;r deftige Gerichte hat, wird frische Wareniki entz&#252;ckt nachordern. Dazu trinkt man am besten einen Tee, den die Schlafwagenschaffner bis ins Abteil bringen.</p>
<p>Wenn es auf dem Bahnsteig qualmt und nach Fleisch duftet, dann wird gerade der Grill angeheizt. Die Passagiere steigen aus und lassen sich ein frisches Schaschlik machen. Serviert wird es mit ein paar Zwiebelringen, frischem Brot und einem kalten Bier. Niemand wird dabei von <em>Haute Cuisine</em> sprechen, aber <em>Savoir Vivre</em> ist das allemal. In den kalten Wintern und kurzen Sommern des Ostens ist gutes Essen eine mit Ernsthaftigkeit und Leidenschaft gepflegte Angelegenheit.</p>
<p>In allen Rezepten steckt auch heute noch jede Menge Handarbeit: Beeren und Pilze werden selbst gesammelt, im Garten wachsen Bohnen und Tomaten und oft genug steht vor oder hinter dem Haus ein Schwein, dessen Tage l&#228;ngst gez&#228;hlt sind. Es wird zu <em>Salo</em> verarbeitet, einem aromatischen Speck, der gerne mit etwas Knoblauch auf ger&#246;stetem Graubrot gegessen wird. Gefl&#252;gel und W&#252;rste, Salate und Deruny (Kartoffelpuffer) bestimmen den Speiseplan. Zu letzteren isst man Smetana, eine cremige Saure Sahne, die eine Crème Fraiche leicht in die Tasche steckt. Zum W&#252;rzen dienen frische Kr&#228;uter, vor allem Dill wird h&#228;ufig und verst&#228;ndig eingesetzt.</p>
<p>Daneben gibt es viele Varianten von gef&#252;lltem Backwerk. Die kleinen Brote (auf dem Bild seht ihr frische Piroschki) sind der ein perfekter Snack, der auf der Stra&#223;e angeboten wird. Fisch ist hingegen selten geworden, da die meisten Gew&#228;sser die Sowjetzeit nicht unbeschadet &#252;berstanden haben. Nur langsam erholen sich die Fl&#252;sse von den Schwermetallen. Doch entlang der K&#252;sten bringen die Fischer inzwischen wieder Anchovis, Sardinen, Muscheln und Makrelen an Land. Auch sie vertragen sich gut mit Dill, Zwiebeln, Karotten und Tomaten.</p>
<p>Zu den meisten Gerichten trinkt man am besten Bier. Doch auch der Wein ist viel besser als sein Ruf. Feine Franzosen oder Spanier darf man nicht erwarten, aber mit den robusten Tischweinen des Mittelmeeres k&#246;nnen viele Weine durchaus mithalten.<em> Magaratsch Bastardo</em> hei&#223;t die beste Rebe, aus der auf den Weinbergen auf der Krim alkoholreiche Weine gekeltert werden. Ihr Geschmacksbild erinnert an den spanischen Tempranillo. Wer sich sp&#228;ter einem <em>Nemiroff</em> zuwendet, der macht nichts verkehrt. Denn in der Ukraine ist ein Gl&#228;schen Vodka noch immer das beste Tischgetr&#228;nk.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Osteria Donath &amp; Delizie d&#8217;Italia</title>
		<link>http://www.delidauerdienst.de/osteria-donath-delizie-ditalia/</link>
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		<pubDate>Mon, 29 Aug 2011 06:29:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Berchem</dc:creator>
				<category><![CDATA[Außer Haus]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Übersicht]]></category>

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		<description><![CDATA[[inspic=214,right,thumb]Wer bei Hausmannskost an Erbsensuppe und Sauerbraten denkt, der sollte mal ins Ausland fahren: In Tschechien, &#214;sterreich oder der Schweiz sind einfache und gute Rezepte allt&#228;glich. Braten mit leichten So&#223;en, Ragouts, frische …]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<img src="http://www.delidauerdienst.de/blog/wp-content/uploads/2011/08/Osteria-Donath-Berlin.jpg" alt="Osteria Donath, Berlin" title="Osteria Donath, Berlin" width="430" height="257" class="alignleft size-full wp-image-668" /></p>
<h6>Bild Donath</h6>
<h1>Osteria Donath<br />
&#038; Delizie d&#8217;Italia</h1>
<p><dc>W</dc>er bei Hausmannskost an Erbsensuppe und Sauerbraten denkt, der sollte mal ins Ausland fahren: In Tschechien, &#214;sterreich oder der Schweiz sind einfache und gute Rezepte allt&#228;glich. Braten mit leichten So&#223;en, Ragouts, frische Mehlspeisen, gutes Gem&#252;se – das alles muss man dort nicht lange suchen. &#220;ber Jahrhunderte hat sich eine einfache aber gute K&#252;che entwickelt und erhalten, die bei uns im 20. Jahrhundert weitgehend verloren gegangen ist.</p>
