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    Bild: tr1stero

    Es gibt Reis

    Lange schon habe ich einmal richtig Risotto essen wollen, diesen cremigen Reis, der so viele Freunde hat. Das was ich hin und wieder in verschiedenen Restaurants vorgesetzt bekam, passte leider nicht mit meinen Vorstellungen von dem Traditionsgericht zusammen. Stets gab es das Risotto als Hauptgericht und spätestens nach dem sechsten Bissen kam Langeweile auf. Besonders das Vanille-Risotto, das mir im Belgischen Viertel in Köln einmal vorgesetzt wurde, war eine abwegige und schlecht gemachte Zumutung.

    Also mache ich es selbst und mache mich glücklich. Dafür schneide ich eine Zwiebel in feine Würfel, und gebe sie in einen Topf mit ein wenig Butter und Olivenöl. Ich dünste sie weich und gebe kurz danach Risottoreis dazu, pro Person vielleicht eine halbe Tasse. Das ganze schmore ich für ein paar Minute auf halber Flamme, bis der Reis richtig Hitze angenommen hat und die Masse glasig aussieht. Dabei rühre ich regelmäßig alles gründlich durch. Nun gieße ich ein gutes Glas Flüssigkeit an. Das kann alles mögliche sein – eine Brühe, ein Schluck Wein oder heißes Wasser. Wie man sein Risotto aromatisieren will, hängt vom eigenen Geschmack ab, und davon, was noch auf den Tisch kommt, ein Kalbsbraten oder ein Fisch zum Beispiel.

    In meinem Fall gibt es Lammkeule. Also gieße ich Lammfond dazu, und nun verbringe ich die folgenden zwanzig Minuten mit Rühren. Sobald die Flüssigkeit vom Reis aufgesogen ist, gebe ich wieder Flüssigkeit dazu. Dass mache ich solange bis der Reis weich ist. Er sollte etwas Biss behalten und schön cremig sein. In der Zwischenzeit habe ich mit Salz und Pfeffer gewürzt und, um die Sache interessant zu machen, einen winzigen Schluck Essig dazu gegeben.

    Nun ist das Risotto fast fertig. Ich kontrolliere die Konsistenz und gebe zuletzt noch ein Schüsselchen geriebenen Parmesan-Käse dazu, den ich schnell und gründlich unterrühre. Das Ergebnis ist ein unbeschreiblicher Genuss, dem man wunderbare Aromen verleihen kann. Eine perfekte Beilage. 

    Erschienen am 15. Oktober 2007


    Rezepte / Übersicht | Permalink | 1 Kommentar »

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    Eine Antwort to “Es gibt Reis”

    1. Kristin meint:

      Schön geschrieben… Ich krieg Hunger, Mist-

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