Ayako Suwa in Berlin - Deli Dauerdienst
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  • Ayako Suwa: A lingering taste of regret

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    Neun Meditationen des Geschmacks

    Ayako Suwa in BerlinZweifelsfrei war beim Taste Festival, das am Sonntag in Berlin zu Ende gegangen ist, die Arbeit der Japanerin Ayako Suwa einer der Höhepunkte. Ihre Performance des Geschmackssinns trägt den Namen sensuous Food, emotional taste. Bei einem streng geführten Abendessen serviert sie ihren Gästen neun kleine Speisen mit dem Ziel, die Esser emotional zu berühren. Das kleine Wunder gelingt. Ein kleiner gefüllter Pilz, außen eiskalt und innen warm, der als erstes Gericht serviert wird, löst bei den Gästen Überraschung, Freude und Verwunderung aus. Der Name der Speise: „A taste of shame and joy, that slowly turns into pleasure.”

    Ayako Suwa in BerlinWährend schwarz gekleidete, mit roter Farbe geschminkte Kellner ernst die Speisen servieren, erzeugen im Unsichtbaren verborgen ein Trompeter und ein Schlagzeuger meditative Klänge. Mit ihrer Arbeit bezieht sich die Künstlerin allerdings nicht auf östliche Traditionen. Stattdessen schafft sie mit ihrem Konzept eine geschlossene Welt, die für sich genommen an jedem Ort und in jedem kulturellen Kontext gleichermaßen funktionieren kann. Es ist der Versuch, den (eigentlich konservativen) Geschmackssinn für die Erkenntnisse der Kunst zu öffnen. Eine faszinierende Aufgabe, die ihr ganz geglückt ist.

    Zur Webseite von Ayako Suwa

    Erschienen am 11. Juni 2012


    Berlin / Essen / Kunst / Übersicht | Permalink | Kommentieren

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