<p>Kein Wunder, dass in Berlin italienische Osterias und &#246;sterreichische Beisln wie Pilze aus dem feuchten Waldboden sprie&#223;en. Die Sehnsucht nach Hausmannskost ist enorm. In die Trattoria <strong>Delizie d&#8217;Italia</strong>, einem ehemaligen Feinkostladen indem heute gekocht wird, zw&#228;ngt sich Abend f&#252;r Abend ein treues Publikum und erfreut sich an den mittel-italienischen Speisen. Dazu der Hauswein und ein paar Oliven, schon sind alle gl&#252;cklich.</p>
<p>In der K&#252;che des weiter n&#246;rdliche gelegenen Friaul kann man schon die Aromen &#214;sterreichs und Mitteleuropas ahnen. Ihr widmet sich die <b>Osteria Donath</b> in der Schwedter Stra&#223;e. Zum Mittagessen gibt es hier eine frische Suppe, zarte Ferkel-Koteletts mit einer leichten So&#223;e aus Tomaten und Thymian und einen feinen Espresso. Das alles inklusive Wein  f&#252;r elf Euro. Das ist sehr gut angelegtes Geld. Und Abends kommen die G&#228;ste auch auf ein Bier vorbei. Denn Essen und Trinken geh&#246;ren einfach zusammen.</p>
</p>
<table>
<th width="210px">
<tr>
<td>
<strong>Osteria Donath</strong><br />
Schwedter Stra&#223;e 13<br />
10119 Berlin</p>
<p>Telefon 030 / 448 01 29<br />
contatto@donath-berlin.de<br />
www.donath-berlin.de
</td>
<td>
<strong>Delizie d&#8217;Italia</strong><br />
Kollwitzstra&#223;e 100<br />
10435 Berlin</p>
<p>Telefon 030 / 484 949 77<br />
info@delizieditalia.de<br />
<a href="http://www.delizieditalia.de">www.delizieditalia.de</a>
</td>
</tr>
</th>
</table>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.delidauerdienst.de/osteria-donath-delizie-ditalia/feed/</wfw:commentRss>
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		</item>
		<item>
		<title>Pret A Diner</title>
		<link>http://www.delidauerdienst.de/pret-a-diner-berlin/</link>
		<comments>http://www.delidauerdienst.de/pret-a-diner-berlin/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 07 Feb 2011 10:00:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Berchem</dc:creator>
				<category><![CDATA[Außer Haus]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Übersicht]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.delidauerdienst.de/?p=4315</guid>
		<description><![CDATA[[inspic=192,right,thumb]Nur ein paar Wochen lang wird in der „Alten M&#252;nze“ in Berlin Essen serviert. In dieser Zeit will das tempor&#228;re Restaurant alles sein, aber vor allem aufregend. Zun&#228;chst h&#228;tte man sich vielleicht auf eine solide K&#252;che konzentrieren sollen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<img src="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/uploads/2011/02/pretadiner.jpg" alt="" title="Pret A Diner" width="430" class="aligncenter size-full wp-image-4318" /></p>
<h6>Bild Kofler &#038; Kompanie</h6>
<h1>Pret A Diner, Berlin</h1>
<p><strong>Nur ein paar Wochen lang wird in der „Alten M&#252;nze“ in Berlin Essen serviert. In dieser Zeit will das tempor&#228;re Restaurant alles sein, aber vor allem aufregend. Zun&#228;chst h&#228;tte man sich vielleicht auf eine solide K&#252;che konzentrieren sollen.</strong></p>
<p>
<dc>D</dc>er Style ist wichtig. Das merkt jeder Gast noch, bevor er seinen Mantel abgegeben hat. Man wird durch einen langen Kellergang geschleust, vorbei an leeren Tresorr&#228;umen und K&#252;nstlern bei der Arbeit. Treppauf, treppab, durch betonkalte R&#228;ume, die den Flavour der Berliner Szene vermitteln sollen. Das Restaurant selbst liegt wieder ebenerdig, nur f&#252;nf Meter Luftlinie vom Eingang entfernt.
</p>
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<p>
Der bekannte Gastro-Unternehmer Klaus-Peter Kofler installierte das <em>Pret A Diner</em> unweit des Roten Rathauses in einem klassischen Berliner Leerstand. Nach eigenen Angaben ist es ein Zuschussgesch&#228;ft, denn er betreibt das Restaurant als „Visitenkarte“ f&#252;r sein Unternehmen. Von einer schwarzen Null d&#252;rfte er allerdings nicht allzu weit entfernt sein: Bei unserem Besuch waren alle Pl&#228;tze besetzt, und das bei zwei Services pro Tag, um 19 Uhr und um 22 Uhr. Abweichende Reservierungen werden nicht angeboten.
</p>
<p>
Die Speisekarte, ein umfangreiches Konglomerat aus Bildern und Texten, wurde liebevoll gestaltet. Doch der eigentliche Inhalt, das Men&#252;, liest sich zu kompliziert, weil es in einem verschwurbelten Englisch abgefasst wurde. Das klingt zum Beispiel so: „breaking up in nam xam – the tofu scents betrayal behind a shimeji&#8217;s ear“. Ein poetisches Versprechen, das die Gerichte selten halten konnten.
