Entenbraten mit Orangensoße

Entenbraten

Bild DD

Jung und verwöhnt, das ist die Generation nach der Generation Golf. Wir sind gute Esser, denen Kimchi nicht zu exotisch und der Weihnachtsbraten nicht zu spießig ist. Friede, Freude, Entenbraten!

Da ist diese tiefe Zufriedenheit, ein tiefes unbestimmtes Glück. In den Liedern von den „Kings of Convenience“ finde ich sie, wenn Erlend Øye singt „let your hips do the talking“ und mit seiner weichen Stimme durch unser Leben swingt. Ist es nicht das gleiche allumfassende Gefühl, wenn wir mit unseren Freunden an einem langen Tisch sitzen und das festliche Abendessen verputzen?

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Es ist schon mehr als einmal vorgekommen, dass ich vier Stunden oder länger gekocht habe, und das Essen nach kaum zehn Minuten beendet war – durchbrochen nur von „hmm“ oder „ohh, das schmeckt super“. Das ist zwar schade, aber froh macht es mich auch, und ich merke mir, dass es beim nächsten Mal eine Vorspeise geben wird, um die erste Gier zu stillen.

Mit einem 27sten Geburtstag fand sich vor kurzem wieder eine Gelegenheit, ein solches Festessen zu veranstalten. Wir machten eine Ente. Um die häufigste Frage vorweg zu beantworten: sie war ein bisschen länger als zwei Stunden im Ofen.

Es ist wichtig, dass man die Ente außen und innen gut salzt. Majoran passt auch sehr gut dazu. Also bereite ich in einer Schüssel eine Mischung aus viel Salz, schwarzem Pfeffer, Orangensaft und Majoran vor. Ich reibe die Ente innen und außen gründlich damit ein und fülle den hohlen Bauch dann mit geviertelten Apfelsinen und Zwiebeln, einem Thymian-Strauß und einigen Knoblauchzehen. Die Füllung dient nur zur Aromatisierung des Fleisches, essen sollte man sie nicht unbedingt.

Ich lege die Ente in den Deckel einer Kasserolle, gieße ein wenig Orangensaft an, und schon kommt der Vogel in den Ofen, den ich auf der höchsten Stufe eingeheizt habe. Wenn alles so richtig Fahrt aufgenommen hat, stülpe ich die Kasserolle darüber, schalte den Ofen herunter und gedulde mich eine Stunde. Zwischendurch schaue ich immer mal wieder nach und begieße den Braten mit Flüssigkeit. Wichtig ist, dass man immer wieder mit einer Gabel kleine Löcher in die Entenhaut sticht, damit das Fett abfließen kann.

Nach und nach nimmt der Braten Farbe an. Nach eineinhalb Stunden nehme ich den Deckel wieder herunter und schalte den Grill ein, damit sich eine schöne Kruste bildet. Wo die Haut die Schenkel mit dem Rumpf verbindet ist das Fleisch am tiefsten und wird oft nicht ganz gar, um das zu vermeiden kann man zwischendurch die Haut dort einschneiden, wie auch auf dem Foto zu sehen ist.

Schließlich ist die Ente gar, und noch ein wenig rosa. Wir essen dazu Basmati-Reis, gebratene Zwiebeln mit Sesam, Gemüse und Salat. Außerdem gibt es Orangensoße, die ich parallel zubereitet habe. Ich werde sie beim nächsten Mal hier beschreiben. Ganz entspannt natürlich.

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