Kürbissuppe 2.0

Currysuppe

Wer eine englische Freundin hat, der beschäftigt sich früher oder später zwangsläufig mit Curry. Denn die aromatischen, saucigen Gerichte, die man unter diesem begriff zusammenfasst, haben sich längst zu einem angelsächsischen Nationalgericht entwickelt. Hier kommt eine Fortentwicklung in Form einer Kürbissuppe mit Spinat.

Dass das folgende Rezept für eine Kürbissuppe mit Spinat einen indischen Einschlag hat, merkt man beim Blick auf die Gewürze:

• Kurkuma
• Cumin
• Safran
• Lorbeerblatt
• Cayennepfeffer
• gemahlener Koriander
• Senfpulver
• schwarzer Pfeffer
• Ingwer
• Tamarindenpaste für die Säure
• brauner Zucker
• Mandelpüree

In Indien bilden die Gewürze anders als in der europäischen Tradition die Basis einer Sauce. Sie werden löffelweise verwendet (ich spreche von Esslöffeln!), denn sie sind, anders als in unseren Breiten, günstig zu bekommen und geben den Speisen die Power, die man zum Überleben auf dem engen Subkontinent braucht.

Weil uns diese Art zu Kochen kaum vertraut ist, werde ich im Folgenden recht detaillierte Beschreibungen liefern. Die Gewürze sind möglicherweise nicht alle vorrätig oder die Anschaffung lohnt nicht. Alternativ kann man die fehlenden Aromen mit reichlich mittelscharfem Curry substituieren. Der Gedanke zählt.

Für einen Hauptgang für Zwei beginnen wir auch in der indischen Küche mit der obligatorischen Zwiebel, mittelgroß, die wir schälen, grob würfeln und in einem großen Topf in neutralem Öl anschwitzen. Dann würfeln wir einen halben, mittelgroßen Hokkaido-Kürbis und geben die Würfel dazu, außerdem zwei gehackte Knoblauchzehen, ein daumengroßes Stück Ingwer, geschält und fein gewürfelt, und ein Lorbeerblatt.

Wenn das alles auf Stufe auf mittelgroßer Flamme schön schmurgelt und langsam braun wird, löschen wir es mit zwei EL Apfelessig ab und verrühren es kräftig. Jetzt geben wir vier oder fünf Safranfäden und das Lorbeerblatt dazu. Die scharfe Säure des Essigs verfliegt zwar mit der Zeit, trotzdem muss man damit vorsichtig sein. Dann geben wir 100 ml Kokosmilch dazu. Ob die Qualität des Produktes gut ist, verrät uns hier der Blick aufs Etikett. Auf der Inhaltsliste sollen sich keine Stärke, Stabilisatoren oder gar Aromen finden, nur Kokosnuss und eventuell Wasser.

Die Suppe lassen wir nun 15 Minuten leicht köcheln. Wenn der Kürbis schön weich geworden ist, halten wir unseren Pürierstab hinein und machen unter Verwendung von etwas warmem Wasser eine sämige, nicht zu dicke Suppe daraus. Wenn die Suppe nun wieder aufkocht, geht es mit dem Würzen los. Zunächst natürlich Salz, dann 1 Tl Kurkuma, ¼ Tl Cumin, ½ Tl gemahlene Koriandersamen, ¼ Tl Senfpulver, kräftig schwarzen Pfeffer, zwei Messerspitzen Cayennepulver (geht natürlich auch schärfer, wenn man es mag!) einen Tl Tamarindenpaste (klebrig und dunkel), 2 Tl Mandelpüree (das gibt es als Brotaufstrich). Das alles wird abgeschmeckt, vor allem mit Salz, aber auch mit einem Tl Rohrzucker, damit die Balance stimmt.

Nun legen wir noch einen kleinen Block gefrorenen Spinat in die köchelnde Suppe, der sich mit zwei Gabeln beim Auftauen und leicht auseinander zupfen lässt. Nun schmecken wir wieder ab, natürlich wieder mit etwas Salz. Fertig ist der indische Traum.

PS. Dazu gibt es hier drei Zucchini-Streifen, die ich in einem gesalzenen Tempura-Teig frisch ausgebacken habe. Super easy! Das kann man entweder googeln oder warten bis ich darüber schreibe ;)

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