</p>
<p>
Das Men&#252; nach Gastkoch Bernhard Munding versuchte, humorvoll asiatische und traditionelle Elemente gegeneinander in Stellung zu bringen. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, kamen die G&#228;nge aber eher unspektakul&#228;r daher. Eigene Gedanken waren kaum zu erkennen, keine Kreation, die der lauten Selbstdarstellung gerecht geworden w&#228;re. Einzig die Blumenkohlcreme mit Flusskrebsen war au&#223;erordentlich schmackhaft. Das vegetarische Hauptgericht, ein s&#252;&#223;saures Gem&#252;seragout h&#228;tte jedoch selbst in einem Thai-Restaurant niemanden vom Hocker gehauen. Sein carnivores &#196;quivalent, eine geschmorte Ochsenschulter mit P&#252;ree, war zwar schmackhaft aber ziemlich bieder.
</p>
<p>
Als Nachtisch wurden Wantan aus Schweinefleisch serviert, was man mit etwas gutem Willen als originell bezeichnen k&#246;nnte – oder auch als eine verungl&#252;ckte Pointe. Leider war daneben auch noch der Service &#252;berfordert, was man uns auch ungefragt wissen lie&#223;. Der Wein, ein Sp&#228;tburgunder und auf den Namen des Patrons gelabelt, kam viel zu kalt und wurde w&#228;hrend des Essens auch nicht mehr besser.
</p>
<p>
Selbst bei der Musik wurde gemixt wie in der Happy Hour: Bach, Schlager und halbherzige Elektronummern wechselten sich unvermittelt ab. Man mag das ein offenes Konzept nennen oder eben geschmacklos. Der Stil und die Handschrift eines K&#252;chenmeisters lassen sich eben nicht durch das Tamtam einer aufgeregten Eventgastronomie ersetzen. Sollte dies eine Visitenkarte f&#252;r Herrn Kofler gewesen sein, dann kann man sie getrost in irgendeiner Manteltasche vergessen.
</p>
<p><strong>Pret A Diner</strong><br />
Am Kr&#246;gel 2<br />
10179 Berlin<br />
<em>Reservierungen &#252;ber<br />
<a href="http://pretadiner.com/popup/index.php">pretadiner.com</a> oder <a href="http://www.opentable.de/rest_profile.aspx?rid=14403">opentable.de</a></em> </p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Am Eigelstein</title>
		<link>http://www.delidauerdienst.de/essen-am-eigelstein/</link>
		<comments>http://www.delidauerdienst.de/essen-am-eigelstein/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 06 Dec 2010 10:25:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Berchem</dc:creator>
				<category><![CDATA[Außer Haus]]></category>
		<category><![CDATA[Übersicht]]></category>
		<category><![CDATA[Aubergine]]></category>
		<category><![CDATA[gegrillt]]></category>
		<category><![CDATA[Lamm]]></category>

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		<description><![CDATA[[inspic=178,right,thumb]Schon seit Jahrzehnten nehmen die G&#228;ste eine weite Anreisen in Kauf um in K&#246;ln am Eigelstein t&#252;rkisch zu essen. Selbst einfache Grill-Lokale m&#252;ssen sich nicht verstecken. Die beiden Michelin-Sterne in der Nachbarschaft sind allerdings in franz&#246;sischer Hand.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<img src="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/uploads/2011/05/le-moissonnier.jpg" alt="Le Moissonnier, K&#246;ln" title="Le Moissonnier, K&#246;ln" width="430" height="276" class="aligncenter size-full wp-image-3010" /></p>
<h6>Bild Kira Bunse / Le Moissonnier&nbsp;&nbsp;</h6>
<h1>Am Eigelstein</h1>
<p><strong>Schon seit Jahrzehnten nehmen die G&#228;ste eine weite Anreise in Kauf um in K&#246;ln am Eigelstein t&#252;rkisch zu essen. Selbst einfache Grill-Lokale m&#252;ssen sich nicht verstecken. Die beiden Michelin-Sterne in der Nachbarschaft sind allerdings in franz&#246;sischer Hand.</strong></p>
<p><dc>D</dc>as versteckte Viertel links und rechts der kleinen Hauptstra&#223;e „Eigelstein“ war einst doppelt so gro&#223; wie heute, doch dann kamen die Planer und realisierten ihre Ideen der autogerechten Stadt. Seither l&#228;uft die achtspurige Nord-S&#252;d-Fahrt mitten hindurch. Von einer lebhaften, kleinb&#252;rgerlichen Innenstadtlage wurde der Eigelstein zum Hinterhof des K&#246;lner Hauptbahnhofs – inklusive der bekannten Nebeneffekte. Huren, Kriminalit&#228;t und Junkies geh&#246;ren hier zum Stadtbild. Doch zwischen Spielhallen und Wettb&#252;ros gibt es zu aller &#220;berraschung auch sehr gute Gem&#252;sel&#228;den, Fischh&#228;ndler, Metzger, B&#228;cker und einen der besten Superm&#228;rkte der Stadt. Damit schl&#228;gt am Eigelstein das kulinarische Herz K&#246;lns.</p>
