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    Pappa E Ciccia, Berlin

    Pappa E Ciccia, Berlin

    Bild: Tim Lawrenz

    “Schmeckt besser als es aussieht!” Es ist nicht das erste Mal an diesem Abend, dass uns die Kellnerin mit einer spröden Ansage überrascht. Diesmal ist der Grund, dass die “Panna Cotta zusammengefallen ist” – “weil zuviel Sahne drin ist”. Die Kellnerin hat Recht behalten, und trotzdem denken wir uns, dass es hätte anders laufen müssen.

    Wir wurden mit einem Grappa entschädigt, der schlechtesten aller Alternativen. Da hätte sie uns lieber ein anderes Dessert anbieten sollen, uns ein wenig warten lassen können, bis das Problem mit der Panna Cotta behoben ist oder mit ein paar freundlichen Worten die Schuld auf den Azubi schieben. So war es wie in einer WG-Küche, wo die Pfannkuchen missglückt sind.

    Das Pappa e Ciccia ist an sich kein schlechtes Restaurant. Als ich zum ersten Mal dort war, im Frühsommer zur Mittagszeit, probierte ich Tortelloni mit einer wunderbar leichten Minzsoße und eine anständige Minestrone mit Parmesan. Beides stellte mich zufrieden und erleichterte mir die Entscheidung, beizeiten nach Berlin zu ziehen. Gutes Essen, kreative Küche aus einfachen Zutaten.

    Diesmal bestellten wir ein bisschen ausgiebiger, denn mit dem Abendessen wollten wir nebenbei die Zusage für meine neue Wohnung feiern. Dem Umzug steht nichts mehr im Wege. Zuerst gab es Antipasti, die durch gute Qualität auffielen, aber ansonsten weitgehend das Bekannte abdeckten: ein wenig Wurst, getrocknete Tomaten (die eindeutig besser waren als die üblichen Supermarktprodukte), eine undefinierbare aber schmackhafte Koriander-Rolle, ein wenig Mozzarella, eingekochte Schalotten, etwas Salat…

    Als Hauptgang aßen wir hausgemachte Pasta: Bandnudeln mit Muscheln und Nudeltaschen, die mit einer Pistazienmasse gefüllt waren. Beides war nicht schlecht, aber auch kein herausragendes Geschmackserlebnis, wie es die Minzsoße damals für mich gewesen ist. Solide gekocht, aber keine Sensation.

    Das Pappa e Ciccia ist ein guter Ort für ein launiges Abendessen unter Freunden – ein kulinarischer Höhepunkt der jungen Berliner Küche, in der aus Mangel an zahlungskräftigen Kunden so oft fantastische Gerichte aus einfachen Produkten entstehen, ist es leider nicht mehr. Gut, dass es in der Berliner Gastro-Landschaft noch viel zu entdecken gibt. Die Vorfreude steigt, trotz kleiner Enttäuschungen.

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