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<p>Aber wir w&#228;ren nicht in der Domstadt, g&#228;be es hier nicht auch noch die bunte, lebensfrohe Stammbev&#246;lkerung, ein herziges V&#246;lkchen, dass im Karneval seine Hymne „Am Eigelstein es Musik“ rauf und runter singt. Man isst im <em>Fesch-Hus</em> zu Mittag, sitzt an der Eigelstein-Torburg in der Nachmittagssonne, trinkt im <em>K&#246;lsche Bor</em> das erste, zweite und dritte Gaffel und isst dazu seinen <em>Halven Hahn</em>. Die junge Szene zieht es derweil ins <em>Elektra</em> am Gereonswall, und die ganz abgebr&#252;hten stranden im <em>Durst</em>. Wie man es auch immer h&#228;lt, man braucht das Viertel kaum zu verlassen. Hier gibt es alles, was der Genussmensch zum Leben braucht. Nur f&#252;r den abschlie&#223;enden Rheinspaziergang muss man 500m ostw&#228;rts (&#252;ber ebenjene achtspurige Stra&#223;e).</p>
<p>Der Eigelstein profitiert von diesem lebendigen Mix. Wer gerne gut und einfach isst, der hat hier eine gro&#223;e Auswahl. Ein gutes Essen bekommt man zum Beispiel in den t&#252;rkischen Grillrestaurants in der Weidengasse. Da ist zum Beispiel das <strong>&#214;z Harran Doy Doy</strong>, ein unscheinbarer Imbiss, indem sich eine halbe Fu&#223;ballmannschaft von K&#246;chen und Kellnern vorz&#252;glich um die G&#228;ste k&#252;mmert. Die Karte ist nicht gro&#223;: Spie&#223;e und Gebratenes, drei verschiedene Suppen – das ist schon das ganze Angebot. Dazu gibt es Brot mit verschiedenen So&#223;en und etwas Salat. Die Gerichte nicht teuer und kommen direkt vom Grill. Die Anzahl der Stammg&#228;ste ist entsprechend gro&#223;.</p>
<p>Gleich zwei H&#228;user weiter hebt sich das Niveau betr&#228;chtlich. Gemischt mit einer kr&#228;ftigen Prise Folklore wird im Palastrestaurant <strong>Bosporus</strong> die feine, aber traditionelle osmanische K&#252;che gepflegt. F&#252;r Restaurants wie dieses reisen die G&#228;ste eigens aus dem Ruhrgebiet an. Die Karte liest sich, als w&#228;re sie in Gold gefasst. Und auch die K&#252;che liebt den Pomp. Kein Gericht kommt alleine daher, viele Sch&#252;sselchen und Sch&#228;lchen begleiten die Hauptg&#228;nge. Die Stimmung ist ausgelassen, und sp&#228;testens wenn die Baucht&#228;nzerin mit den H&#252;ften schwingt, wird es dem letzten Griesgnaddel warm ums Herz.</p>
<p>Genauso lange, wie in der Weidengasse t&#252;rkisch gekocht wird, besch&#228;ftigt sich in der Krefelder Stra&#223;e das Ehepaar <strong>Moissonnier</strong> mit der franz&#246;sischen K&#252;chentradition. Formell beginnt hier schon das Agnesviertel, aber wer wird kleinlich sein, in so einer weltoffenen Umgebung? Langsam, mit viel Geduld und noch mehr Liebe hat sich der Hausherr zwei Michelin-Sterne erkocht. Die Gerichte sind von solcher Perfektion und werden mit einer Selbstverst&#228;ndlichkeit serviert, dass ein Abendessen unvergesslich bleibt. Auch die Gestaltung des Gastraums ist an gutem Geschmack kaum zu &#252;berbieten. Dass der Service seine G&#228;ste voller Humor und Kenntnis bedient, ist Ehrensache.</p>
</p>
<p><strong>Restaurant Le Moissonnier</strong><br />
Krefelder Stra&#223;e 25<br />
50670 K&#246;ln<br />
Telefon 0221/729479<br />
<a href="http://www.lemoissonnier.de/">www.lemoissonnier.de</a></p>
</p>
<p><strong>Restaurant Bosporus</strong><br />
Weidengasse 36<br />
50668 K&#246;ln<br />
Telefon 0221/125265<br />
<a href="http://www.bosporus.de">www.bosporus.de</a></p>
</p>
<p><strong>&#214;z Harran Doy Doy</strong><br />
Weidengasse 28-34<br />
50668 K&#246;ln<br />
Telefon 0221/1307394</p></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Gut essen in Prag</title>
		<link>http://www.delidauerdienst.de/gut-essen-in-prag/</link>
		<comments>http://www.delidauerdienst.de/gut-essen-in-prag/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 15 Nov 2010 10:11:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Berchem</dc:creator>
				<category><![CDATA[Außer Haus]]></category>
		<category><![CDATA[Übersicht]]></category>
		<category><![CDATA[Fasan]]></category>
		<category><![CDATA[Prag]]></category>
		<category><![CDATA[Schwein]]></category>
		<category><![CDATA[Zunge]]></category>

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		<description><![CDATA[[inspic=158,right,thumb]Nach der schier endlosen Touristensaison findet die Stadt an der Moldau im November wieder zu sich selbst zur&#252;ck. Denn nicht nur das Bier ist dunkel, auch die b&#246;hmische Seele ist ein finsterer Ort. Und die lokalen Speisen schmecken einfach am …]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<img src="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/uploads/2010/11/Sea-bass,-baked-beet-root,-lamb´s-lettuce.jpg" alt="Prag – Dunkle Kraft" height="303" title="Prag – Dunkle Kraft" class="aligncenter size-medium wp-image-2655" /></p>
<h6>Bild La Degustation</h6>
<h1>Gut essen in Prag</h1>
<p><strong>Hier ist nicht nur das Bier dunkel, auch die b&#246;hmische Seele ist ein finsterer Ort. Im November findet Prag nach einer langen Touristensaison zur&#252;ck zu sich selbst. Auch das Essen schmeckt am besten, wenn es fr&#252;h Nacht wird.</strong></p>
<p><dc>E</dc>s sind mit dem Auto nur drei Stunden von der deutschen in die tschechische Hauptstadt. Mit dem Zug sind es fast f&#252;nf. Die Bahn hat scheinbar nicht allzu viel &#252;brig f&#252;r die Verbindung nach Osten. Die Z&#252;ge sind vergammelt und verkehren nur im Zweistundentakt, daf&#252;r aber teilweise im Schritttempo, und das auf dem deutschen Teil der Strecke, nicht etwa auf dem tschechischen. Doch auf eine Stunde mehr oder weniger Tageslicht kommt es uns nicht an, denn unser Programm beginnt erst mit dem Abendessen.</p>
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<p>Es gibt inzwischen eine ansehnliche Zahl von Restaurants, in denen man mit den Traditionen der b&#246;hmischen K&#252;che experimentiert. Als Grundlagen dienen zum Beispiel sauer eingelegter Fisch, frische Pilze, ger&#228;uchertes Fleisch, Wild oder der bekannte Schweinebraten samt seiner Begleiter Klo&#223; und Kraut. Diese Gerichte bilden eine Hausmannskost, die so robust ist, wie Holzf&#228;llers Axt im Riesengebirge. Die Rezepte zeugen vom Einfluss &#214;sterreichs. Dahinter entdeckt man aber auch eine tiefe Liebe zu Paris, die man in Preu&#223;en nie empfunden hat. Selbst in den Sportbars der Vorst&#228;dte wird noch heute selbstverst&#228;ndlich ein ordentlicher Braten angeboten – kein Maggi und keine Geschmacksverst&#228;rker, sondern ehrliches Fleisch mit ehrlicher So&#223;e und ehrlichen Kn&#246;deln. So etwas gibt es immer noch f&#252;r f&#252;nf oder sechs Euro.</p>
<p>Doch unsere Neugier geht dar&#252;ber weit hinaus. Besonders vielversprechend liest sich die Karte beim Restaurant <em>La Degustation</em>. Wer dort das vielg&#228;ngige Bohême-Men&#252; bestellt, der beginnt seine Reise mit einer beinah peinlich unscheinbaren Scheibe gekochten Schinkens mit sauer eingelegtem Gem&#252;se. &#8220;Denkt ihr, dass das die tschechische K&#252;che ist?&#8221;, will uns K&#252;chenchef Oldrich Sahajdák damit fragen und lacht sich heimlich ins F&#228;ustchen. Denn von da an erh&#246;ht er mit jedem Gang die Schlagzahl. Als die letzte der 14(!) Episoden, eine Art <em>Germkn&#246;del Inside Out</em>, vor uns steht, schwinden uns die Sinne. Die schaumig-malzige Dunkelbierso&#223;e, die die kleine Mehlspeise begleitet, ist eine Offenbarung.</p>
<p>Jedes der Gerichte, die uns bis dahin serviert wurden, war gut und innovativ gekocht, aber manche waren einfach fantastisch. Die Fasanensuppe mit einem pochierten Wachtelei war zum Niederknien. Das kleine Medaillon vom gekochten Rindfleisch h&#228;tte vielleicht ein wenig saftiger sein k&#246;nnen, aber dank seiner So&#223;en bleibt es unvergessen. Unter einem Creme-Schaum verbarg sich ein leuchtendes Dill-&#214;l. Mit dieser Komposition wurde die Grenze zur Kunst &#252;berschritten. Auch die ger&#228;ucherte Rinderzunge, die mit P&#252;rees von wei&#223;en Bohnen und &#196;pfeln serviert wird, war ganz grandios. Dass die Produkte f&#252;r solche Schlemmereien aus heimischer Herstellung stammen, ist f&#252;r die K&#252;chenmannschaft Ehrensache.</p>
<p>Nach einem solchen Essen sollte man sich durch die dunklen Gassen treiben lassen. Wenn &#252;ber der Moldau der Novembernebel liegt, wird auch der Gang &#252;ber die sonst so belebte Karlsbr&#252;cke zu einem intimen Erlebnis. Auf der anderen Seite des Flusses liegt eine kleine Bar, das <em>Blue Light</em>, ein Hafen in der Nacht, wo man sich trifft, wenn drau&#223;en die Werw&#246;lfe heulen. Unter der warmherzigen Obhut der Thekenmannschaft verschmelzen die Besucher zu einer gl&#252;cklichen, warmen Poesie. Was die feinen Weine in der <em>Degustation</em> noch nicht geschafft haben, erledigen nun zwei, drei starke Drinks. Wir lassen uns gehen, treiben, alles verschwimmt. Als wir am n&#228;chsten Morgen erwachen, hat die Stadt ihre Form ver&#228;ndert. Ihr s&#252;&#223;-herber Flavour geht ins Blut und von dort unbehindert durch alle Schranken hinein in die Seele.</p>
<table>
<th width="190px">
<tr>
<td>
<strong>La Degustation</strong><br />
Haštalská 753/18<br />
Praha 1<br />
<a href="http://www.ladegustation.cz/en/">www.ladegustation.cz</a>
</td>
<td>
<strong>Blue Light Bar</strong><br />
Josefská 1<br />
Praha 1<br />
<a href="http://www.bluelightbar.cz/">www.bluelightbar.cz</a>
</td>
</tr>
</th>
</table></p>
]]></content:encoded>
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		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Berliner Hamburgerszene</title>
		<link>http://www.delidauerdienst.de/burgerbegehren/</link>
		<comments>http://www.delidauerdienst.de/burgerbegehren/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 10 Sep 2010 16:00:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Berchem</dc:creator>
				<category><![CDATA[Außer Haus]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Fastfood]]></category>
		<category><![CDATA[Übersicht]]></category>
		<category><![CDATA[Fleisch]]></category>
		<category><![CDATA[Hackfleisch]]></category>

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		<description><![CDATA[[inspic=125,right,thumb]Was Wortspiele angeht, sind Burgerl&#228;den die neuen Friseure: Burgermeister, Burgersteig und Kreuzburger heizen den Grill an, um uns mit schnellem Essen zu versorgen. Ich wei&#223; nicht, wie es im Rest der Republik aussieht, aber hier in …]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<img src="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/uploads/2010/09/Burger.jpg" alt="Hamburger und Cheeseburger" title="Hamburger und Cheeseburger" width="430" height="301" class="aligncenter size-full wp-image-1165" /></p>
<h6>Bild unbekannt</h6>
<h1>Berliner Hamburgerszene</h1>
<p>
<strong>Aus Sehnsucht nach dem schlichten Snack schie&#223;en in Berlin seit einiger Zeit Hamburgerl&#228;den hervor wie Pilze aus dem Boden. Mit Punk und viel, viel Fleisch machen sie der m&#228;chtigen Konkurrenz aus &#220;bersee den Braten streitig.</strong>
</p>
<p>
<dc>W</dc>as Wortspiele angeht, sind Burgerl&#228;den die neuen Friseure: <em>Burgermeister</em>, <em>Burgersteig</em> und <em>Kreuzburger</em> heizen den Grill an, um uns mit schnellem Essen zu versorgen. Ich wei&#223; nicht, wie es im Rest der Republik aussieht, aber hier in der Stadt er&#246;ffnet fast jede Woche eine neue Braterei, und jede Einzelne tr&#228;gt ein Wortspiel im Namen. Den Anfang machte der multikulturelle und semi-&#246;kologische <em>Kreuzburger</em> auf der Oranienstra&#223;e. Der Laden wirkt wie eine Mischung aus einem Bierhaus und einem vegetarischen Restaurant. Gegen einen Aufpreis bekommt man jeden der Burger auch in Bio-Qualit&#228;t.
</p>
<div style="float: left; margin: 4px 10px 4px 1px;" >


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</div>
</p>
<p>Den besten Burger gibt es aber unweit meines Schreibtischs beim <em>Burgermeister</em> auf einer Verkehrsinsel am Schlesischen Tor. Wie es sich f&#252;r eine gute K&#252;che geh&#246;rt, ist die Speisekarte recht &#252;bersichtlich: vier Sorten Burger, dazu Pommes oder Wedges. Mehr braucht es nicht, um zu jeder Tages- und Nachtzeit Horden von Hungrigen anzulocken. Das Fleisch ist nirgendwo so saftig, und die Gesamtkonstruktion ist nirgendwo so stimmig wie hier. Da kleckert nichts, da f&#228;llt nichts runter.</p>
<p>
An den schwarzen Kochjacken der Grilleure erkennt der Gast, dass man es beim <em>Burgermeister</em> ernst mit dem Kochen. Als einzige Braterei verwendet man frisches Hack statt gefrorener Pattys. Und die Br&#246;tchen sind frisch und fluffig, w&#228;hrend sie anderswo oft zu Tode getoastet werden. Diese Qualit&#228;t bemerken die G&#228;ste, ganz egal ob sie gastronomisch interessiert sind oder nicht.
</p>
<p>
Die Burgerszene wird ansonsten sehr vom Punk dominiert. Die gastronomischen Kenntnisse beim <em>Marienburger</em> im Prenzlauer Berg beispielsweise beschr&#228;nken sich vermutlich auf den Hackfleischkurs der Industrie- und Handelskammer. Denn sonst w&#252;rden zwischendurch vielleicht auch mal die Tische abgewischt, sonst w&#252;rde man ein bisschen Ordnung in das Chaos hinter der Theke bringen und sonst w&#252;rde man nicht st&#228;ndig Bestellungen vergessen. Aber was soll&#8217;s, die Burger sind nicht schlecht, die H&#252;tte brummt und die Sour Cream gratis ist zumindest nett gemeint.
</p>
<p>
Das gleiche gilt auch f&#252;r die Studenten vom <em>Burger Dream</em> an der Danziger: Professionell sieht anders aus. Aber seit der Er&#246;ffnung vor rund einem Jahr l&#228;uft das Gesch&#228;ft pr&#228;chtig. Weil man sich den Burger hier selbst zusammenstellen kann, kriegt man seine Bulette auch mit Sprossen und Guacamole. Das gibt es sonst nirgends und schmeckt wirklich ausgezeichnet!
</p>
</p>
<p>
PS. Und <a href="http://vimeo.com/15784548">so isst Andy Warhol seinen Burger</a>
</p></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.delidauerdienst.de/burgerbegehren/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Cantamaggio, Berlin</title>
		<link>http://www.delidauerdienst.de/cantamaggio-berlin/</link>
		<comments>http://www.delidauerdienst.de/cantamaggio-berlin/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 18 Oct 2009 18:36:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Berchem</dc:creator>
				<category><![CDATA[Außer Haus]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Übersicht]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.delidauerdienst.de/?p=510</guid>
		<description><![CDATA[[inspic=114,right,thumb]Eine Cafeteria haben wir im Neuen Museum auf der Museumsinsel zwar nicht entdeckt. Aufgrund der wilden Mischung arch&#228;ologischer Funde aus rund 8.000 Jahren waren wir aber zumindest historisch am Ende gut ges&#228;ttigt. Ein etwas seltsames … ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<img src="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/uploads/2009/10/cantamaggio.jpg" alt="cantamaggio" title="cantamaggio" width="430" class="alignnone size-full wp-image-512" /></p>
<h6> Bild DDD</h6>
<h1>Cantamaggio, Berlin</h1>
<p><strong>Elch (historisch), Hirsch (frisch): In Berlin Mitte bekommt man dieser Tage allerlei Wild vorgesetzt. Aber nicht jedes St&#252;ck ist leicht bek&#246;mmlich.</strong></p>
<p>
<dc>E</dc>ine Cafeteria haben wir im Neuen Museum auf der Museumsinsel zwar nicht entdeckt. Aufgrund der wilden Mischung arch&#228;ologischer Funde aus rund 8.000 Jahren waren wir aber zumindest historisch am Ende gut ges&#228;ttigt. Ein etwas seltsames Exponat, das neben der Nofretete jedoch stark verblasst, ist das Skelett eines Elchs, der vor geraumer Zeit dort verstarb, wo heute die Berliner U-Bahn ihre Runden dreht. Wie er ins Jenseits schlurfte, ist unbekannt. Dass sein Fleisch nicht auf den Tellern des CANTAMAGGIO gelandet sein durfte, kann hingegen als gesichert gelten – auf der Speisekarte findet sich zwar Hirsch, von Elch jedoch keine Spur.
</p>
<div style="float: left; margin: 4px 10px 4px 1px;" >


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Das Restaurant in der Alten Sch&#246;nhauser Stra&#223;e geh&#246;rt zu den festen Gr&#246;&#223;en in der gastronomischen Landschaft Berlins und sein guter Ruf eilt dem Besucher entgegen, nicht allein weil Blixa Bargeld es als eines seiner Lieblingsrestaurants angibt. Mit der &#252;bersichtlichen, aber feinen Speisekarte vor Augen, sollte man es ihm, dem bekennenden Fischliebhaber, nachtun: Der Kabeljau mit Fenchel war eine wahre Freude. Die Haut appetitlich und knusprig gebraten, das Fleisch so zart und saftig, dass Atlantikwellen um den Gaumen sp&#252;len.
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Und auch der Hirsch macht seiner Verwandtschaft im Neuen Museum keine Schande. Das Fleisch war zart und rosa, wie man es sich w&#252;nscht, die Beilagen liebevoll zubereitet und die So&#223;en perfekt abgeschmeckt. Die kr&#228;ftigen Wild- und Waldaromen wurden durch die Weinauswahl des Kellners gl&#228;nzend erg&#228;nzt. Auf unsere Bitte hin, w&#228;hlte Michael Egger mit viel Geschmack auch zum Kabeljau einen herrlichen Rotwein aus.
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Der Service ist ohnehin eine der vielen St&#228;rken des CANTAMAGGIO. Die ruhige Freundlichkeit ist vorbildlich und nicht zu vergleichen mit dem unterw&#252;rfigen Geschw&#228;tz, das einem sonst so oft begegnet. Man arbeitet mit Respekt: vor den Speisen, sich selbst und nicht zuletzt dem Gast, der sich kein oberfl&#228;chliches L&#228;cheln w&#252;nscht, sondern gen&#252;gend Sachverstand. &#8220;S&#252;&#223;e Verf&#252;hrungen&#8221;, Konjunktiv-Orgien und Solariumsbr&#228;une gibt es hier nicht, statt dessen jedoch humorvolle Spontanit&#228;t.
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Die Patronin ist zurecht stolz darauf. Also gew&#228;hrt sie ihren Obern einen hervorgehobenen Platz im Internet-Auftritt des Restaurants. In unterhaltsamen kleinen Filmen geben die Herren Einblick in die Philosophie ihres Handwerks und erz&#228;hlen nebenbei, welche T&#228;tgkeiten sie zuvor aus&#252;bten:  Aushilfsskilehrer, Musiker, Schornsteinfeger, Makler oder Preisboxer wird da genannt. Am Ende sind sie zum Gl&#252;ck Kellner geworden. Und wir ihre G&#228;ste.<br />
<font COLOR="#666666"><br />
Restaurant Cantamaggio<br />
Alte Sch&#246;nhauser Stra&#223;e 4<br />
10119 Berlin-Mitte<br />
Telefon 030 / 283 18 95<br />
<a href="http://www.cantamaggio.de">www.cantamaggio.de<br />
</a></font></p></p>
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		<title>Mima, K&#246;ln</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Mar 2008 09:19:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Berchem</dc:creator>
				<category><![CDATA[Außer Haus]]></category>
		<category><![CDATA[Fastfood]]></category>
		<category><![CDATA[Übersicht]]></category>

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		<description><![CDATA[[inspic=80,right,thumb]Vor einigen Wochen traf ich bei "Lo Sfizio" in der K&#246;lner Sudermannstra&#223;e, einem kleinen Tempel der italienischen Spezialit&#228;ten, meinen Schulfreund Wolfgang wieder. W&#228;hrend ich mich mit Caffè Latte und einem Sandwich versorgte …]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<img src="http://www.delidauerdienst.de/wp-content/uploads/2008/03/mima.jpg" alt="Bruscadineria Mima, Venloer Stra&#223;e, K&#246;ln," width="430"/></p>
<h6> Bild DD</h6>
<h1>Mima, K&#246;ln</h1>
<p><strong>Es ist nicht leicht, in ein paar Minuten etwas vern&#252;nftiges zu essen zu finden. D&#246;ner, Burger und Pizza sind schwer und eine S&#252;nde am eigenen K&#246;rper. Bei <em>mima</em> in K&#246;ln geht das auch anders: Hier gibt es Prosciutto statt Gammelfleisch.</strong></p>
<p><dc>V</dc>or einigen Wochen traf ich bei &#8220;Lo Sfizio&#8221; in der K&#246;lner Sudermannstra&#223;e einen Schulfreund wieder. W&#228;hrend ich mich mit Caffè Latte und einem Sandwich versorgte, kaufte Wolfgang Wurst und Schinken en gros. Ich staunte &#252;ber das Wiedersehen und beinahe noch mehr &#252;ber seine Einkaufsliste. Und so erz&#228;hlte er mir von seinen Gesch&#228;ften.</p>
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<p>Mit drei Freunden betreibt er in der Venloer Stra&#223;e die Bruscadineria MIMA. Bruscadine sind frisch gebackene Teigfladen, die mit verschiedenen K&#228;se- und Schinkensorten gef&#252;llt werden. Dazu kommen frischer Pfeffer, Kr&#228;uter, ein Schuss Oliven&#246;l und das ein oder andere Gimmick wie zum Beispiel eingelegte Auberginenscheiben. Aus alldem ergibt sich ein feinw&#252;rziger Snack, der jeden D&#246;ner wie ein Relikt aus schlechten Zeiten aussehen l&#228;sst – w&#252;rzig und frisch, herzhaft und grundehrlich. </p>
<p>Nicht zuletzt das Design hat mich &#252;berzeugt. Das MIMA strahlt eine ruhige Gelassenheit aus: W&#228;hrend drau&#223;en der Verkehr vorbei rauscht, sitzt man drinnen wie auf einer Insel, trinkt einen Espresso und schaut dem Koch beim Backen der Teigfladen zu. Hier ist alles frisch, alles sieht gut aus, alles ist entspannt – eine Perle der Langsamkeit. Dieser Eindruck kommt nicht von ungef&#228;hr, denn Wolfgang hat Design studiert und das komplette Gesch&#228;ft, bis hin zum Mobiliar, selbst entworfen.</p>
<p>Ein erfrischendes Programm, wenn man es mit der Konkurrenz im Imbiss-Sektor vergleicht, denn was dort sonst geboten wird ist nicht immer appetitlich. Auch wenn ich mich wiederhole: man h&#246;re einmal in sich hinein, wenn man den n&#228;chsten D&#246;ner isst. Schmeckt er &#252;berw&#252;rzt und nach Curry, nach allem blo&#223; nicht nach Fleisch? Besteht der Spie&#223; aus einer grauen Teigmasse, die von einigen Scheiben Fleisch zusammengehalten wird? Kostet er nur 2,30? An dieser Stelle solltet ihr auf Medien-Lekt&#252;re verzichten, denn eine Gammelfleisch-Schlagzeile k&#246;nnte uns schlagartig den Appetit verderben.</p>
<p>Gerade beim Fastfood gibt es enorme Qualit&#228;tsunterschiede. Hier stehen sich Hoffnung und Verzweiflung unmittelbar gegen&#252;ber. L&#228;den wie das MIMA beweisen, dass auch ein kleiner Snack Genuss bedeuten kann. Das ist zwar unverhohlene Werbung, aber an diesem Punkt ist mein Gewissen rein.</p>
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